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Das Skyliners Dance-Team mit Monique Stankiewcz (vordere Reihe, 2. von rechts)

Skyliners Dance-Team

Monique tanzt ihren Traum

Wenn ich mich kurz vorstellen darf: Ich heiße Monique, bin 20 Jahre alt, wohne in Steinbach und erzähle euch meine etwas verrückte Geschichte, wie ich zum Fraport-Skyliners-Dance-Team kam.

Den 26. Dezember 2018 werde ich nie vergessen. Als ich auf dem Parkett der Fraport Arena tanzte, erlebte ich eine Mischung aus Freude, Aufregung, Müdigkeit und Überwältigung. Ich spürte das Adrenalin im ganzen Körper. Ich habe meine ersten 50 Sekunden im Dance-Team der Fraport Skyliners getanzt und bin dafür mit dem Auto 800 Kilometer gefahren. In keiner Sekunde bereute ich das. Ich hatte damit begonnen, meinen Traum zu leben.

Rückblick ins Jahr 2011: Schon als kleines Mädchen bin ich zu den Spielen der Frankfurter Basketballer gegangen. Im sechsten Schuljahr hatte ein Lehrer Tickets für ein Spiel der Skyliners verteilt. Ich war total begeistert von den Tänzerinnen an der Sideline (zu Deutsch: Außenlinie) und auf dem Feld. Ich wollte auch gleich dazugehören. Im März vergangenen Jahres beim Spiel gegen die Gotha Rockets wurde ich dann von einem Mädchen angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, am Casting teilzunehmen, um eine von den Cheerleadern zu werden. Lange überlegt habe ich nicht und mich direkt bei der Trainerin Sandra Savio gemeldet.

Der Trainingsstart

Mein erstes Training war in der Basketball City Mainhattan im Nordwestzentrum. Zu Zumba-Rhythmen haben wir uns aufgewärmt und dann gleich einen Tanz einstudiert. Bis zu zehn lernen wir vor der Saison. Die Bewegung zur Musik und den Adrenalinschub, den man bekommt, wenn man auf dem Spielfeld steht, war genau das, was ich wollte. Als Mitglied des Dance-Teams trainiere ich seitdem zweimal pro Woche, jeweils zwei bis drei Stunden. Zuerst eine Stunde Aufwärmen und Joggen, weiter geht’s mit dem Muskelaufbau und kleinen Tänzen, die sogenannten Filler, die an der Sideline getanzt werden. Später werden die Tänze einstudiert. Die Mädchen üben nicht nur im Training, sondern auch zu Hause oder im Büro in der Mittagspause.

12 aus 20 schaffen es

Unsere ersten Auftritte sind vor Saisonbeginn bei Veranstaltungen oder Freundschaftsspielen. Bei den Saisonspielen (immer ab 3. Oktober) können dann nicht alle Tänzerinnen an der Sideline stehen. Von knapp 20 dürfen nur zwölf aufs Feld. In jedem Abschlusstraining wird das Können neu bewertet. Die zwölf Besten sind dabei. Ich musste mich in meiner ersten Saison gedulden, weil ich mir einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hatte. Für das Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven am 26. Dezember hat mich meine Trainerin dann erstmals nominiert.

Aus Polen zur Premiere

Weil viele meiner Verwandten in Polen leben, wollte ich Heiligabend bei ihnen feiern, aber auch auf keinen Fall die Chance im Dance-Team verpassen. Ich habe am Ersten Weihnachtsfeiertag noch mit meiner Familie in Niederschlesien bei Kaffee und Kuchen zusammengesessen und mich dann mit meiner Mutter ins Auto gesetzt, um die rund 800 Kilometer nach Hause zu fahren. Als ich am nächsten Tag schließlich um 14.45 Uhr zum Pre-Game – das ist der Tanz direkt vor der Partie – das Spielfeld betrat, war ich aber wohl der glücklichste Mensch auf dieser Erde, denn ein Traum ist für mich in Erfüllung gegangen. Mehr durfte ich an diesem Tag nicht tanzen, das hatte mir meine Trainerin früh mitgeteilt. Das spielte aber keine Rolle. Wichtig war für mich in dem Moment nur, dass ich meine Träume erfüllen kann. Auch wenn’s manchmal anstrengend ist.

Das nächste Casting ist am 30. Juni

Umso mehr freue ich mich, fit und gesund in die neue Saison zu starten. Diesmal hoffentlich ohne Hürden und Hindernisse. Ich bin sehr dankbar, zum Dance-Team gehören zu können. Mal sehen, wer alles zum Casting am 30. Juni erscheint. Ich freue mich darauf, euch zum Training zu sehen.

VON JUNGE-ZEITUNG-AUTORIN MONIQUE STANKIEWICZ

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