Mehmet Cetin ist wieder als Trainer eingestiegen - beim 1. FC Oberursel.
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Mehmet Cetin ist wieder als Trainer eingestiegen - beim 1. FC Oberursel.

Fußball, Kreisliga A Hochtaunus

Mit Mehmet Cetin soll es beim 1. FC Oberursel aufwärts gehen

  • VonGerhard Strohmann
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Einst war der FC 04 sogar Hessenpokalsieger. Jetzt stellt sich der A-Ligist aus Oberursel personell neu auf.

Oberursel -Es herrscht Aufbruchstimmung auf der Sportanlage Stierstädter Heide. Eine von mehreren Baustellen beim 1. FC 04 Oberursel ist der Neubau des Kabinentraktes, der bis zum Herbst bezugsfertig werden soll. Die zweite Baustelle ist der Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft, mit der mehr herausspringen soll als der elfte Tabellenplatz in der abgebrochenen A-Liga-Runde 2020/21. Die wichtigste Personalie ist die Verpflichtung von Mehmet Cetin, der als erfahrener Trainer nun den Grundstein legen soll, um wieder erfolgreicher Fußball spielen zu können.

Für Cetin ist die Übungsleitertätigkeit eine Herzensangelegenheit. Seine erste Trainer-Station beim FC Reifenberg und seine über einige Jahre erfolgreiche Arbeit beim Stadtrivalen SC Eintracht Oberursel hatte der 44-Jährige ebenfalls in der A-Liga begonnen. Im Sommer vergangenen Jahres legte er schließlich eine Pause ein. "Durch meine starke berufliche Belastung und als Vater von zwei Kindern im Alter von sechs und drei Jahren wollte ich eigentlich keinen Trainerjob mehr annehmen", erzählt Cetin, "aber nach einem Telefonat mit Andy Homm habe ich dann doch zugesagt."

Für Mehmet Cetin schließt sich ein Kreis

Zugesagt auch deshalb, weil ihm langjährige FCler wie eben jener Andy Homm, aber auch René Gehringer, Götz Remy und Ralph Kister ihre volle Unterstützung zugesagt haben, um den Oberurseler Traditionsverein wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

"Der FC 04 ist für mich immer ein ganz besonderer Verein gewesen", erinnert sich Cetin gerne an die Zeit, als er vor 25 Jahren aus der von Thomas Pfettscher trainierten A-Jugend der Young Boys Oberursel zu den Senioren aufrückte und vier Jahre lang das Trikot des Clubs trug. Aus dem Mitkicken bei den Alten Herren, bei denen sich Cetin fit gehalten hat, ist nun seine dritte Trainer-Station geworden.

Die ersten Einheiten auf der Stierstädter Heide sind nach dem behördlich erlaubten Re-Start inzwischen über die Bühne gegangen. Die 28 Spieler, die sich zuletzt auf der Sportanlage am Ortsausgang von Oberursel getummelt haben, bilden eine solide Grundlage dafür, dass in der Saison 2021/22 neben einer Mannschaft in der Kreisliga A noch eine Reserve in der Kreisliga C gemeldet werden kann.

"Spannende Herausforderung - kein Selbstläufer"

Obwohl neben dem vorherigen Trainer Theodoros Vassiliou auch etliche Spieler den Verein verlassen und beim FC für einen Aderlass gesorgt haben, sind die Verantwortlichen guter Dinge, dass es nach der Corona-Pandemie mit dem Traditionsclub wieder aufwärts geht. "Meine Trainertätigkeit ist eine spannende Herausforderung" freut sich Cetin. Die Aufgabe in der A-Liga werde jedoch kein Selbstläufer.

Aus Oberstedten, seinem Wohnort, hat er es nicht weit zum Training. In den nächsten Wochen soll er jeweils dienstags und donnerstags um 19.30 Uhr auf der Stierstädter Heide eine schlagkräftige Truppe formen, mit der mittelfristig an die glanzvollen Zeiten des Clubs angeknüpft werden könnte.

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte liegt allerdings schon lange zurück: Vor bald 70 Jahren hat der FC den Hessenpokal gewonnen: Am 10. August 1952 setzten sich die Oberurseler im Endspiel in Friedberg vor 4000 Zuschauern gegen die SG Gelnhausen mit 3:1 nach Verlängerung durch.

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