Taekwondo

34 Medaillen in den Westerwald

Mit einer beeindruckenden Bilanz kehrte das Team von Axel Müller von den Saarland Open zurück in den Westerwald.

Fast 300 Sportler und rund 80 Offizielle, verteilt auf 41 Teams aus vier Nationen, waren in die Großsporthalle im saarländischen Lebach gekommen. Und mit 15 Gold-, acht Silber- und elf Bronzemedaillen waren die Athleten aus dem Leistungszentrum in Nistertal das Maß aller Dinge bei dem Turnier im Saarland. Die hervorragenden Einzelergebnisse bescherten den Schützlingen, die von den Coaches Manuel Hütel und Carolin Stahl betreut wurden, zusätzlich den Turniergesamtsieg.

Das Turnier war eine echte Premiere: Erstmals führt die Deutsche Taekwondo-Union in diesem Jahr die sogenannte „Finals 4“-Serie durch. Diese nationalen Spitzenturniere lösen die bisherigen Bundesranglistenturniere ab. Im Rahmen der Serie werden vier Turniere ausgetragen, bei denen die Sportler der Leistungsklasse 1 (B-Junioren bis Senioren) in ihren jeweiligen Gewichtsklassen Punkte sammeln können. Nach Abschluss der Serie werden die Kämpfer mit den meisten Punkten zu „Finals 4“-Siegern gekürt.

Das Team von Taekwondo-Kämpfer Axel Müller war in Lebach mit insgesamt 35 Sportlern am Start. In der Leistungsklasse 1, die gleichzeitig in die „Finals 4“-Wertung einfließt, konnten die Westerwälder gleich sechs Goldmedaillen bejubeln. Ganz oben auf dem Treppchen landete Bundeskader-Athletin Michelle Schein (17) bei den Senioren (Damen, bis 67 kg). Ebenfalls bei den Senioren gewann Nina Schätz (23) in ihrer Gewichtsklasse (Damen, bis 46 kg). Bei den U18-Junioren siegten Georg Schiller (16; bis 51 kg) und Maja Schauer (17; bis 63 kg). Und bei den U14-Junioren holten sich Simon Laubhold (13; bis 41 kg) und Paul Mengen (14; über 65 kg) die Goldmedaille. Durch ihre Erfolge sicherten sich die Gewinner gleichzeitig jeweils den Landesmeistertitel.

Auch in der Leistungsklasse 2 (Nachwuchsbereich) hatte das Team aus Nistertal gleich mehrfach Grund zu jubeln. Gold ging hier an Noah Pörsch (11; C-Jugend, bis 43 kg), Angelina Hüsch (12; B-Jugend, bis 55 kg), Lenya Künkler (13; B-Jugend, bis 41 kg), Alena Krisch (11; C-Jugend, bis 39 kg), Karlotta Schürg (11; C-Jugend, bis 35 kg), Stine Boje (9; C-Jugend, bis 29 kg), Jennifer Hoffmann (9; C-Jugend, bis 27 kg) und Lea Laubhold (7; D-Jugend, bis 29 kg).

„Mit dem Ergebnis bin ich natürlich mehr als zufrieden“, freute sich Axel Müller über so viel Edelmetall. Einzelne Sportler hervorheben wollte der Coach indes nicht. „Natürlich haben einige besonders überzeugende Auftritte gezeigt, aber unterm Strich war das eine starke Kollektiv-Leistung“, sagte Müller, der mit seinem Team in der Gesamtwertung ganz vorne landete und sich nach 2017 zum zweiten Mal den Titel des Landesmeisters sicherte.

Lob gab es von ihm auch für das Turnierformat. „Die neue ,Final 4-Serie’ ist eine tolle Sache. Sie bietet Taekwondo-Sport auf höchstem Niveau. Für die Athleten ist es außerdem eine zusätzliche Möglichkeit, sich für den Bundeskader zu empfehlen und sich auf nationaler Ebene mit starker Konkurrenz zu messen“, betonte der Diplom-Trainer, der nun natürlich darauf hofft, dass seine Schützlinge bei der nächsten „Final 4“-Station in Nürnberg erneut so fleißig punkten.

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