1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Nach 30 Minuten rollt der „Eisbären“-Express

Erstellt:

Kommentare

Eisbachtals Takuya Kakui (links) sorgte mit gleich Torbeteiligungen dafür, dass seine Eisbachtaler drei wichtige Punkte aus Elversberg entführten.
Eisbachtals Takuya Kakui (links) sorgte mit gleich Torbeteiligungen dafür, dass seine Eisbachtaler drei wichtige Punkte aus Elversberg entführten. © Andreas Egenolf

Die Eisbachtaler Sportfreunde haben in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar die 0:3-Niederlage im Spitzenspiel der Abstiegsrunde in Pfeddersheim, die Querelen rund um den Völklinger Rückzug und einen drohenden Sechs-Punkte-Abzug bestens weggesteckt: Die Westerwälder gewannen beim direkten Konkurrenten SV Elversberg 2 mit 4:1 (1:1) und halten die Saarländer in der Tabelle auf Abstand.

Dabei hatten die „Eisbären“ zunächst einen frühen Rückstand zu verkraften: Aus dem Nichts heraus überlupfte (8.) Batikan Sonsuz nach einem Missverständnis der Elversberger Hintermannschaft von der Strafraumgrenze aus den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Schlussmann Niklas Kremer zum 1:0. Die Westerwälder ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und übernahmen die komplette Kontrolle auf dem Feld. Der Lohn: Max Hannappel verwertete eine Hereingabe von Marc Tautz, die Takuya Kakui auf den Handwerksmeister per Doppelpass ablegte, mit einem Schuss ins lange Eck (39.).

In Halbzeit zwei setzte sich das einzige Problem, das die Eisbären schon im ersten Abschnitt begleitete, fort: Die Westerwälder ließen zu viele gute Torchancen liegen. Ein halbes Dutzend waren es über die gesamte Spielzeit. Nichtsdestotrotz legte die Reifenscheidt-Elf noch drei Treffer nach, um die drei Punkte aus dem Saarland zu entführen. Takuya Kakui legte zunächst von der Grundlinie auf Jonah Arnolds ab, der aus zwölf Metern aus der Drehung abzog und SVE-Torwart Jonas Lucchi keine Chance ließ (68.). Die endgültige Entscheidung fiel kurz vor Schluss: Aus rund 18 Metern zwischen Strafraumgrenze und Eckfahne setzte Lukas Tuchscherer den Ball zunächst sehenswert mit Wucht und Schnitt ins lange Eck per Freistoß (84.), ehe Luis Hesse vier Minuten vor dem Ende, nachdem zum dritten Mal an diesem Tage Takuya Kakui aufgelegt hatte, trocken zum 4:1 einschob. Die Regionalliga-Reserve, die ohne Verstärkung aus der 1. Mannschaft auskam, blieb über 90 Minuten lange Zeit blass. In Abschnitt zwei brachten die Saarländer lediglich gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff die Eisbachtaler ein Stück weit in Verlegenheit, ohne dabei aber eine nennenswerte Torannäherung zu erzielen.

„Das war ein Willenssieg und für die Tabelle immens wichtig. Es war nicht alles Gold, was glänzt. Aber Fakt ist, dass die Motivation und die Mentalität da waren und wir so die Partie gedreht haben“, fand Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt. Einziger Wermutstropfen: Sowohl Julius Duchscherer (Knöchelverletzung) und Max Hannappel (muskuläre Probleme) mussten verletzt raus. ANDREAS EGENOLF

Elversberg: Lucchi – Floegel, Frank, Fischer, Doll – Spengler (85. Eckstein), Boghossian (71. Pfeffler) – Schnell, Dahl, Sonsuz (46. Marchetti) – Lauer (71. Bayer) – Eisbachtal: Kremer – Wieland-Omotezako, Heene, Kleinmann – Tautz, Olbrich, Hesse, Tuchscherer – Duchscherer (26. Kakui) – Max Hannappel (63. Lauer), Arnolds – SR: Stahl (Zweibrücken) – Zuschauer: 50 – Tore: 1:0 Batikan Sonsuz (8.), 1:1 Max Hannappel (39.), 1:2 Jonah Arnolds (68.), 1:3 Lukas Tuchscherer (84.), 1:4 Luis Hesse (86.).

Auch interessant

Kommentare