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Meisterliche Defense: Falcons Bad Homburg halten die Sharks Würzburg auf Distanz

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Von: Gerhard Strohmann

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Nerea Garmendia Odroziola (mit Ball) setzte sich gegen zwei Würzburgerinnen durch.
Nerea Garmendia Odroziola (mit Ball) setzte sich gegen zwei Würzburgerinnen durch. © Gerhard Strohmann

Die Bad Homburgerinnen festigen die Tabellenspitze in der Südgruppe. Gegen Verfolger QOOL Sharks Würzburg gelingt ein 69:46-Sieg - und damit eine Revanche.

Bad Homburg -Aberglauben ist nicht angebracht: Mit dem 13. Sieg in Serie und einem in dieser Höhe nicht zu erwartenden 69:46-Erfolg haben die Falcons Bad Homburg gestern Nachmittag das Spitzenspiel der 2. Basketball-Bundesliga Süd (Damen) gegen Verfolger QOOL Sharks Würzburg für sich entscheiden können - ein ganz großer Schritt in Richtung Meisterschaft.

"Wir haben vor allem in der Defense eine außergewöhnlich gute Leistung abgeliefert", freute sich Falcons-Coach Jay Brown. Seine Abwehr hatte in keinem der vier Viertel mehr als 14 Punkte zugelassen.

Mit gehörigem Respekt voreinander hatten sich die beiden Spitzenmannschaften in der Anfangsphase abgetastet. Dies hatte zur Folge, dass es nach fünf Minuten erst 5:3 stand, ehe das Angriffsspiel der Gastgeberinnen Fahrt aufnahm.

Ein Dreier von McKenzie Johnston brachte die Falcons mit 12:5 nach vorn. Nerea Garmendia Odroziola erhöhte per Korb und zusätzlichem Freiwurf auf 15:5. Damit war der Bann gebrochen. Von diesem Falcons-Lauf sollten sich die Würzburgerinnen nicht mehr erholen, denen angesichts der aggressiven Bad Homburger Defense sogar etliche sonst sicherlich unübliche Schrittfehler unterliefen.

Mit einem 21:11 hatte sich der Spitzenreiter dadurch nach dem ersten Viertel einen passablen Vorsprung erarbeitet, der bis zur Pause auf 40:22 ausgebaut werden konnte. Wer unter den rund 100 Zuschauern befürchtet hatte, die Falcons würden nach dem Seitenwechsel dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zahlen, der sah sich getäuscht.

Gregor und Johnston sind die Impulsgeberinnen

Isabel Gregor und McKenzie Johnston kurbelten das Angriffsspiel unermüdlich an. Dank des großen Kaders mit sehr hoher Qualität gab es auch im zweiten Durchgang keinen Einbruch. Nach 30 Minuten hieß es 55:32 - damit war der Sieg schon in trockenen Tüchern. Im letzten Viertel brauchte der Vorsprung dann nur noch verwaltet zu werden, aber auch in der Schlussphase der Partie gaben sich die Falcons keine Blöße und beendeten diesen Abschnitt mit einem 14:14.

Dank der starken Teamleistung fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass die Quote bei den Dreiern (2 Treffer bei 13 Versuchen) diesmal recht dürftig ausgefallen war und es auch bei den Freiwürfen (13 von 23, entspricht 57 Prozent) noch deutlich Luft nach oben gab.

Coach Jay Brown: "Keinerlei Schwächephase"

Das Fazit von Jay Brown: "Was mich sehr freut, ist die Tatsache, dass wir dieses Mal alles sehr gut im Spiel umsetzen konnten, was wir uns in der letzten Trainingswoche erarbeitet haben. Wir sind als Team geschlossen stark aufgetreten und haben uns keinerlei Schwächephase erlaubt."

Damit ist den Falcons die Revanche für das Hinspiel gelungen. Zum Saisonstart hatten die Bad Homburgerinnen in Würzburg lange deutlich geführt, um am Ende nach Verlängerung noch mit 73:81 (67:67) zu verlieren.

Nachdem die Teilnahme an den Playoffs mit dem gestrigen Sieg praktisch gebucht ist und der Titel in der Südgruppe zum Greifen nahe ist, gilt der Fokus der nun anstehenden "englischen Woche". Diese beginnt am Samstag (17 Uhr) mit einem Spiel beim Schlusslicht MTV Stuttgart. Für Mittwoch, 23. Februar (20.30 Uhr), wurde das Nachholspiel gegen den USC Heidelberg II terminiert, ehe am 26. Februar das Derby bei den Rhein-Main Baskets ansteht.

Falcons Bad Homburg: Klinker (16) Johnston (14/1), Garmendia Odroziola (9), Gregor (8/1), Worthmann (6), Holzschuh (5), Brüning (4), Rhein (3), T. Steinhoff (2), Kämpf (2).

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