Mission „Go for Gold“

Mit dem Kirberger Daniel Deußer lebt ein weiterer Sportler aus dem NNP-Land seinen Traum von Olympia in Rio de Janeiro.

Es ist das Erlebnis, von dem jeder Sportler träumt: Teilnehmer an Olympischen Spielen zu sein. Vom 5. bis 21. August ist es wieder so weit. „Viva sua Paixão“ – „lebe deine Leidenschaft“, so das Motto des weltweit größten sportlichen Events. Und es ist eine große Freude, dass ein weiterer Sportler in Rio de Janeiro aus dem NNP-Land kommt: der Springreiter Daniel Deußer.

Schaut man sich den Mann genauer an, so sieht man, dass Daniel Deußer den Leitgedanken der Olympischen Spiele schon seit frühester Kindheit verwirklicht hat. Der 34-Jährige stammt aus einer Reiterfamilie: Der Name Deußer ist in Limburg und Umgebung bekannt, denn sowohl seine Cousine Nadine als auch sein Onkel Helge sind nach wie vor im regionalen Reitsport sehr erfolgreich. Ihr Stall in Kirberg und ist auch der Ursprung der sportlichen Karriere von Daniel Deußer. Bereits mit zwei Jahren hat er seine ersten Reitversuche gestartet. Spätestens mit 15 jedoch, als er seinen ersten Sieg in der schweren Klasse in der Tasche hatte, war klar: Reiten ist für ihn mehr als nur ein Sport. Es ist seine Leidenschaft und sein Leben.

Daniel Deußer begann seine Ausbildung zum Pferdewirt und wurde schon mit 20 Jahren in den internationalen Profisport aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt bekam er von Weltmeister Franke Sloothaak die Anfrage, bei ihm im Stall als Bereiter tätig zu werden. Seit 2012 ist er nun bei Stephex Stables im belgischen Wolvertem angestellt. Seitdem feiert Daniel Deußer einen Erfolg nach dem anderen. 2013 wurde er Deutscher Meister mit dem Pferd Cornet d’Amour.

Im selben Jahr holte er mit der deutschen Mannschaft und diesem Pferd die Silbermedaille bei den Europameisterschaften. 2014 gewann er zudem das Weltcupfinale in Lyon. Im April 2015 übernahm Daniel Deußer die Spitze der Weltrangliste im Springreiten, und letztlich wurde seine Tochter geboren; die Mama ist Deußers Lebensgefährtin Caroline Wauters.

Die großartigen Triumphe zeigen, dass Daniel Deußer die letzten Jahre auf dieses sportliche Event hingearbeitet und es sich wirklich verdient hat, von Otto Becker, dem Bundestrainer des deutschen Springkaders, für die Olympischen Spiele nominiert zu werden. Es sei an dieser Stelle aber noch ein Erfolg besonders hervorzuheben: Die Deutsche Meisterschaft 2014 mit dem Pferd „First Class van Eeckelghem“. Dieses Pferd wird Daniel Deußer auch nach Rio begleiten. Der elfjährige Fuchswallach von Balou du Rouet ist seit 2013 sein Begleiter und ein echtes Charakterpferd. Viele Lieblingsstücke wird Daniel Deußer aus dem heimischen Stall mitnehmen, damit „First Class“ sich auch in Rio wohlfühlt.

Was auf keinen Fall fehlen darf, so berichtet sein Pfleger, sind unter anderem sein Leckerli-Ball, natürlich gefüllt mit seiner Lieblingssorte, seine Kuscheltiergiraffe und eine spezielle Boxenfront, so dass er immer in den Stall schauen und alles im Blick haben kann.

Man sieht, es ist ein wirklich einzigartiges Team, das den deutschen Reitsport in Rio vertreten wird. Mit einem Reiter, der nie den Bezug zur Heimat verloren hat. Für Daniel Deußer waren der größte Einfluss während seiner gesamten Karriere seine Eltern. Diese sind natürlich von Stolz erfüllt und drücken ihm, wie auch der Reitverein Kirberg, ganz fest die Daumen und erinnern ihn an sein eigenes Motto: „Gib niemals auf“. Der gesamte Reit- und Fahrverein Kirberg fiebert mit Daniel Deußer und seinem „First Class“ und wünscht den beiden, dass der Traum von einer olympischen Medaille erfüllt wird, ganz gleich ob in der Mannschaft oder in der Einzeldisziplin.

Neben Daniel Deußer und First Class van Eeckelghem gehören noch Ludger Beerbaum mit „Casello“, Marcus Ehning mit „Cornado NRW“ und Christian Ahlmann mit „Taloubet Z“ zur deutschen Equipe. Die Springprüfungen der Olympischen Spiele starten übrigens einen Tag nach Daniel Deußers Geburtstag (13. August). Folgende Termine sind vorgesehen: Sonntag, 14. August, ab 15 Uhr; Dienstag, 16. August, ab 15 Uhr; Mittwoch, 17. August, ab 15 Uhr; Finale am Freitag, 19. August, ab 15 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare