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Auch der Münsterer Rückkehrer Tim Kunz hatte gegen Dotzheim seine Probleme.

Handball

Münster fehlt die Konstanz

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Die Handballer der TSG Münster starteten vor knapp 300 Zuschauern mit einer Heimniederlage in die neue Oberliga-Saison.

Die Handballer der TSG Münster starteten vor knapp 300 Zuschauern mit einer Heimniederlage in die neue Oberliga-Saison.

Der Aufsteiger TuS Dotzheim mit seiner starken Besetzung war beim 21:30 (9:15) für die Mannschaft von Trainer Jens Illner einfach zu gut.

Den besseren Start erwischten die Gäste mit dem ehemaligen Münsterer Trainer Hans-Josef Embs, die nach acht Minuten mit 4:1 führten. Das Team hat mit Dominik Seeger, Marc Teuner und Max Schubert Spieler mit Dritt- und Zweitliga-Erfahrung, dazu mit Kenneth Fuhrig einen Kreisläufer, der den Münsterern das Genick brach, wie es Trainer Jens Illner treffend ausdrückte. Bis zum 8:10 in der 22. Minute war die Begegnung aus Münsterer Sicht offen. „Aber schon da war es so, dass wir einen wesentlich größeren Aufwand betreiben mussten, um zu Toren zu kommen“, berichtete Illner, „wir haben teilweise in der Abwehr richtig gut gestanden, aber dennoch kam Dotzheim durch seine Klasseleute zu einfachen Toren aus dem Rückraum“. Er musste in der Schlussphase der ersten Hälfte mit ansehen, wie seine Mannschaft im Angriff total den Faden verlor. „Wir haben einfache Fehler gemacht und hatten auch einige schlechte Abschlüsse. Das hat zu einer Verunsicherung bei uns geführt, die die Dotzheimer sehr schnell ausgenutzt haben“, musste Illner feststellen. So gingen die Gäste mit einer 15:9-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel ging Illner volles Risiko, versuchte es mit einem offensiven Akteur vor der Abwehr und einer Manndeckung. Doch es klappte in den ersten Minuten vorne wie hinten nicht, so dass der Trainer bereits nach drei Minuten beim Stand von 9:18 auf eine 5:1-Deckungsformation umstellte. „Schon in der ersten Halbzeit hatte ich den Eindruck, dass die Dotzheimer mit dieser Deckung ihre Probleme hatten. Und auch in dieser Phase war es so“, erklärte Illner. Seine Mannschaft bewies Moral und kämpfte sich auf 16:21 bis zur Mitte der zweiten Halbzeit wieder heran. Doch es reichte im Angriff nicht: „Wir hatten keine gute Chancenverwertung gegen den starken Torhüter Nicolai Robinson“, erklärte der Münsterer Trainer. Die Folge: Mit fünf Toren in Folge setzten sich die Dotzheimer – nominell ein Aufsteiger mit einem allerdings erheblichen Potenzial – auf 27:17 ab und zerstörten das letzte Fünkchen Hoffnung bei den Gastgebern.

„Ich habe kein Problem damit, gegen diesen starken Gegner zu verlieren. Aber es wäre schön gewesen, wenn wir in dieser stimmungsvollen Atmosphäre länger das Spiel offen gehalten hätten“, erklärte Illner, „sicherlich spielen wir mit einem neu besetzten Rückraum. Zudem habe ich durchgewechselt und alle spielen lassen“.

Münster: Spiranec (1. bis 50.), Rausch (ab 51.); Hranjec 4, Zelser 4/3, Ikenmeyer 3, Katzer, Frieman, Schuster je 2, Schreiber, Dautermann, Jacobi, Gonzalez Borja je 1, Kunz, Molzahn.

(vho)

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