Das Bild symbolisiert den Fußball in Zeiten der Corona-Pandemie. Zwei Tippkick-Spieler sind auf FFP2-Masken platziert.
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Das Bild symbolisiert den Fußball in Zeiten der Corona-Pandemie. Zwei Tippkick-Spieler sind auf FFP2-Masken platziert.

Coronaregeln zum Trainingsstart im Hochtaunus

Mediziner rät Fußballern zum Verzicht auf Testspiele

  • VonGerhard Strohmann
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In einer Videokonferenz hat der Kreisfußballausschuss den Hochtaunusvereinen Auskunft zu den Voraussetzungen für den Trainingsstart geben. Die Umstände sind weiter schwierig.

Hochtaunus -Seit Dienstag wird der Hochtaunuskreis wegen stark gestiegener Infektionszahlen als Corona-Hotspot eingestuft. Dies machte der Kreisfußballausschuss (KFA) Hochtaunus am Mittwoch zum Schwerpunkt seiner monatlichen Videokonferenz. Mit 67 Teilnehmern war das Interesse an der ersten Zusammenkunft 2022 im virtuellen Raum sehr groß.

Kreisfußballwart Andreas Bernhardt hatte mit Präsidiumsmitglied Frank Illing (Hasselroth) vom Hessischen Fußballverband einen kompetenten Gast als Referenten eingeladen, der im Rahmen der 90-minütigen Konferenz viele Fragen zu beantworten hatte.

Nach Einordnung der sich nahezu wöchentlich ändernden Bestimmungen seitens der Behörden ergibt sich folgendes Bild: Sport - damit auch Fußball - ist unter Einhalten regionaler Bestimmungen möglich. Aktuell gilt für den Hochtaunuskreis:

Trainingsbetrieb: Nach Betreten des Platzes gilt die 2G-Regel, Aufenthalt in überdachten Innenräumen der Sportanlagen via 2G+. Illing wies auf die Gefahr hin, die von Personen ausgeht, die in den Weihnachtsferien im Ausland im Urlaub waren.

Freundschaftsspiele: Im Seniorenbereich sind bislang für Januar 7, für Februar 56 und für März 2 Spiele angemeldet worden, bei den Frauen 2 im Februar und 1 im März. Hinzu kommen mehr als 90 Partien im Jugendbereich.

Kreisfußballausschuss und Kreisjugendausschuss raten angesichts der hohen Corona-Zahlen dringend, im Januar keine Testspiele auszutragen. "Training ist das eine - Spiele haben eine andere Dimension, da verschiedene Gruppen miteinander vermischt werden", warnt Bernhardt. Unterstützung erhält er von Dr. med. Dr. Nikolaos Sapoutzis, stellvertretender Leiter des Kreisgesundheitsamts Hochtaunus: "Wir bitten eindringlich, auf vermeidbare Menschenansammlungen wie etwa im Rahmen von Freundschaftsspielen zu verzichten."

Schiedsrichter: Unparteiische sind angehalten, ganz besonders das Einhalten der Hygiene-Vorgaben zu überprüfen.

Zuschauer: Die Hygiene-Beauftragten der Vereine müssen am Eingang Impfzertifikate und dazugehörige persönliche Identifikationen genau prüfen - auch und vor allem bei Jugendspielen.

Punktspielstart: Am 6. März als Auftaktspieltag für die Gruppenliga West und die vier Hochtaunus-Kreisligen wird - Stand Mittwochabend - festgehalten.

"Der Job als Hygiene-Beauftragter und Ehrenamtler macht derzeit keinen Spaß", äußerten Stefan Körner (SG Eschbach/Wernborn) und Frank Hochgesand (FSV Steinbach) am Mittwoch ihren Unmut. "Ich bin froh, dass ich in meiner aktiven Zeit so etwas nicht erleben musste und habe sehr viel Verständnis für meine Jungs, dass diese zurzeit nicht sonderlich motiviert sind", merkte Teutonia Köpperns Trainer Alexander Fievet an. "Für einen kleinen Verein wie unseren sind die behördlichen Verordnungen eine große Herausforderung und bedeuten erheblich mehr Zeitaufwand", weist Thorsten Binz (SG Hundstadt) auf die Gefahr hin, dass die zu bewältigenden Aufgaben von immer weniger Personen gestemmt werden müssen, die zunehmend frustriert sind.

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