1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Nachsitzen gegen Falken, Dämpfer gegen Eislöwen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Löffler

Kommentare

Die direkte DEL 2-Konkurrenz gab sich gegen Bad Nauheims Kufenflitzer ein Stelldichein – mit unterschiedlichem Erfolg.

Erwischt! Nach vier Siegen in Folge haben die Roten Teufel Bad Nauheim erstmals verloren – auf eigenem Eis gegen den DEL 2-Konkurrenten Dresdner Eislöwen mit 3:4. Unglücklich wird Trainer Petri Kujala aber kaum sein: Denn eine Vorbereitung, in der es nur Siege gibt, kann schnell auch mal zu Leichtsinn verführen.

In der letzten Woche vor dem DEL 2-Start (11. September in Crimmitschau) wartet auf die Eishockeyspieler aus der Wetterau nun noch ein echter Prüfstein in doppelter Ausführung: zwei Derbys gegen die Kassel Huskies. Am Freitag geht’s zunächst gen Norden (19.30), am Sonntag treffen sich beide Widersacher um 16 Uhr im Colonel-Knight-Eisstadion wieder. Rico Rossi, der Trainer der Schlittenhunde, beobachtete seinen Gegner übrigens am Sonntag gegen Dresden ganz genau.

Schwer taten sich die ohne den erkrankten Joel Keussen angetretenen Kujala-Schützlinge bereits im ersten Saison-Heimspiel. Gegen die erst durch die Insolvenz der Landshuter nachträglich in der DEL 2 gebliebenen Heilbronner Falken setzten sich die Roten Teufel nach Penaltyschießen mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0/0:0/1:0) durch. Der finnische Keeper Mikko Rämö erhielt eine Pause, Jan Guryca blieb die ersten 30 Minuten auf der Bank. Das Tor hütete erstmals der Düsseldorfer Förderlizenzspieler Felix Bick. Der 22-Jährige machte seine Sache richtig gut.

Noch bevor der Ventilator den Nebel vertreiben konnte, hatten die Gastgeber bereits ihre erste Chance: Nick Dineen traf nach nur 30 Sekunden den Pfosten. Nachdem der US-Amerikaner in den ersten 20 Minuten noch zwei Riesenchancen vergeben hatte, mussten die 1300 Fans bis zum zweiten Drittel auf den Führungstreffer warten.

Dusan Frosch traf schon nach 16 Sekunden. Die Gäste, bei denen der Ex-Nauheimer David Hájek eine starke Partie spielte, antworteten postwendend durch Adam Brace. Danach war die Partie ausgeglichen, Chancen gab es hüben wie drüben, doch beide Torhüter – der inzwischen eingewechselte Guryca ebenso wie sein letztjähriger Backup Domenic Bartels, der jetzt das Tor der Heilbronner hütet – hielten ihren Kasten sauber. Im Penaltyschießen war für die Gäste lediglich ein weiterer Ex-Nauheimer, Stürmer Carsten Gosdeck, erfolgreich, während für die Roten Teufel Dusan Frosch und Andreas Pauli erfolgreich waren.

Spannend lief es auch gegen die Sachsen, die mit Marcel Rosman und dem Ex-Teufel Max Campbell auf zwei wichtige Leistungsträger verzichten mussten. Beide Teams lieferten sich einen heißen Kampf, der den 1265 Zuschauern gefiel. Rämö, der diesmal das gesamte Spiel über zwischen den Pfosten stand, zeigte sich von seiner besten Seite. Diego Hofland, Dineen und Tim May besorgten die Nauheimer Treffer. Die Entscheidung fiel 58 Sekunden vor der Schlusssirene: Patrick Baum, zuvor schon ein Mal erfolgreich, markierte nach toller Vorarbeit von Harrison Reed mit einer Direktabnahme das 3:4.

(löf)

Auch interessant

Kommentare