Ihr Aufschlag brachte den Siegpunkt: die Bad Homburgerin Nicole Moosbrugger.	Archivfoto: sp
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Ihr Aufschlag brachte den Siegpunkt: die Bad Homburgerin Nicole Moosbrugger. Archivfoto: sp

Netzroller bringt HTG-Erfolg

Von wegen „schwaches“ Geschlecht: Die HTG-Damen legen einen starken Saisonstart hin. Da äugt man auch aus Bommersheim interessiert herüber.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Für die Volleyballdamen der HTG Bad Homburg lässt sich die neue Oberliga-Saison super an. Beim 3:0 (25:17, 25:12, 25:23) gegen Aufsteiger VGG Gelnhausen zeigte sich Trainer Jens Völkel vom Spielaufbau und den flexiblen Angriffen seiner Damen angetan. Die Bestnote vergab er an Esther Peckelsen: „Dynamisch, konzentriert – so stellt man sich eine Mittelangreiferin vor.“

Was der HTG entgegenkam: Gelnhausen hatte im Vorbereitungstraining zwei Verletzungsfälle erlitten und konnte nur zu siebt in den Taunus kommen. „Phasenweise hauten sie uns zwar dennoch die Bälle um die Ohren, aber wir haben enorm Druck gemacht und im ersten Satz gleich durch eine Fünfer-Aufschlagsserie von Esther Peckelsen einen Vorsprung herausgespielt“, freute sich Völkel. Mitte des Durchgangs hatte Gelnhausen ausgeglichen, ehe sich die HTG mit durchdachtem Spielaufbau und guten Aufschlägen wieder absetzte.

Der zweite Satz war zunächst dies- und jenseits des Netzes von Aufschlagsfehlern geprägt. Bis dann irgendwann Anja Beyrich aufschlug und ihr Team mit sieben Angaben auf 19:9 davonziehen ließ. Abstimmungsprobleme nach mehreren Wechseln sorgten dafür, dass der dritte Satz des 68-minütigen Duells bis zum Schluss auf Messers Schneide stand. Ehe ein Aufschlag von Nicole Moosbrugger zum Netzroller geriet, der das 25:23 (und das 3:0) bedeutete.

HTG: Peckelsen, Limmer, Edmaier, Guschel, Bernius, Beyrich, Klein, Voegele, Moosbrugger, Liebe, Weissbecker.

Niederlage kein Beinbruch

Die Männer des TV Bommersheimer bleiben sich treu. Auf die letztwöchige 0:3-Niederlage bei Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt II folgte für das Team von Trainer Martin Peilstöcker nun gegen den SSC Vellmar mit 19:25, 22:25, 18:25 die zweite 0:3-Niederlage. Das nackte Ergebnis verschweigt allerdings etwas elementar Wichtiges: Der Liganeuling hielt mit dem Regionalliga-Absteiger über weite Strecken der 64 Minuten gut mit. Teamsprecher Sebastian Kind: „Wir haben uns enorm gesteigert. Kämpferisch, vor allem aber spielerisch. Mit viel Euphorie und Adrenalin sind wir in den ersten Satz gestartet“, verwies er auf einen 10:3-Blitzstart. Allmählich aber berappelte sich Vellmar, spielte sein Längenplus wiederholt aus und egalisierte zum 10:10.

Überdies wurde der SSC-Block in der Folge für die Bommersheimer zu einem unüberwindbaren Hindernis. „Wir fanden einfach kein Rezept“, so Kind, dessen Team beim Stande von 12:19 schon bald den Satz abhaken musste. Im zweiten und dritten Durchgang hielt der TVB bis zum 17:17 und 16:16 mit – „bis wir uns auch dann wieder an diesem verflixten Block die Zähne ausbissen“.

Null Punkte und 0:6 Sätze nach zwei Spielen sorgen aber nicht für Unruhe, wie Kind betont: „Gegen Vellmar kann man 0:3 verlieren. Kein Beinbruch.“

TVB: Hagemann, Hehl, Böttger, Schwedler, Hultsch, Dubovetskyi, Kind, Köhlinger, Rempel, Borger. gg

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