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Münster hat nichts zu verlieren

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Von: Volker Hofbur

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Lennart Liebeck (beim Wurf) und seine Teamkollegen von der TSG Münster stehen gegen die Füchse Berlin vor einer noch größeren Herausforderung. FOTO: marcel lorenz
Lennart Liebeck (beim Wurf) und seine Teamkollegen von der TSG Münster stehen gegen die Füchse Berlin vor einer noch größeren Herausforderung. © Marcel Lorenz

Vorfreude auf Spiele gegen Füchse Berlin ist groß

Münster -"Das haben sich die Jungs verdient." Trainer Tim Dautermann freut sich mit den A-Jugendhandballern der TSG Münster auf eine volle Eichendorffhalle, wenn sie am Samstag (19 Uhr) im Achtelfinale der deutschen Meisterschaften gegen die Füchse Berlin das Hinspiel spielen werden. Eine Woche später geht es nach Berlin.

Dass seine Mannschaft nebenbei auf dem kürzesten Weg die Qualifikation für ein weiteres Jahr in der Bundesliga geschafft hat, ist für Dautermann nicht hoch genug zu bewerten. Vor der Saison hatte er eine Mannschaft übernommen, die völlig zusammengewürfelt war und alle Führungsspieler an den Aktivenbereich verloren hatte. Dem Trainer gelang es gemeinsam mit seinem Co-Trainer Etienne Emmert, aus diesen Spielern eine Mannschaft zu formen, die sich während der Vorrunde rund um die Führungsspieler Paul Ohl, Tom Klein und Torhüter Gustav Hein immer besser fand und den Sprung in die Hauptrunde B schaffte. Dort dominierten die Münsterer ihre Gruppe und zogen ins Sechzehntel-Finale um die deutsche Meisterschaft ein, womit die beiden Trainer bei ihrem Amtsantritt nicht im Traum gerechnet hatten. Und dann gelang der Achtelfinal-Einzug mit zwei Siegen gegen den HC Düsseldorf.

"Wir sind über uns hinausgewachsen und ein Team geworden. Jetzt können wir alles genießen, was noch kommt, und uns darauf freuen", gibt Dautermann seinen Spielern vor. Weiterhin macht ihn der Umstand stolz, neben der mJSG Melsungen/Cörle/Guxhagen der einzige hessische Vertreter zu sein, der den Sprung ins Achtelfinale geschafft hat.

Und jetzt kommen die Füchse Berlin. "Die Krönung wäre, wenn Bob Hanning noch mitkommen würde", so der Münsterer Trainer, "die Berliner sind Vorjahresmeister und neben Flensburg, den Rhein-Neckar Löwen und dem SC Magdeburg für mich der große Titelfavorit". Doch zu verschenken haben die Münsterer gegen den Favoriten nichts: "Berlin hat eine Mannschaft von vielen Einzelkönnern. Unser Ziel muss es sein, als Kollektiv dagegen zu halten. Wir müssen dies schaffen, so gut wie es geht."

Der Münsterer Trainer wird in dieser Phase der Saison dosierter trainieren. Spieler wie Paul Ohl oder Tom Klein, die die Doppelbelastung mit ihren Aktiven-Mannschaften aus Holzheim und Dotzheim haben, kämpfen mit Überlastungssymptomen. Nun gilt es für Dautermann, noch an Kleinigkeiten zu arbeiten - und dann entspannt zu schauen, was am Samstag geht. vho

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