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Der junge Dietkircher Colin Schmitz (links) nimmt es hier gleich mit zwei Eddersheimern auf:  mit Anthony Wade (Mitte) und Amoah Kwafo.

Fußball-Hessenliga

Die Nehmerqualitäten des TuS Dietkirchen

In der Fußball-Hessenliga hat sich der TuS Dietkirchen einmal mehr als heimstark erwiesen. Gegen den kriselnden FC Eddersheim gewann die Mannschaft von Trainer Thorsten Wörsdörfer trotz noch mit 4:2 und hatte dabei einmal mehr Rückschläge verkraften müssen.

VON PATRICK JAHN

TuS Dietkirchen – FC Eddersheim 4:2 (2:2).
Wieder einmal war es der von den Gegnern gehasste und vom TuS geliebte Rasenplatz, der sich als wertvolles „Pflaster“ erweisen sollte. Eddersheim – vor allem in der Offensive mit sehr spielstarken Akteuren – kam nie so richtig zur Geltung. Dabei war der FCE in der ersten Viertelstunde das bessere Team gewesen und vergab durch Patrick Schur, der aus 18 Metern das Außennetz anvisierte (5.), und Niklas Rottenau, dessen 14-Meter-Schuss Torwart Max Gotthardt parierte (17.), gute Gelegenheiten. Wie es besser geht, zeigten die Schwarz-Roten im ersten Versuch: Kevin Kratz spielte einen Flugball in den Strafraum, wo Robin Dankof – sträflich freistehend – ins linke obere Eck einschoss: 1:0 (21.). Wie so oft, war es eine Fehlentscheidung, die das Spiel zunächst in eine andere Richtung kippen ließ. Statt Foul an Marvin Rademacher – und das war mehr als klar erkennbar – entschied Schiedsrichter Boris Reisert auf Freistoß für Eddersheim. André Fließ setzte die Kugel platziert ins linke Eck zum Ausgleich (26.). Der FCE hatte nun Oberwasser und kam nur vier Minuten danach sogar zur Führung. Diesmal verursachte Marvin Rademacher einen unstrittigen Foulelfmeter, als er gegen Noah Schmitt den berühmten Schritt zu spät gekommen war. Turgay Akbulut versenkte den Strafstoß zum 1:2 (30.).

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, schlug die Reckenforst-Elf zurück, und zwar pünktlich zum Pausentee. Robin Dankof spielte einen klugen Pass in die Gefahrenzone, wo Lukas Hautzel mit Hilfe der Unterkante der Latte zum 2:2 vollstreckte (45.). Die Uhren standen wieder auf „Null“, und Dietkirchen – psychologisch im Vorteil – war im zweiten Durchgang direkt voll da. Von der gefährlichen Offensive der Eddersheimer war wenig zu sehen, weil die Reckenforstler gemeinschaftlich sehr gut nach hinten arbeiteten. Nach exakt einer Stunde schlug die Stunde des Colin Schmitz. Der „Youngster“ war von außen in die Mitte gezogen und setzte das Spielgerät aus 16 Metern – glücklicherweise abgefälscht – an den Innenpfosten und von dort ins Tor zum 3:2. Nur sieben Minuten später war der Elf von Trainer Rouven Leopold der Stecker endgültig gezogen. Wieder bereitete der starke Robin Dankof nach einem Fehler in der FC-Defensive vor, Maximilian Zuckrigl war auf und davon und vollendete ins lange Eck zum 4:2 (67.). Eddersheim versuchte noch einmal ein Comeback; bis auf einen Kopfball von Tom Bernhardt, den Max Gotthardt herunterpflückte, passierte nichts mehr.

FCE-Coach Rouven Leopold war enttäuscht, zeigte sich aber als fairer Verlierer: „Auch wenn die erste Halbzeit noch recht ausgeglichen verlief, waren wir hinten nie wirklich sattelfest. Das 3:2 wird abgefälscht, und so geraten wir auf die Verliererstraße. Dietkirchen hat sich in alles reingeworfen und verdient gewonnen.“ TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer durfte von seiner Elf begeistert sein: „Nach den letzten Niederlagen sind wir auf dem Boden geblieben und haben uns über einen super Kampf zurückgemeldet. Wir waren sehr gut organisiert und in der zweiten Halbzeit auch besser. Das war eine hervorragende Teamleistung und genau die Spiele, die wir brauchen. Das Quäntchen Glück war ausnahmsweise auch mal auf unserer Seite. Wir hoffen, dass wir noch oft auf unserem Rasen spielen können.“

Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Dankof (90. Mink), Zuckrigl, Stahl (71. Meloni), Böcher, Weis, Schmitz (85. Bergs) – Eddersheim: Zeaiter, Schmitt, Lang, F. Rottenau (60. Amoah Kwafo), N. Rottenau, Fließ (77. Bernhardt), Schur, Lifka (70. Wade), Finger, Krause, Akbulut – SR: Reisert (Rödermark) – Tore: 1:0 Robin Dankof (21.), 1:1 Andre Fließ (26.), 1:2 Turgay Akbulut (30./FE), 2:2 Lukas Hautzel (45.), 3:2 Colin Schmitz (60.), 4:2 Maximilian Zuckrigl (67.) –Gelb-Rot: Kevin Kratz (D./84.) – Zuschauer: 240.

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