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Fußball-Hessenliga

Möglicherweise sechs Absteiger

Am ersten Wochenende im September soll die neue Runde der Fußball-Hessenliga starten. Auf die 20 Mannschaften wartet eine außergewöhnliche Saison – und das nicht nur, weil die Corona-Pandemie samt ihres vom Hessischen Fußball-Verband (HFV) ausgetüftelten Hygienekonzepts derzeit viele Fragen aufwirft. In der Liga spielen mit dem SV Rot-Weiß Hadamar und dem TuS Dietkirchen auch zwei Teams aus dem NNP-Land.

Sicher ist eines: Es wird bei einem erneuten Abbruch der Saison in der Fußball-Hessenliga und einer präferierten Wertung nach Quotienten-Regelung (Voraussetzung: mindestens die Hälfte der Runde wurde regulär absolviert) im Gegensatz zur vorzeitig beendeten Saison 2019/20 auch Absteiger geben.

Die Zahl der Vereine, die am Ende in die Verbandsliga müssen, wird unabhängig von Corona wohl hoch sein. Im schlimmsten Fall, so skizzierten es Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg) und der neue Klassenleiter Matthias Bausch (Waldbrunn)  während der Vorrundenbesprechung in Grünberg, werde es sechs Absteiger geben. Die exakten Bestimmungen für alle hessischen Ligen soll am kommenden Wochenende auf der turnusmäßigen Sitzung des Verbandsspielausschusses festgelegt werden.

„Die Hessenliga droht überzulaufen“, erläuterte Radeck mit Blick auf die Regionalliga Südwest. Dort wird es definitiv sechs Absteiger geben. Insgesamt sieben Teams aus der vierthöchsten Spielklasse gehören dem Hessischen Fußball-Verband an. Während dem TSV Steinbach Haiger und Kickers Offenbach höhere Ambitionen nachgesagt werden, könnte den Aufsteigern Eintracht Stadtallendorf und Hessen Kassel sowie dem FSV Frankfurt, Bayern Alzenau und dem FC Gießen ein knüppelharter Abstiegskampf drohen.

Intensiv diskutiert wurde, wie der Einlass zu regeln ist. Aufgrund der derzeitigen Verordnungen darf die Teilnehmerzahl für ein Fußballspiel nicht mehr als 250 Personen betragen – Spieler, Funktionäre, Schiedsrichter und Zuschauer zusammengerechnet. Frühe Anreisen werden empfohlen, auch könnten Gastvereine die Zahl ihrer Unterstützer vorab dem Heimverein melden. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, erklärte Bausch.

Die Klasse mit den meisten Zuschauern

Hessenligisten könnten sich jedoch auch in Rücksprache mit den örtlichen Behörden die Genehmigung für eine höhere Zahl an Besuchern einholen. „Die Hessenliga ist die HFV-Spielklasse mit den höchsten Zuschauerzahlen“, erläuterte Radeck. In seinem letzten Klassenleiterjahr notierte der Ortenberger bis zum Saisonabbruch immerhin die Gesamtzahl von 71 720 Zuschauern in seiner Statistik. Noch bestünde Hoffnung, dass die aktuelle Zahl von 250 durch weitere Lockerungen angehoben werden könnte. Allerdings nähren die jüngsten Fallzahlen der Pandemie auch generelle Zweifel am für September geplanten Re-Start.

„Es sind noch einige Fragen offen, doch wir haben ja auch noch ein bisschen Zeit“, meinte Bausch. Bis zum turnusmäßigen Verbandstag im November wird Radeck Verbandsfußballwart bleiben und seinem designierten Nachfolger Bausch in dessen erstem Jahr als Hessenliga-Klassenleiter noch unterstützend assistieren beziehungsweise im Bedarfsfall dessen Vertretung übernehmen. Harald Wilke (FV Bad Vilbel) wurde indes einstimmig als Sprecher der Hessenligisten im Amt bestätigt.

Die ersten beiden Spieltage

Samstag, 5. September: KSV Baunatal – SV Steinbach (14.30 Uhr), TuS Dietkirchen – SV Zeilsheim, SC Waldgirmes – Viktoria Griesheim, Hessen Dreieich – Buchonia Flieden, FC Hanau 93 – Türk Gücü Friedberg (alle 15 Uhr), FC Erlensee – FSV Fernwald (17 Uhr). – Sonntag, 6. September: VfB Ginsheim – Rot-Weiß Hadamar, FC Eddersheim – SGB Fulda-Lehnerz, SV Neuhof – FV Bad Vilbel, Hünfelder SV – Rot-Weiß Walldorf (alle 15 Uhr).

Samstag, 12. September: Griesheim – Dietkirchen, Hadamar – FC Erlensee, Fernwald – Hanau, Steinbach – Dreieich, Bad Vilbel – Baunatal, Flieden – Eddersheim, Fulda-Lehnerz – Waldgirmes (alle 15 Uhr). – Sonntag, 13. September: Walldorf – Neuhof, Friedberg – Hünfeld, Zeilsheim– Ginsheim (alle 15 Uhr).   Frank Schneider

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