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Er traf acht Mal, konnte die Heimniederlage der Münsterer aber nicht verhindern: Benjamin Dautermann.

Handball-Oberliga

Münster hält nur eine Halbzeit mit

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Die Oberliga-Handballer der TSG Münster bekamen vor allem in der zweiten Halbzeit vom Tabellenführer TSG Bürgel ihre Grenzen aufgezeigt.

Der Münsterer Trainer Jens Illner sah eine sehr gute erste Halbzeit, danach drehte der Tabellenführer die Partie aber souverän und gewann verdient mit 30:23 (11:12).

Dabei deutete sich in der Anfangsphase eine Überraschung an. Die Bürgeler fanden keine Einstellung gegen eine gut agierende Münsterer Abwehr, leisteten sich zahlreiche Fehler im Spielaufbau und ganz schwache Abschlüsse. Nach acht Minuten führte Münster mit 3:0, wobei die Gastgeber sehr präsent wirkten, aber ebenfalls bereits ihre Schwächen im Abschluss hatten. Mit einer starken Leistung erspielten sie sich eine 7:3-Führung nach 15 Minuten gegen immer noch fahrige Gäste, denen in beiden Mannschaftsteilen Konsequenz und Konzentration fehlte. Trainer Andreas Kalman, selbst zu Zweitliga-Zeiten für die TSG Münster aktiv, nahm für die Gäste die Auszeit und stellte seine Mannschaft noch einmal auf die bis dahin überzeugend agierenden Gäste ein. Nun war Bürgel wesentlich präsenter auf dem Feld. In der 24. Minute hatte der Tabellenführer beim 10:10 erstmals ausgeglichen. Dennoch verdiente sich Münster mit leichten Vorteilen die 12:11-Führung zur Pause, doch zeigte sich zu diesem Zeitpunkt, dass ein schweres Stück Arbeit vor den Gastgebern liegen würde.

Der in der ersten Hälfte indisponierte Bürgeler Torjäger Nils Lenort sorgte bereits in der 33. Minute für die erste Führung der Gäste – 14:13. „Da sieht man den Unterschied. Die Mannschaft behält die Ruhe und spielt einfach weiter“, erläutert Trainer Jens Illner, „so weit sind wir noch lange nicht“. Der Tabellenführer hatte sich zum einen auf den Angriff der Münsterer besser eingestellt, ließ den Rückraum nicht mehr zur Entfaltung kommen und knackte nun auch immer mehr die Münsterer Abwehr, die teilweise zu passiv wirkte und ihre Torleute arg im Stich ließ. Münster tat sich vorne schwer, konnte keinen Druck mehr aufbauen und verlor dadurch auch die Gefahr von den Außenpositionen. Dazu unterliefen den Gastgebern viele Fehler im Aufbau oder sie schlossen unvorbereitet ab, so dass Bürgel immer wieder mit Tempogegenstößen zu leichten Toren kam. Spätestens nach dem 4:0-Lauf zum 26:18 war das Spiel entschieden. Die Münsterer schafften es immerhin, das Ergebnis in Grenzen zu halten. „Wir haben das Spiel im Angriff verloren“, resümierte Trainer Jens Illner, „aus dem Rückraum kam viel zu wenig. Da lief gar nichts zusammen. Ich hatte den Eindruck, dass sich außer Klaudio Hranjec da auch niemand gegen die Niederlage gewehrt hat. Und dann sind die Außen auch verloren, gerade auf der linken Seite“.

Münster: Spiranec (1. bis 46., ab 51.), Rausch (46. bis 51.); Dautermann 8, Hranjec 4/1, Schreiber 4/2, Jacobi 3, Zelser, Frieman, Kunz, Schuster je 1, Pröcz-Nagy, Nickel, Gonzalez-Borja, Bröscher.

(vho)

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