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Frederik Möbius (FC Neu-Anspach) am Ball.

Gruppenliga

FC Neu-Anspach ist erneut in Torlaune – 7:0

Während Neu-Anspach in der Fußball-Gruppenliga munter vorne mitmischt, gibt es für Merzhausen ein böses Erwachen.

SKV Beienheim – FSV Friedrichsdorf 0:3 (0:0): Der oft vernommene, aber mysteriöse Fluch der Überzahl ereilte am Samstag den FSV Friedrichsdorf. In der 72. Minute sahen die Beienheimer Admir Pllana und Mike Michalak wegen Schiedsrichterbeleidigung Gelb-Rot. „Danach waren wir plötzlich richtig schlecht“, zeigte sich Trainer Metin Yildiz verwundert. Zuvor war der FSV gut, trotz einiger ausgelassener Chancen. In der 58. Minute verwandelte Patrick Bussian einen Abpraller zum 1:0. Doch bis zum vorentscheidenden 2:0 verging viel Zeit, trotz zweifacher Überzahl.

„Ausnahmsweise hatte ich dann mal ein glückliches Händchen beim Wechseln“, sagte Yildiz augenzwinkernd. Dem 18-jährigen Dennis Schäfer gab er in der 82. Minute die Anweisung „Mach’ das 2:0“ mit aufs Feld. Vier Minuten später „gehorchte“ der A-Jugendliche. In der vierten Minute der Nachspielzeit scheiterte Schäfer dann am Torwart, doch Kollege Mustafa Koyun brachte den Abpraller zum 3:0 im Tor unter. Der FSV siegt damit verdient – trotz Überzahl.

TSG Nieder-Erlenbach – TuS Merzhausen 3:1 (2:0): Zuletzt verhinderte er als Aushilfs-Keeper Gegentore, nun verursachte Stefan Hickl als Feldspieler eines. In der 16. Minute brachte Sezer Duran den Ball scharf vors Tor von Merzhausen, Hickl konnte nicht mehr ausweichen und schob zum 0:1 ein. Zwei Minuten später passierte das nächste Unglück: Torwart Tom-Luca Meiller und Younes Idrissi wurden sich nicht einig, was Andreas Eifert eiskalt ausnutzte. Aller „guten“ Dinge sind drei: In der 55. Minute verlor Merzhausen in der eigenen Hälfte den Ball, und zwei schnelle Pässe später stellte Luca Calla auf 0:3. „Da fährst du zu einem Gegner, der vorher vier Punkte, 36 Gegentore und nur 16 Treffer auf dem Konto hat und plötzlich geht bei uns gar nichts“, zeigte sich TuS-Trainer Slobodan Turjacanin verwundert und enttäuscht. Daran änderte auch das 1:3 durch Patrick Berschick (81.) nichts mehr.

FC Neu-Anspach – SpVgg. Fechenheim 7:0 (5:0): Die Begegnung lief erst acht Minuten, als sich FCNA-Außenverteidiger Vladislav Fomin ein Herz fasste und aus 20 Metern aufs Tor schoss. Wie ein Strahl rauschte der Ball an Torwart Pasquale Sciortino vorbei in die Maschen. Willkommen in Neu-Anspach! Dass der Keeper den Jahrgang 1964 im Spielerpass stehen hatte, zeugte wohl von einer personellen Misere bei den Gästen. Diese spiegelte sich in der Leistung wieder. Fast ohne Gegenwehr konnte die Offensive von Anspach schalten und walten. Und wenn man sie lässt, dann können die Blau-Weißen aktuell zaubern. Wie Achraf Gara Ali, der per Heber zum 2:0 traf. Die weiteren Tore: 3:0, 5:0 Christian Kaus (38., 44.), 4:0, 6:0 Niklas Kraus (43., 46.), 7:0 Ahmad Mohabat (88./FE). Durch den Kantersieg bleibt der FCNA Zweiter. „Wir genießen jetzt diese Momentaufnahme“, bremste Trainer Rico Henrici sofort jedwede Euphorie aus, „nicht mehr, aber erst recht auch nicht weniger.“

SC Dortelweil – DJK Bad Homburg 2:0 (2:0). – Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky freute sich über den dritten Sieg in Folge und das Zunull, bemängelte aber auch: „Unser Sieg war zwar ungefährdet, aber wir haben es nicht geschafft, spielerische Dominanz zu zeigen.“ Die Gastgeber gingen durch ein Eigentor von Ochmann in Führung (24.), Pröckl legte nach (42.). Nach der Pause trafen Steffen, Eiwanger und Vancura jeweils das Aluminium des Tores. Homburgs Belfkih sah noch Gelb-Rot (76.). rk/ehr

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