FC Neu-Anspach gegen den Titelaspiranten: „Kein Favorit, aber auch nicht chancenlos“

Den 4:1-Erfolg gegen das stark abstiegsgefährdete FV Hausen nannte FC Neu-Anspachs Trainer Rico Henrici „nicht schön, aber erfolgreich“. Ließe sich dieses Fazit heute Abend erneut ziehen,

Den 4:1-Erfolg gegen das stark abstiegsgefährdete FV Hausen nannte FC Neu-Anspachs Trainer Rico Henrici „nicht schön, aber erfolgreich“. Ließe sich dieses Fazit heute Abend erneut ziehen, Manager Michael Caspari wäre damit hochzufrieden. Denn um 20 Uhr ist mit der Spvgg. 05 Oberrad ein Vertreter des anderen Tabellenendes zu Gast. Die Spielvereinigung, Tabellenzweiter der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West, spiele zwar „auch keinen Fußball vom anderen Stern“ spielen, sei aber „mega abgezockt“. Diese Lehre zogen Caspari und der FCNA aus dem Hinspiel, das im Frankfurter Süden mit 0:2 verloren ging.

Dass man aufgrund einer ganzen Reihe von Ausfällen nur 13 oder 14 Mann im Kader haben wird, ließe Caspari nicht als Ausrede gelten. „Wir werden mit elf Mann auf dem Platz sein, wie Oberrad auch“, sagt er und betont, dass diese Elf den Ansprüchen der Liga gewachsen sei. Und zwar auch ohne den zum FC Ay Yildizspor Usingen abgewanderten Torjäger Marco Weber. Dessen Abgang würde ohne Frage schmerzen, doch mit sechs Toren aus den letzten beiden Spielen gegen Hausen und Kalbach ist Caspari zufrieden. Favorit sei man heute freilich nicht, chancenlos aber eben auch nicht. Betrachtet man die Saison in seiner Gesamtheit, so empfiehlt Caspari den steten Blick in den Rückspiegel. Auch wenn der FCNA bei sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz relativ gesichert dasteht, könne es sehr schnell gehen. „Das kann unser Nachbar aus Merzhausen wohl bestätigen, die hatten sicherlich auch andere Vorstellungen“, sagt Caspari.

Eingreifen kann TuS Merzhausen, das nur dank des Torverhältnisses noch über dem Strich steht, heute allerdings nicht. Die Mannschaft ist spielfrei. Damit hat der FC Oberstedten die Chance, sich mit einem Sieg beim SKV Beienheim (20 Uhr) weiter vom TuS und der Gefahrenzone abzusetzen. FV Stierstadt (19 Uhr in Hausen) wie auch der FSV Friedrichsdorf (um 20 Uhr gegen SV der Bosnier aus Frankfurt) könnten am punktgleichen TuS Merzhausen vorbeiziehen. Ob die Partien ansehnlich sind, dürfte dort wie auch in Neu-Anspach zweitrangig sein. In dieser Phase der Saison steht die Punkteausbeute nun mal über der Spielkultur. rk

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