+
Er schied später verletzt aus: Nach einem starken Spiel mit zehn Treffern musste Marc Zelser nach 45 Minuten wegen einer Ellenbogenverletzung vom Feld.

Handball

Münsters Abwehr schockt den Favoriten

  • schließen

Die Handballer der TSG Münster haben in der Oberliga den bisherigen Tabellenführer MSG Umstadt/Habitzheim sicher mit 26:21 (12:8) bezwungen.

Trainer Jens Illner war angetan von der Leistung seiner Mannschaft. „Wir hatten eine starke Abwehr, die 60 Minuten bombensicher gestanden hat. Zudem waren wir gut auf den Gegner eingestellt und haben dort angefangen, wo wir in Hüttenberg aufgehört hatten“, freute er sich vor allem über ein souveränes und gutes Auftreten auch in den Phasen, wo es noch einmal hätte kippen können.

Bereits zu Beginn überraschten die Münsterer die Gäste, die mit ihrer ansonsten starken 3:2:1-Abwehr nicht zurechtkamen und bereits nach einer Viertelstunde dazu gezwungen waren, sie defensiver zu stellen. „Wir haben sie sehr schnell geknackt. Das hat dem Gegner nicht geschmeckt“, freute sich Illner, „zudem haben wir es geschafft, den starken David Acic komplett aus dem Spiel zu nehmen“. Die Folge daraus war eine 9:4-Führung nach 20 Minuten. „Mit so einer deutlichen Führung habe ich nicht gerechnet“, erklärte der Münsterer Trainer, der sich über eine 12:8-Pausenführung freuen durfte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen die favorisierten Gäste besser auf und schafften bereits in der 38. Minute den Anschlusstreffer zum 13:14. „Wir haben dann aber nicht nachgelassen“, freute sich Illner, „die Mannschaft hatte eine gute Körpersprache, und es hat sich ausgezahlt, dass wir uns vor allem auf den Angriff in der Vorbereitung auf den Gegner fokussiert hatten“. So konnte es die Mannschaft sogar verkraften, dass Marc Zelser mit einer Ellenbogenverletzung ausscheiden musste, da Julian Schuster in ganz wichtigen Momenten immer wieder die Verantwortung übernahm und traf. So ließen die Münsterer den Ausgleich nicht mehr zu und trafen nach dem 21:19 (50.) in den kommenden fünf Minuten drei Mal in Folge. „Als Julian Schuster fünf Minuten vor Schluss zum 24:19 traf, da wusste ich: Jetzt geht nichts mehr nach hinten los“, freute sich Illner, dass seine Mannschaft kleine Schwankungen weggesteckt hatte. So feierten die etwa 250 Zuschauer ihre Mannschaft in den Schlussminuten und nach dem überzeugenden Sieg, der der Mannschaft schon einmal einen kleinen Puffer auf die hintere Region bescherte. Und ganz nebenbei war es der erste Heimsieg zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison. Bei RW Babenhausen kann die Mannschaft vielleicht mit einer solchen Leistung die Gunst der Stunde nutzen und nachlegen.

Ein Tag zuvor gelang es den Münsterern, für einen Neuzugang die Spielberechtigung zu bekommen. Daniel Pocz-Nagy, der aus dem Jugendbereich des Champions-League-Spitzenteams Vezprem kommt und in der Schweiz gespielt hat. Nun gelang es, den Linkshänder für den rechten Rückraum nach Münster zu lotsen.

Münster: Spiranec (1. bis 55.), Rausch (ab 55.); Zelser 10/6, Hranjec, Schuster je 5, Dautermann 3, Ikenmeyer 2, Frieman 1, Schreiber, Kunz, Katzer, Jacobi, Pocz-Nagy, Gonzalez Borja.

(vho)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare