Ist nicht nur Kapitänin neben Franziska Feick, sondern auch eine Spielerin, die ihre Eddersheimer Teamkolleginnen mit ihrer Körpersprache anspornt: Julia Krämer. FOTO: marcel lorenz
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Ist nicht nur Kapitänin neben Franziska Feick, sondern auch eine Spielerin, die ihre Eddersheimer Teamkolleginnen mit ihrer Körpersprache anspornt: Julia Krämer.

Handball, 3. Liga Damen TSG Eddersheim

Mit mehr Leichtigkeit zum nächsten Heimsieg

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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Julia Krämer fühlt sich mit ihrer Mannschaft als Zweiter sehr wohl

Eddersheim -Am Sonntag (15 Uhr) steht für die Handballerinnen der TSG Eddersheim das vierte Hessen-Derby in der Staffel D der 3. Liga an. Da erwarten sie die HSG Nieder-Roden und dürfen endlich mal in eigener Halle gegen diesen Gegner spielen. In den vergangenen zwei Spielzeiten haben sie nur dort antreten können, die Heimspiele hat die Corona-Pandemie verhindert.

Trainer Tobias Fischer wird dabei weiter auf Lena Petry sowie auf Clara Wimmer verzichten, die sich in Kleenheim am Knie verletzt hat. Ansonsten hat er seinen kompletten Kader zusammen, wobei Anna Gempp zwischen dem Rückraum und der Kreisläufer-Position pendeln wird. "Das haben wir im Training schon gemacht", erklärte der Eddersheimer Trainer. Für ihn ist die Ausgangslage klar: "Nieder-Roden hat mit 8:8 Punkten eine solide Runde gespielt, wir haben 14:2 Punkte, sind Favorit und spielen in der eigenen Halle. Wir haben gezeigt, dass wir Handball spielen können und wollen es auch wieder tun. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie aufhören soll, verkrampft zu sein. Uns ist die Leichtigkeit verlorengegangen." Sein Wunsch ist, dass seine Spielerinnen wieder befreit aufspielen und somit Druck auf den Gegner ausüben können. Fakt ist nämlich, dass die HSG Nieder-Roden viele Spielerinnen mit Drittliga-Niveau in ihren Reihen hat, so wie Andrea Mertens im linken Rückraum. "Wenn wir eine ähnliche Leistung wie zuletzt in Kleenheim bringen, wird es schwer. Gegen einen großen Teil der Gegner entscheiden wir mit unserer Leistung, wie es ausgeht. Wir müssen uns jedes Spiel erarbeiten", macht Fischer deutlich und fordert: "Wir brauchen die innere Bereitschaft, die Verkrampfung abzulegen, und wollen mehr zeigen. Wir müssen uns steigern, sonst wird so ein Gegner wie Nieder-Roden brandgefährlich."

Vertrauen kann er am Sonntag wieder auf den Einsatz von Julia Krämer. "Sie kam in der B-Jugend als Rückraumspielerin aus Nied zu uns", erinnert sich der Trainer, "ich habe sie dann zu einer Außenspielerin umfunktioniert, als sie zu den Damen kam. Mit Einsatz, Engagement und Trainingsfleiß hat sie sich ihr Potenzial erarbeitet und alle Erfolge in den vergangenen Jahren mitgenommen. Zudem ist sie mit Franziska Feick unsere Kapitänin, ist ein Motivator im Team und ein Team-Player mit positiver Ausstrahlung". Der Trainer kommt mit der 27-Jährigen sehr gut aus, sieht in ihr eine ehrliche Arbeiterin und ein sehr zuverlässiger Mensch. Im Training fehle keine Spielerin so wenig wie sie. "Sie hat nur einen Makel", frozzelt Tobias Fischer, "sie ist Eintracht-Fan, so richtig im Fan-Club. Aber irgendeinen Makel haben wir ja alle".

Julia Krämer freut sich bisher über eine gute Saison: "Wir sind Zweiter und haben ein Spiel unglücklich verloren. Sicherlich war es nicht so richtig gut. Wir wissen, dass wir es besser können. Da waren viele Höhen und Tiefen drin, aber trotzdem gewinnen wir Spiele wie gegen Gedern und in Kleenheim relativ sicher." Auch sie würde sich wünschen, konstanter zu spielen. Nach zuletzt zwei Siegen gegen hessische Vertreter, die unten in der Tabelle stehen, kommt mit Nieder-Roden ein Gegner, der im Soll ist: "Wir haben bisher alle Heimspiele gewonnen. So haben wir gegen Lumdatal 40 Tore geworfen. Das hat noch keiner in dieser Runde geschafft. Und auch gegen Nieder-Roden muss ein Sieg unser Ziel sein.

Sie möchte mit ihrer Mannschaft auf den ersten Plätzen bleiben: "Wo wir jetzt sind, gefällt es uns gut. Wir wissen aber, dass wir hart dafür arbeiten müssen und trainieren hart, um dort zu stehen." Und so können die Eddersheimerinnen vielleicht auch endlich mal das erste Heimspiel gegen Nieder-Roden gewinnen. vho

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