Nervenstarke Bockenheimer gewinnen das schwache Derby

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Spannend war es ja, das Stadtderby in der Zweiten Bundesliga Mitte. Doch die Leistungen der zwölf eingesetzten Kegler war kaum dieser Spielklasse angemessen.

Spannend war es ja, das Stadtderby in der Zweiten Bundesliga Mitte. Doch die Leistungen der zwölf eingesetzten Kegler war kaum dieser Spielklasse angemessen. Der KSC Frankfurt Bockenheim konnte sich freilich eher damit abfinden, revanchierte er sich doch mit dem 5186:5094 für die knappe Hinrundenniederlage gegen den Frankfurter TV. Sowohl der FTV (42) als auch der KSC (40) leistete sich extrem viele Fehlwürfe. „In einem sehr schwachen Spiel von beiden Mannschaften hatten wir zum Schluss die besseren Nerven“, konstatierte René Schrader. In Hartmut Rauch und Jürgen Baum musste der KSC auf zwei Stammkräfte verzichten.

Dank Schrader, der nach eigenen Angaben einen Alptraum auf den Bahnen erlebte, stieg immerhin der Spannungsfaktor. Er kam als Tagesschwächster nicht über 804 Kegel hinaus. Detlef Küster (849) und Alexander Axthelm (890) agierten auch nicht gerade erfolgreich. Doch dies reichte für einen 15-Holz-Vorsprung nach dem Startertrio. Denn Nenad Miklausic (nur 815 nach schwacher letzter Bahn), der verbesserte Jerko Liovic (872) und Torben Jammer (841) verbreiteten ebenfalls kaum „Angst und Schrecken“. In der Schlussachse setzte sich die (Kegel-)Flaute fort, und der Nervenkitzel nahm zu. Erst in den letzten 50 Wurf gelang es den Gästen, sich entscheidend abzusetzen; zuvor schwankte der Vorsprung zwischen 15 und 30 Kegel. Die Gründe: Michael Zahn (885) konnte sich steigern, und Torsten Depta (925), der aufgrund einer starken dritten Bahn einen Rückstand verhinderte, kam als einziger über 900. So kompensierten sie Hans-Jürgen Walthers Ergebnis von 833. Mirko Coskovic (835), der auf der letzten Bahn schwächelnde Ivo Pejic (845) und Simon Thoma (886) konnten da in toto nicht mithalten.

Der FTV ist somit spürbar angeschlagen vor dem nächsten Spiel am Samstag (11 Uhr), obwohl Gastgeber KV Grünstadt nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt hat. „Bei einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen und gerade Mal einem Auswärtssieg in der Saison gehen wir trotz der Tabellensituation als Außenseiter ins Rennen“, schwant Thoma Böses. Die fünftplatzierten Bockenheimer erwarten um 12 Uhr den punktgleichen Tabellennachbarn SG Friedberg/Dorheim.

(fri)

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