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Den Ball und drei Punkte sind auch bei ihm fest im Blick: Jonas Herdering (links) wird den SV Rot-Weiß Hadamar auch in Hünfeld als Kapitän aufs Feld führen.

Fußball-Hessenliga

„Narrentreiben“ beim HSV?

Nach der 0:2-Auftaktpleite gegen den FC Eddersheim steht für den SV Rot-Weiß Hadamar in der Fußball-Hessenliga am Samstagnachmittag die Auswärtshürde beim Hünfelder SV an (Anstoß: 15 Uhr). Die Fürstenstädter kämpfen dabei auch gegen ihre – zumindest kleine – Auswärtsschwäche an.

VON PATRICK JAHN

Was dem SSV Jahn Regensburg am vergangenen Sonntag in der 2. Bundesliga geglückt ist, soll nach dem Geschmack der Verantwortlichen auch dem SV Rot-Weiß Hadamar am morgigen Faschingssamstag gelingen: dem HSV ein Schnippchen schlagen. Allerdings geht es für die Mannschaft von Trainer Torsten Kierdorf nicht etwa nach Hamburg, sondern ins osthessische Hünfeld, zum „kleinen“ HSV also. Dabei blickt der Coach trotz der 0:2-Pleite gegen den FC Eddersheim vom letzten Wochenende positiv in die anstehende Aufgabe: „Natürlich haben wir uns über die Niederlage geärgert, aber ich war vor allem mit der zweiten Halbzeit zufrieden. Obwohl wir leider das Tor nicht getroffen haben, müssen wir auf diesem Auftritt aufbauen.“

Die Osthessen stecken als 14. des Klassements bis zum Hals im Abstiegskampf und werden natürlich alles daransetzen, die Punkte bei sich zu behalten. Den Anfang hatte die Mannschaft von Trainer Dominik Weber letzten Samstag gemacht: Bei Viktoria Griesheim feierte der HSV einen 2:1-Sieg. „Hünfeld ist eine spielerisch gute und vor allem kampfstarke Mannschaft. Wir müssen dort an unsere Grenzen gehen und unsere Chancen einfach mal nutzen. Nicht nur deshalb haben wir in dieser Woche am Abschluss gearbeitet“, sagt der Trainer.

Das Hinspiel, das im Übrigen noch gar nicht lange her ist (1. Dezember), hatte gezeigt, wie unbequem der Hünfelder SV zu bespielen ist. Erst in der Schlussphase war den Rot-Weißen durch drei Treffer der Sieg gelungen. Die Tatsache, dass bis heute noch ungewiss ist, ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird, ist für Torsten Kierdorf im Übrigen nicht optimal: „Das ist natürlich auch für uns wichtig, zu wissen. Aber wie dem auch sei: Die Mannschaft ist heiß auf den ersten Dreier in 2019 – egal, ob auf Rasen oder Kunstrasen.“ Ein Offensivfeuerwerk des Hünfelder SV ist nicht unbedingt zu erwarten, denn mit erst 19 erzielten Treffern stellt der HSV die schwächste Offensive der Hessenliga.

In puncto Aufstellung durfte Torsten Kierdorf neue Erkenntnisse gewinnen. „Jerome Zey hat nach seiner Einwechslung sehr gut gespielt und ist ein Kandidat für die erste Elf. Aber auch im Training drängt sich der eine oder andere auf, was mir die Entscheidung über die Startformation nicht gerade leichter macht“, blickt der Übungsleiter mit positiven Gedanken auf diese Luxussituation.

Drei Punkte sind das erklärte Ziel, daraus macht in und um Hadamar niemand ein Geheimnis. Vor allem auf fremden Plätzen tut sich der SV Rot-Weiß aber oftmals schwer. Nur drei Siege aus den bisher neun Gastspielen sind eine Bilanz, die es zu verbessern gilt.

Samstag: FC Ederbergland - SC Waldgirmes 15.00

Hünfelder SV - SV RW Hadamar 15.00

FSC Lohfelden - Viktoria Griesheim 15.00

FC Gießen - FV Bad Vilbel 15.00

KSV Baunatal - VfB Ginsheim 15.00

Türk Gü. Friedberg - Bayern Alzenau 15.00

Spvgg. Neu-Isenb. - Buchonia Flieden 15.00

FC Eddersheim - SGB Fulda-Lehnerz 17.00

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