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Perry Wolf (DJK Bad Homburg, links) und Kai Hohmann (TuS Merzhausen) halten im Luftkampf den Kopf hin.

Gruppenliga

TuS Merzhausen erkämpft zu neunt einen Punkt

Im Derby der Fußball-Gruppenliga bei der DJK Bad Homburg verliert TuS Merzhausen zwei Spieler und damit die Form. Denn die Gäste waren gerade am Drücker.

Angefangen hatte der TuS Merzhausen das Gastspiel bei der DJK Bad Homburg in einem klassischen Vier-Vier-Zwei. Nach 65 Minuten korrigierte Slobodan Turjacanin lautstark dann von der Seitenlinie aus auf „Vier-Vier-Eins“. Weder Sie noch der Trainer haben sich verzählt – Turjacanin musste auf den Platzverweis von Leon Moses reagieren.

Der Einwechselspieler (kam in der 16. Minute für den verletzten Daniel Maric) sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (65.). „Eine zu harte Entscheidung“, ärgerte sich sein Trainer später, zumal der Zeitpunkt kaum ungünstiger hätte sein können. Sechs Minuten zuvor hatte Merzhausen den Gegentreffer aus der ersten Halbzeit ausgeglichen. Aber auch in Unterzahl hielt der TuS das 1:1.

Im ersten Durchgang waren die Hausherren klar spielbestimmend gewesen. „Wir hätten zur Pause Minimum mit zwei Toren führen müssen“, urteilte DJK-Trainer Stephan Bodenröder. Doch er und sein Kollege Jürgen Bornschein mussten sich mit dem 1:0 von Yassin Belfkih (24.) zufrieden geben. Nach einem Pass in die Tiefe war der DJK-Angreifer plötzlich frei vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht und ließ mittels eiskaltem Abschluss Keeper Tom-Luca Meiller keine Chance. „Den letzten Willen, noch einen weiteren Ball über die Linie zu bringen, haben wir erneut vermissen lassen“, ärgerte sich Bodenröder.

Slobodan Turjacanin war dagegen ob der blutleeren Darbietung seiner Elf im ersten Durchgang ernüchtert. „Da waren wir zu leger, zu locker“, kritisierte er. Alles andere als locker präsentierte sich in der 58. Minute allerdings Kyle Howie. Der Neuzugang der SGK Bad Homburg trieb den Ball nach einer geklärten Ecke des Gastgebers an der linken Außenbahn fast über die gesamte Länge des Feldes. Im letzten Drittel zog er nach innen, legte stark auf Patrick Berschick ab und dieser traf im Nachsetzen zum 1:1.

In der Folge hatte Merzhausen die Oberhand, doch der Feldverweis von Moses machte das Momentum zunichte. Kurioserweise lief es wieder besser, als Turjacanin in der 76. Minute auf „Vier-Vier“ umstellen musste: Younes Idrissi fuhr mit vollem Tempo Ibrahim El Ouahiani seitlich in die Parade. Schiedsrichter Erik Vardanjan sprach eine harte, aber gerade so noch vertretbare Rote Karte aus.

„Was die Jungs dann bei den Temperaturen und mit nur neun Mann gelaufen sind, das war sagenhaft“, lobte Turjacanin. Gerade Berschick, der als hängende Spitze begonnen hatte, überzeugte in der Schlussphase plötzlich als Abräumer in der Zentrale. Von der DJK kam trotz der Überzahl nicht mehr viel Konstruktives.

Dafür hätten die Gäste aus dem Usinger Stadtteil fast noch nach einem direkten Freistoß von Iulian Ivan den Siegtreffer erzielt (90.). Doch Torhüter Kai Klug konnte zur Ecke abwehren. Am Ende ging das Remis in Ordnung.

DJK: Klug – Talhaoui (19. Schaidreiter), Mark Hohmann, Ochmann, Wolf – Stoss, Augustincic, Fliess, Santos (65. El Ouahiani) – Belfkih, Stein. – TuS: Meiller – Maric (16. Moses), Idrissi, Hickl, Paci – Kai Hohmann, Castellino, Baltaci, Howie (77. Djamshedzad) – Berschick, Demasi (6. Ivan). – Tore: 1:0 Belfkih (24.), 1:1 Berschick (59.).

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