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Maximilian Klink an der Stätte seines großen Triumphs: im Sindelfinger Glaspalast.

Leichtathletik: Süddeutsche Hallenmeisterschaften

Maximilian Klinks Befreiungsschlag

Welch ein Befreiungsschlag und was für eine taktische Meisterleistung bei den Süddeutschen Leichtathletik-Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen durch Maximilian Klink von der LG Dornburg. In seinem ersten Jahr in der Männerklasse setzte er sich über 800 Meter gegen stärkste nationale Konkurrenz durch und musste sich im Finale mit einer Top-Laufzeit lediglich dem amtierenden Deutschen Meister über 1500 Meter geschlagen geben.

Im vergangenen Jahr noch war Maximilian Klink nach dem Rennen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm selbst sein größter Kritiker, hatte er doch als Mitfavorit auf den Sieg den Einzug ins Finale verpasst. Entsprechend eingestellt ging er den Wettkampf in Sindelfingen an. Sein Kommentar: „Vor den Vorläufen hatte ich schon viel Respekt, obwohl ich mit der fünftbesten Meldezeit angereist bin. Ich hatte Sorgen, nicht in den Finallauf zu kommen, da ich ja mit Meisterschaftsrennen bisher keine guten Erfahrungen hatte. Daher war ich umso erleichterter, dass ich es recht einfach geschafft habe.“

Nur Marc Tortell läuft noch schneller

In Sindelfingen – als gestärkter Athlet bei den Männern – setzte Maximilian Klink die Anweisungen seines Trainers Benjamin Stalf auf den Punkt um. Im zweiten Vorlauf über 800 Meter kam er nach 1:55,88 Minuten als Zweiter an und war damit als Fünftschnellster für das Finale am nächsten Tag qualifiziert. Hier lief er eine unglaubliche 1:52,98 und musste sich nur um wenige Zehntel dem Deutschen Meister über 1500 Meter, Marc Tortell, geschlagen geben. Der Vorsprung auf Platz drei war mit 1,5 Sekunden mehr als deutlich. Maximilian Klink: „Fürs Finale war meine Taktik recht simpel. Ich war mir ziemlich sicher, dass Marc Tortell das Rennen von vorne laufen wird. Also habe ich mir vorgenommen, direkt hinter ihn zu kommen, egal was passiert. Das hat funktioniert. Ich konnte mich direkt hinter ihm einordnen, so dass ich gar keine Probleme mit irgendwelchen Positionskämpfen und den anderen Konkurrenten hatte. Marc und ich konnten sogar eine kleine Lücke reißen. Mit dem Ergebnis bin ich also mega zufrieden.“  mru

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