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Mit einem Schuss Lockerheit

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Von: Harald Joisten

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Kommt nach langer Verletzungspause immer besser in Schwung: Torjäger Turgay Akbulut. FOTO: Lorenz
Kommt nach langer Verletzungspause immer besser in Schwung: Torjäger Turgay Akbulut. © Marcel Lorenz

Eddersheim startet mit Heimspiel gegen Neuhof in Aufstiegsrunde

Eddersheim -Erwartungsdruck? "Nein, verspüre ich nicht", sagt Trainer Christian Lüllig mit entspannter Stimme. Er hat mit seinem FC Eddersheim schon jetzt das wichtigste Saisonziel erreicht, obwohl die Saison in der Fußball-Hessenliga noch nicht gar beendet ist und nun die spannende Endphase gerade erst einbiegt: "Unser primäres Saisonziel war es, uns für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren und dadurch den Klassenerhalt zu schaffen", betont Lüllig. Und weil das mit Tabellenplatz zwei in der Hauptrunden-Gruppe B mit Bravour gelang, ist nun der ganz große Erfolgsdruck weg. "Wir können jetzt mit einem Schuss Lockerheit in die Aufstiegsrunde gehen. Wenn überhaupt gibt es einen positiven Druck. Das sage ich der Mannschaft auch ganz bewusst."

Neuer Modus sorgt für mehr Spannung

Die nackten Zahlen könnten in Eddersheim eigentlich dazu führen, dass das Saisonziel überdacht und in die Höhe geschraubt wird. In der Aufstiegstabelle, die sich aus Punkten aus der Hauptrunde zusammen setzt, belegt Lülligs Team Rang zwei - dieser Platz würde am Ende in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest führen. Doch in den noch ausstehenden zehn Spielen kann viel passieren. Lüllig erwartet "ein enges Rennen. Es sind im Endeffekt zehn Endspiele. Man kann sich keine Ausrutscher erlauben."

Die Favoriten sind für ihn vor dem Auftakt am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Neuhof andere: Tabellenführer Eintracht Stadtallendorf (17 Punkte) und die SG Barockstadt Fulda (13), die punktgleich hinter Eddersheim auf Platz drei liegt. "Hessen Dreieich zähle ich auch dazu", sagt Lüllig über das Team, das wegen des kommenden Einstiegs von Eintracht Frankfurt U 23 zur neuen Saison seinen Rückzug angekündigt hat. "Es kann aber auch eine Überraschungsmannschaft auf einem der ersten zwei Plätzen landen. Zu diesen Teams zählen wir uns auch dazu", betont Lüllig.

Nach der langen Winterpause mit sechswöchiger Vorbereitungsphase ist die Vorfreude auf das Saisonfinale groß. Zumal der neue Modus mit Auf- und Abstiegsrunde für Hochspannung bis zum Saisonende sorgen dürfte. "Die Spannung war selten größer. Dazu trägt der Modus bei", meint auch Trainer Lüllig.

Die Testspiele verliefen mit Höhen und Tiefen. Sein Team war durch Erkrankungen und Verletzungen oft dezimiert. Nun entspannt sich die Personalsituation.

Matondo, Hilser und Akbulut sind zurück

Luki Matondo ist zurück, Patrick Hilser ebenso. Auch Torjäger Turgay Akbulut, in der Hauptrunde lange Zeit verletzt ausgefallen, kommt nun immer besser in Schwung. "Ihm hat die Vorbereitung gut getan", meint der Coach über Akbulut. Nils Kohlbacher wird hingegen am Sonntag fehlen, weil er am vergangenen Wochenende bei seinem Einsatz in der zweiten Mannschaft der Eddersheimer die Rote Karte sah und nun gesperrt ist.

"Ich sehe uns gewappnet für das erste Spiel", betont Christian Lüllig. Sein Team trifft auf einen Gegner, der im Grunde noch weniger Erfolgsdruck verspüren dürfte. Neuhof hat sich mit einem Endspurt erst am letzten Spieltag der Hauptrunde für die Aufstiegsrunde qualifiziert. "Sie standen bis zum vorletzten Spieltag nie unter den ersten fünf Teams", erinnert sich Lüllig. Daher liegt Neuhof nun mit lediglich sieben Punkten auf dem letzten Tabellenplatz (10.) der Aufstiegsrunde und dürfte kaum große Ambitionen hegen. "Neuhof wird eine hohe Hürde für uns sein", warnt Lüllig. "Und ein bisschen eine Wundertüte. Denn es gab dort im Winter einige Veränderungen im Kader. Sie haben zwei Leistungsträger an Barockstadt abgegeben und internationale Spieler aus Südamerika und dem Balkan-Raum verpflichtet." Der Coach erwartet einen Gegner, der mit hoher Aggressivität zu Werke geht, hohe Robustheit und körperliche Größe aufweist. "Die Standards werden eine Rolle spielen. Neuhof versucht aber auch, Fußball zu spielen. Wir können ein attraktives Heimspiel erwarten." Mit einem Schuss Lockerheit. Harald Joisten

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