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Das Lächeln gefror ihm zwischenzeitlich auf den Lippen: Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer.

Fußball-Hessenliga

Negativrekord für den TuS Dietkirchen

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Wegen der hohen  Infektionszahlen im Großraum Frankfurt waren nur 100 Zuschauer im Hahn-Air-Sportpark zugelassen. Und Fans des TuS Dietkirchen hatten gar keinen Zutritt - immerhin blieb ihnen dadurch das Desaster ihrer Mannschaft erspart.

SC Hessen Dreieich – TuS Dietkirchen 9:0 (3:0). Es gibt Tage, da wäre man besser im Bett geblieben. Einen solchen hatte der TuS Dietkirchen erwischt. Irgendwie lief es von Anfang an nicht so toll, irgendwie waren die Beine von den drei englischen Wochen schwer – und irgendwie war der SC Hessen Dreieich richtig klasse. Am Ende des Tages durfte man getrost von – mindestens – einem Klassenunterschied sprechen.

Mit Toni Reljic hatten die Dreieicher eine richtige „Waffe“ vorne aufzubieten, dennoch sei der Hinweis erlaubt, dass mit dem Dehrner Leon Burggraf (Muskelbündelriss im Oberschenkel) der beste Stürmer noch fehlte. Den Reckenforstlern aber reichte das, was der SC aufgeboten hatte, dennoch vollends.

Toni Reljic jedenfalls brach den Bann; nach einer knappen Viertelstunde bereits überfällig. So früh wollten sich die Dietkircher natürlich nicht geschlagen geben. Sie hielten dagegen mit allem, was sie hatten, auch wenn der Kraftverlust der letzten Wochen erheblich war. Zwischendurch aber waren sie nachlässig, nicht giftig genug, der letzte Zentimeter fehlte. 2:0 durch Nikola Mladenovic (28.). Kaum hatten sich die Jungs um Kapitän Marvin Rademacher gesammelt, stand es schon 3:0 (29.). Wieder war es Toni Reljic gewesen, der den jungen Max Gotthardt im TuS-Tor überwunden hatte. „Wir haben die Dreieicher natürlich zum Toreschießen eingeladen und es ihnen viel zu leicht gemacht“, resümierte Trainer Thorsten Wörsdörfer in der ersten Rückschau. Die Reckenforstler retteten sich in die Pause, nicht ahnend, dass danach das Unheil vollends über sie hereinbrechen würde.

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel fiel das ernüchternde 4:0. „Das war der Punkt, an dem meine Mannschaft gebrochen war“, analysierte der Chef-Coach. Von da an ging es Schlag auf Schlag. „Wir haben unter Corona-Bedingungen gespielt und den Mindestabstand eingehalten“, verlor „Wörsi“ den Humor auch angesichts der höchsten Niederlage der noch jungen Hessenliga-Geschichte des TuS nicht. „Wir haben oft unsere A-Seite gezeigt, heute war es leider mal wieder die B-Seite.“ Torwart Max Gotthardt traf im Übrigen keine Schuld...

Dreieich: Iletic, Mladenovic, Reljic, Affo, Filipovic (46. Wolf), Streker, Alempic, Dejanovic (60. Amiri), Mouhaman (70. Klein), Schnitzer, Wachs – Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz (46. Königstein), Zuckrigl, Bergs, Meloni (72. Stahl), Weis, Cakir (46. Müller), Schmitz – SR: Ebert (Kirtorf) – Tore: 1:0 Toni Reljic (14.), 2:0 Nikola Mladenovic (28.), 3:0 Toni Reljic (29.), 4:0 Marc Wachs (49.), 5:0 Björn Schnitzer (52.), 6:0 Farid Affo (62.), 7:0 Yannick Wolf (66.), 8:0 Marvin Rademacher (87./ET), 9:0 Zubayr Amiri (90.) – Zuschauer: 100.

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