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Am Mittwoch sah es umkämpfter aus als es war: Im Kreispokal-Viertelfinale überzeugte Jonas Herdering (rechts) mit dem SV Rot-Weiß Hadamar gegen Jan Rathschlag (links) und die SG Niedershausen/Obershausen. Gegen den SC Waldgirmes dürfte es ungleich schwerer werden.

Fußball-Hessenliga

Nächste Reifeprüfung für den SV RW Hadamar

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar am Samstag, 15 Uhr, den SC Waldgirmes zum Mittelhessen-Derby zu Gast. Spielort ist erstmals in diesem Jahr der Rasenplatz an der Faulbacher Straße.

VON PATRICK JAHN

Die abgelaufene Woche war aus Sicht des SV Rot-Weiß Hadamar vollauf zufriedenstellend. Zunächst der beeindruckende 4:1-Auswärtssieg bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, der den vierten Sieg hintereinander bedeutete, dann am Mittwoch der Einzug ins Kreispokal-Halbfinale nach einem lockeren 7:0-Erfolg bei Kreisoberligist SG Niedershausen/Obershausen. Trainer Torsten Kierdorf ist stolz auf seine Mannschaft, vor allem mit dem Auftritt letzten Samstag: „Fulda-Lehnerz ist ja nicht irgendwer – und wir gewinnen da 4:1. Die Mannschaft entwickelt sich stetig weiter, das freut mich zu sehen.“

So langsam müssen sich die Fürstenstädter vielleicht doch noch mit dem zu den Aufstiegsspielen berechtigenden Tabellenplatz zwei beschäftigen. Oder, Torsten Kierdorf? „Das Schöne ist, dass wir keinerlei Druck haben und uns in dieser Rolle sehr wohlfühlen.“ In der Tat wirken die Rot-Weißen in der Rolle des Jägers, in der sie sich selbst gar nicht sehen, wie in einer Wohlfühl-Oase. Vor allem der FC Bayern Alzenau schwächelt in 2019 und dürfte – sollte es so weitergehen – den zweiten Rang verlieren. Der KSV Hessen Kassel steht bereit und möchte nach nur einem Jahr über die Relegation zurück in die Regionalliga Südwest. Torsten Kierdorf: „Kassel befindet sich in der vermeintlich besten Lage, allerdings haben sie ein recht knackiges Programm bis zum Saisonende.“ Der Trainer verspricht: „Wenn sie patzen, wollen wir da sein und sie ärgern. Das geht aber nur, wenn wir unsere Hausaufgaben machen“ Und die nächste heißt: SC Waldgirmes.

Mit der Mannschaft von Trainer Daniyel Bulut stellt sich der Tabellensechste, der in seinem zweiten Jahr nach dem Aufstieg schon wieder eine tolle Runde absolviert, in Hadamar vor. Torsten Kierdorf erwartet, ähnlich wie beim 1:1 im Hinspiel, einen sehr unangenehmen Widersacher: „Die Mannschaft ist sehr schwer zu bespielen. Das liegt zum einen daran, dass sie einen sehr guten Trainer hat, bei dem man nie so reicht weiß, was er vorhat. Zum anderen ist das Team sehr variabel, extrem diszipliniert und taktisch hervorragend ausgebildet.“ Welches Spielsystem erwartet der Rot-Weiß-Coach: „Genau das ist das Problem. Sie können Dreier-, Vierer- oder eben Fünferkette spielen. Wir müssen uns überraschen lassen und dann zügig nach Ideen suchen, wie wir das Spiel erfolgreich bestreiten können.“ Vor allem auf solche Spiele freut sich der Hadamarer Übungsleiter aber immer ganz besonders. Und das hat einen bestimmten Grund: „Für meine Jungs ist das wieder eine Reifeprüfung. Ich bin mir aber sicher, dass die Spieler wissen, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren müssen. Und da ist es ganz egal, mit welchem System der Gegner um die Ecke kommt. Auch wir können taktisch immer reagieren, das haben wir in Fulda eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Dieser eine Sieg im Mittelhessen-Derby würde den Fürstenstädtern noch einmal eine extra Portion Mut geben. Nach vier Liga-Siegen hintereinander ist die Brust der Spieler breit. Das Spiel gegen einen derart disziplinierten Gegner wird noch einmal ganz knifflig. Aber dann darf sich das Team auf den Knaller beim KSV Hessen Kassel freuen, der letzte Woche schon 1800 Zuschauer im Stadion hatte.

Samstag:

Viktoria Griesheim - Hessen Kassel

15.00

SV RW Hadamar - SC Waldgirmes

15.00

(in Hadamar)

FSC Lohfelden - Hünfelder SV

15.00

FC Gießen - FC Eddersheim

15.00

KSV Baunatal - FC Ederbergland

15.00

FV Bad Vilbel - Buchonia Flieden

15.00

Sonntag:

Türk Gü. Friedberg - Fulda-Lehnerz

15.00

VfB Ginsheim - Spvgg. Neu-Isenb.

15.00

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