+
Torschütze zum 2:2 in der Nachspielzeit: Mirko Dimter.

Fußball-Hessenliga

Mirko Dimter rettet Hadamar das Remis

Die Saison der Fußball-Hessenliga ist Geschichte. Der SV Rot-Weiß Hadamar kam beim abgestiegenen Schlusslicht, FC Ederbergland, nur zu einem Unentschieden. Erst in der Nachspielzeit war Mirko Dimter der Ausgleich gelungen.

VON PATRICK JAHN

FC Ederbergland – SV Rot-Weiß Hadamar 2:2 (1:1). Die Ausrichtung der Gastgeber – auch bedingt durch ihren Tabellenstand – war offenkundig: Extrem tief stehend lauerte Ederbergland auf Ballgewinne und versuchte, schnell umzuschalten. Hadamar tat sich mit der defensiven Ausrichtung sichtlich schwer. Zu wenig Tempo in den Aktionen war die Folge. Und auch die gefürchteten Angriffe über die Außenbahnen kamen zu selten zum Tragen. Dennoch war es Rot-Weiß, das die Chancen verbuchte. Zweimal kam Jann Bangert aussichtsreich zum Abschluss, doch beide Versuche entschärfte FCE-Keeper Philipp Hartmann (8., 13.). Ederberglands erste nennenswerte Gelegenheit bedeutete dann gleich den Führungstreffer: Robin Wissemann verwandelte einen Freistoß aus knapp 20 Metern und zentraler Position zum 1:0 (21.) – Torwart Leon Hasselbach, der Christopher Strauch vertrat, war machtlos. 

Hatte Jann Bangert unmittelbar danach den Ausgleich noch verpasst (22.), so war es Kapitän Jonas Herdering, der sich nach Zuspiel von Marius Löbig im Strafraum durchsetzte und zum 1:1 abschloss (25.). Auch danach hatte Hadamar deutlich mehr Ballbesitz und auch die besseren Torgelegenheiten. Jerome Zey zielte daneben (28.), Mirko Dimter köpfte nach Jonas-Herdering-Ecke vorbei (31.), und Yuki Noguchis Heber landete knapp über dem anvisierten Ziel (34.). Glück hatte Rot-Weiß, als Schiedsrichter Johannes Frohnapfel ein vermeintliches Foulspiel von Matthias Neugebauer an Robin Wissemann im Strafraum nicht ahndete (35.). Kurz danach verpassten Daniel Gora und Ingo Miß die erneute Führung der Hausherren (36., 44.). 

Waren Torchancen im ersten Durchgang noch en Masse vorhanden, so verflachte die Partie nach der Pause. Einzig der eingewechselte Niklas Kern hätte treffen können, doch nach Vorlage von Marius Löbig zielte der Stürmer zu hoch (60.). Hadamar wirkte weiterhin behäbig, hätte aber dennoch durch Jann Bangert und Jonas Herdering auf 1:2 stellen können (62., 66.). Das Tor fiel zum Leidwesen des SVH dann auf der anderen Seite: Ederbergland konterte nach einem erneuten Ballverlust, und Manuel Todt vollstreckte eine Hereingabe aus kurzer Distanz zum 2:1 (75.). Die Fürstenstädter stellten auf Dreierkette um und öffneten ihre Pforten. Der FCE hatte gleich dreimal die Möglichkeit, den Sack zuzumachen, doch selbst eine Sechs-gegen-Zwei-Situation landete in den Füßen von Neugebauer und Kollegen. Da brauchten sich die Einheimischen nicht wundern, dass Mirko Dimter nach Flanke von Jonas Herdering in der Nachspielzeit noch das 2:2 köpfte (90.+3). 

Ederbergland: Hartmann, Dreher, Mohr (70. Kovacevic), Möllmann (65. Kamm), Miß, Gora, Hidic (55. Todt), Dienst, Wissemann, Runzheimer, Guntermann – Hadamar: Hasselbach, Dimter, Mar. Neugebauer, Zey, Böttler (86. Winter), Noguchi (57. Kern), Löbig, Kröner, Herdering, Bangert, Mat. Neugebauer (46. Pandov) – SR: Frohnapfel (Welkers) – Tore: 1:0 Robin Wissemann (21.), 1:1 Jonas Herdering (25.), 2:1 Manuel Todt (75.), 2:2 Mirko Dimter (90.+3) – Zuschauer: 80.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare