Wuchs in Braunschweig über sich hinaus: Maximilian Klink (LG Dornburg).
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Wuchs in Braunschweig über sich hinaus: Maximilian Klink (LG Dornburg).

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig

Maximilian Klinks mutige 800-Meter-Show

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Er war der einzige Teilnehmer aus dem NNP-Land bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig, und er machte seine Sache verdammt gut: Maximilian Klink von der LG Dornburg führte das Elite-Feld bis 200 Meter vor Schluss an, musste dann seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und erreichte als Neunter nach 1:52,23 Minuten das Ziel.

Welch ein Auftritt von Maximilian Klink bei den Deutschten Aktiven-Meisterschaften über 800 Meter. Auch wenn er möglicherweise mit seiner Einlauf-Zeit nicht ganz zufrieden sein wird: Er hat den wenigen erlaubten Zuschauern im Stadion und an den Fernsehschirmen eine tolle Show geboten. Weil neun Läufer direkt den Endlauf bestritten, musste sich der 20 Jahre junge Wilsenröther Bahn vier mit seinem Trainingskollegen Dennis Biederbick teilen. Und Maximilian Klink legte los wie die Feuerwehr.

Es war abgesprochen, dass er das Tempo für seine beiden Trainingskollegen Dennis Biederbick und Marvin Heinrich (Eintracht Frankfurt) machen sollte, um ihnen eventuell noch die Olympia-Norm zu ermöglichen. Maximilian Klink legte gleich einen Zehn-Meter-Vorsprung zwischen sich und die etwas konsterniert wirkende Konkurrenz. Auch bei der Zwischenzeit von 1:50 Minuten bei 400 Meter lag Maximilian Klink noch einsam vorne. „Das wird er nicht durchhalten, da bin ich mir ziemlich sicher“, mutmaßte der ZDF-Reporter. Der 20-Jährige schaute sich auch auf der Gegengerade verwundert um, als wolle er sagen: „Warum kommt denn keiner?“

Ab der 600-Meter-Marke war es dann geschehen um Maximilian Klink. Einer nach dem anderen zog an ihm vorbei. Das hohe Anfangstempo forderte jetzt Körner. Maximilian Klink kämpfte, holte alles und noch mehr aus sich heraus, musste aber im Ziel mit Rang neun vorliebnehmen. Egal: Maximilian Klink hat sich für knapp zwei Minuten ins Rampenlicht geschoben und der wesentlich erfahreneren Konkurrenz zu verstehen gegeben, dass in naher Zukunft mit ihm zu rechnen sein wird. Bravo, Maximilian Klink! MARION MORELLO

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