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„Mutter“ aller Derbys: TuS Dietkirchen trifft SV Rot-Weiß Hadamar

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Auch auf diese drei wird es am Samstag auf dem Reckenforst ankommen (von links): Robin Dankof (TuS Dietkirchen), Mirco Paul und Brooklyn Wölfinger (SV Rot-Weiß Hadamar).
Auch auf diese drei wird es am Samstag auf dem Reckenforst ankommen (von links): Robin Dankof (TuS Dietkirchen), Mirco Paul und Brooklyn Wölfinger (SV Rot-Weiß Hadamar). © Patrick Jahn

Nach der englischen Woche in der Fußball-Hessenliga geht es Schlag auf Schlag weiter. Der 3. Spieltag bietet aus Sicht des NNP-Landes den absoluten Knaller, wenn der TuS Dietkirchen am morgigen (Kirmes-)Samstag den SV Rot-Weiß Hadamar zum Derby empfängt. Während die Elf von Trainer Steffen Moritz mit zwei achtbaren Remis in die Runde gestartet ist, reisen die Männer von Stefan Kühne nach dem 2:1-Sieg gegen Waldgirmes mit Rückenwind an.

TuS Dietkirchen – SV Rot-Weiß Hadamar (Samstag, 15 Uhr). Die Gefühlslage in Dietkirchen ist aktuell spürbar gut. Zwar wartet der TuS noch auf den ersten Sieg, ist auf der anderen Seite aber auch noch ungeschlagen. Die zwei Punkteteilungen gegen den KSV Baunatal (2:2) und beim 1. Hanauer FC (1:1) dürfen auf jeden Fall als Erfolg gewertet werden. Im Rückblick auf das Gastspiel beim ältesten Fußball-Club Hessens sagt Steffen Moritz: „Wir haben dort einen Punkt gewonnen, obwohl wir nicht so recht wissen, wo der überhaupt hergekommen ist. Wir hatten Schwierigkeiten – vor allem bei langen Bällen – bei einem guten Gegner, wo sicherlich einige andere Mannschaften verlieren werden. Deswegen müssen wir uns für das 1:1 keinesfalls schämen.“

Vor dem anstehenden Derby gegen die Fürstenstädter kribbelt es beim TuS-Coach: „Egal, wie die Ergebnisse beider Mannschaften bisher waren – Derby ist Derby. Jeder ist hochmotiviert und will das Spiel gewinnen. Ich gehe stark davon aus, dass Aggressivität und Tagesform darüber entscheiden werden, wer letztlich als Sieger vom Platz geht.“ Natürlich kennt Steffen Moritz den Widersacher bestens und weiß, dass Spielertypen wie Jerome Zey oder Marco Koch Schlüssel-Rollen einnehmen und bestmöglich aus dem Spiel genommen werden müssen. Zudem hat der Coach letzte, wichtige Erkenntnisse der Fürstenstädter bei deren 2:1 gegen Waldgirmes (er war als Augenzeuge vor Ort) gewinnen können: „Natürlich sehe ich auch die Probleme, die Hadamar aktuell hat, und sie werden sicherlich auch noch personell nachlegen. All das spielt für mich aber keine Rolle, denn wir wollen dieses Spiel unbedingt für uns entscheiden.“ Damit das gelingt, erwartet Moritz vor allem in der Offensive mehr Wille und Körpersprache als noch in Hanau.

Im Lager der Hadamarer hat sich die Situation nach dem Erfolg vom Mittwoch deutlich beruhigt. Co.-Trainer Ralf Schuchardt wusste das zu bestätigen: „Natürlich war nach dem schwachen Spiel in Erlensee Druck da. Die Jungs haben aber eine Reaktion gezeigt, waren vor allem kämpferisch voll da und haben zudem kräfteaufreibendes Pressing betrieben. Deswegen dürfen wir zufrieden sein. Waldgirmes liegt uns aber auch.“

Chef-Trainer Stefan Kühne, der wieder aus dem Urlaub zurück ist, freut sich, dass er ab sofort wieder bei seiner Mannschaft ist. Dem Ex-Profi ist bewusst, welchen Stellenwert die 90 Minuten auf dem Reckenforst haben: „Wir müssen das Derby wie ein Pokalspiel betrachten. Diese 90 Minuten haben ihre eigenen Gesetze. Dennoch wissen wir, dass dieses Spiel für den Kreis Limburg-Weilburg besonders ist und sicherlich wieder vor einer großen Kulisse stattfinden wird. Darauf freuen wir uns.“ Respekt hat Kühne vor dem TuS dennoch: „Sie haben ein bisschen was verändert und wirken wieder deutlich motivierter. Ihre Offensive ist immer für Tore gut, auch wenn man in dem Moment vielleicht nicht gerade damit rechnet, ein Gegentor fangen zu können. Uns ist bewusst, dass wir in allen Mannschaftsteilen eine absolute Top-Leistung abrufen müssen, um zu gewinnen.“

Weil niemand das Derby verlieren möchte, besteht kein Zweifel daran, dass der „Druck“ auf beiden Seiten gleich groß ist. Vermutlich werden es wieder die berühmten Kleinigkeiten sein, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Beim Blick auf die Bilanz der beiden Kontrahenten seit 2006 stehen insgesamt 13 Siege für die Rot-Weißen, neun Erfolge für die Schwarz-Roten und drei Punkteteilungen zu Buche. Aber vor allem in den letzten Jahren war es den Dietkirchern häufig gelungen – vor allem auf eigenem Platz – den Hadamarern ein „Schnippchen“ zu schlagen. – Redaktionstipp: 2:1.

Samstag:

Viktoria Griesheim - Eintr. Stadtallendorf 15.00

SV Weidenhausen - FC Gießen 15.00

TuS Dietkirchen - SV RW Hadamar 15.00

FSV Fernwald - TSV Steinbach 2 15.00

SC Waldgirmes - Rot-Weiß Walldorf 15.00

FC Hanau 93 - Eintr. Frankfurt 2 15.00

Bayern Alzenau - SV Steinbach 15.00

FC Erlensee - Unter-Flockenbach 16.00

Sonntag:

SV Neuhof - Türk Gü. Friedberg 15.00

FC Eddersheim - KSV Baunatal 15.00

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