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Rot-Weiss-Akteur Zamir Daudi (rechts) beteuert seine Unschuld, der Schiedsrichter in Dortelweil sah es anders. Jetzt wird das Sportgericht sich mit der Wahrheitsfindung befassen.

Fußball

Rot-Weiss-Partie in Dortelweil wird kurz vor der Pause abgebrochen

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Zwei Wochen vor der Saisonfortsetzung wurde auch bei den Mannschaften aus der Verbandsliga Süd eifrig getestet.

Negativer Höhepunkt des Wochenendes war der Spielabbruch bei der Partie von Rot-Weiss Frankfurt beim klassentieferen Fußball-Gruppenligisten SC Dortelweil.

Der Schiedsrichter soll berichtet haben, er sei nach einer Gelb-Roten Karte gegen einen Spieler von Rot-Weiss Frankfurt kurz vor der Pause von diesem mit dem Ellenbogen in den Bauch gestoßen worden und habe die Partie daraufhin abgebrochen. Frankfurts Trainer Slobodan Komljenovic hatte zwar die Auseinandersetzung zwischen seinem Verteidiger Zamir Daudi und Dortelweils Angreifer Andrei Dogot mitbekommen, die „sich wie zwei Judokämpfer am Kragen gepackt“ hätten, mehr aber nicht. „Der Spieler sagt nein“, so der Ex-Profi zum Vorwurf der Tätlichkeit gegen den Unparteiischen.

Laut Komljenovic sei es in der Begegnung „von Anfang an aggressiv und verbal teilweise unter der Gürtellinie“ zugegangen, ein Abbruch sei aber sicher nicht nötig gewesen. „Ich hätte zur Pause gepfiffen und ein ernstes Wort mit den Mannschaften geredet.“ Wie dem auch sei: Es kam so nicht und nun droht Rot-Weiss eine empfindliche Strafe.

Und auch sportlich verläuft nicht alles nach Wunsch. „Das Spiel gegen Bad Vilbel ist ausgefallen, jetzt hatten wir nicht mal eine ganze Halbzeit – dabei sind Spiele doch das Wichtigste in so einer Vorbereitung“, klagt Komljenovic, der deshalb „nicht wirklich zufrieden“ mit der Lage der Dinge ist. Ein Lichtblick war am Wochenende, dass Torjäger Ozan Keskin nach überstandener Verletzung für ein paar Minuten Einsatzzeit auf der Bank bereit saß.

Bei den „Speuzern“ läuft’s

Der FFV Sportfreunde , der als Aufsteiger auf dem vierten Tabellenplatz eine stressfreie Winterpause erleben durfte, gewann auch sein viertes Testspiel. Gegen Hellas Schierstein aus der Gruppenliga Wiesbaden hieß es nach Toren von Georgios Nassios (2), Fatih Bosnak und Sebhat Kahsay 4:2. Zuvor bezwangen die „Speuzer“ schon die SG Oberliederbach (3:2), Türk Gücü Rüsselsheim (3:1) und den FC-TSG Königstein (1:0). Am Donnerstag (20 Uhr) folgt an der Mainzer Landstraße der Härtetest gegen den Hessenligisten FC Eddersheim.

Sinn oder Unsinn?

Bei der SG Bornheim/Grün-Weiß begann Trainer Maik Rudolf zuletzt ernsthaft über den Sinn und Unsinn von Testspielen nachzudenken. Absagen von Gegnern, Terminschwierigkeiten bei eigenen Spielern und die generelle Platzsperre durch die Stadt Frankfurt am vorletzten Wochenende brachten einiges durcheinander. Und die Leistungen waren auch oft bescheiden. Dem 2:7 gegen Regionalligist FSV Frankfurt Ende Januar folgten ein 2:2 beim Gruppenligisten FC Kalbach, ein 0:3 beim Hessenligisten FV Bad Vilbel und ein 2:0 über Kreisoberligist Eintracht Oberissigheim. Dieses Wochenende kamen mit einer aus der A-Jugend aufgefüllten Mannschaft ein 1:1 bei Rudolfs ehemaligem Verein Concordia Eschersheim (Kreisoberliga) und ein 3:3 gegen Gruppenligist Türk Gücü Hanau dazu. Am Sonntag (14.30 Uhr) erscheint zum Abschluss der Testserie Mitte-Verbandsligist Germania Schwanheim an der Seckbacher Landstraße.

(rst)

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