Hatte mit elf Treffern großen Anteil am Münsterer Erfolg: Paul Ohl (links). FOTO: marcel Lorenz
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Hatte mit elf Treffern großen Anteil am Münsterer Erfolg: Paul Ohl (links).

HANDBALL-BUNDESLIGA JUGEND

Münster ist nur kurz geschockt

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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Nach Unterbrechung wegen Verletzung von Würz folgt der Sieg

Münster -Der vierte Sieg im vierten Spiel: Auch nach dem 34:31 (15:17)-Erfolg in der Staffel 3 der Bundesliga-Hauptgruppe B gegen TuSEM Essen grüßen die A-Jugendhandballer der TSG Münster von der Tabellenspitze.

"Es ist momentan schön zu sehen, wie es läuft. Die Mannschaft hat sich aus den Spielen zuvor Selbstvertrauen geholt", erklärte Trainer Tim Dautermann, "wir haben einen Lauf und können damit auch einen Spielverlauf drehen, der ganz anders als zuletzt in Hanau war. Die Mannschaft schafft es, zusammenzurücken und Moral zu zeigen". In der ersten Halbzeit hatte der Gastgeber Probleme in der Abwehr, auf die die Essener gut eingestellt waren. "Wir haben nicht den Zugriff bekommen", berichtete der Münsterer Trainer, "die Abwehr gab uns nicht den Halt wie sonst. Wir waren gezwungen, vorne zu treffen, um dranzubleiben". Essen nutzte clever die Probleme in der Münsterer Deckung, die auch immer wieder durch Zeitstrafen geschwächt war. Essen führte verdient zur Pause mit 17:15.

In der zweiten Hälfte agierten die Münsterer mit einer offensiveren Deckung und störten damit erfolgreich den Spielfluss der Gäste, auf deren Auslösehandlungen sie gut eingestellt waren. So drehten die Gastgeber das Spiel zum 23:20 (42.), ehe es für sie einen Schock gab. "Bei einem Zusammenprall mit einem Gegner hat Philip Würz einen Schlag in den Solarplexus bekommen, atmete unkontrolliert und erlitt Krämpfe in der Bauch- und Rückenmuskulatur", berichtete Dautermann, "die Jungs waren geschockt, denn das Spiel war 20 Minuten unterbrochen, bis Philip ins Krankenhaus gebracht worden war". Die gute Nachricht: Er konnte noch am Abend das Krankenhaus verlassen und hat keine Verletzungen davongetragen.

Die Mannschaft steckte diese Unterbrechung gut weg und führte mit 31:27 (56.), ehe die Gäste mit einer doppelten Manndeckung auf 30:31 herankamen. "Dank Simeon Jökel hatten wir die Lösung und das Spiel entschieden", freute sich der Trainer.

Am Sonntag (17 Uhr) geht es zum VfL Gummersbach, neben Münster die einzige ungeschlagene Mannschaft. "Auch dort ist alles möglich, auch da können wir punkten", machte Dautermann deutlich.

Münster: Gustav Hein, Moritz Biener; Paul Ohl 11/1, Tom Klein 7/3, Dominik Winzer Manso, Simeon Jökel je 4, Sören Kilp 3, Julius Hagenah, Rafael Lodders je 2, Niklas Herr 1, Philip Würz, Lennart Liebeck, Albert Kausch, Lars Zelser. vho

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