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Energisch: Der Frankfurter Lukas Deichmann packt sich den pfeilschnellen Belgier Charles Reynaert.

Rugby

Nationalteam: Hoffen auf die Relegation

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Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft wird nicht auf dem direkten Weg den Klassenerhalt in der Europe International Championship (B-Europameisterschaft) schaffen können. Bei der Niederlage in Belgien kamen alle sechs nominierten Frankfurter zum Einsatz.

Es war ein bitterer Nachmittag, den die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbands (DRV) im Brüsseler Nelson Mandela Sports Centre erlebte. Mit der Hoffnung, den Belgiern Paroli bieten zu können, war der DRV-Tross angereist. Doch die „schwarzen Teufel“ nahmen die Mannschaft des neuen Trainers Pablo Lemoine auseinander (69:15). Noch vor einem Jahr hatte Deutschland in Offenbach die Wallonen und Flamen besiegt (34:29) – allerdings mit vielen Spieler der Wild Rugby Academie, deren Einsatz derzeit nicht möglich ist (wir berichteten).

„Es war leider eine Katastrophe. Der Gegner war in den Standards besser, da konnten wir nicht mithalten“, stellte Routinier Mark Sztyndera vom sechsfachen Deutschen Meister SC 80 Frankfurt fest. Fehlende Spielpraxis im Vergleich zu den Belgiern habe sich ebenfalls negativ ausgewirkt. Seit Anfang November ruht in der Bundesliga der Spielbetrieb, erst Ende des Monats beginnt der zweite Saisonabschnitt.

Bereits nach wenigen Minuten kam der 32-jährige Sztyndera ins Spiel, Robin Plümpe (RG Heidelberger) hatte sich eine Knieverletzung zugezogen. Sztyndera konnte aber ebenso wenig wie seine Teamkollegen Wynston Cameron-Dow, Jens Listmann und Debütant Lukas Deichmann verhindern, dass die Belgier schon bis zur Pause für äußerst klare Verhältnisse gesorgt hatten (43:3).

Es nützte nur wenig, dass nach dem Seitenwechsel das deutsche Team besser Paroli bieten konnte. Auch die beiden weiteren Spieler aus dem Frankfurter Sextett, Senzo Ngubane und Elias Haase, kamen noch zum Einsatz. Listmann legte seinen ersten Versuch für die Nationalmannschaft, Cameron-Dow war noch per Strafkick und Erhöhung erfolgreich.

Was dem DRV-Team bleibt, ist die vage Hoffnung, sich im Relegationsspiel noch den Klassenverbleib zu sichern. Voraussichtlicher Gegner im April ist Portugal; die Iberer führen die Europe Trophy souverän an. Die letzten Gruppenspiele der B-Europameisterschaft am Sonntag in Spanien und eine Woche später in Köln gegen Russland dienen der Vorbereitung auf das Alles-oder-nichts-Match. Weitere Niederlagen sind zu erwarten – wie nun in Belgien und zuvor gegen Georgien (0:64) und in Rumänien (6:85).

(fri)

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