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Dem FC Neu-Anspach (links Patrick Berschick beim 8:0 gegen Gronau) wird heute der FSV Friedrichsdorf auf die Pelle rücken.

Fußball Hochtaunus, Gruppenliga Frankfurt West

Der FC Neu-Anspach geht heute als Favorit ins Spitzenspiel gegen den FSV Friedrichsdorf

  • vonRobin Kunze
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In der Gruppenliga verspricht der 8. Spieltag, der die 41. Kalenderwoche zur nächsten englischen Woche macht, heute Abend einige interessante Partien, beispielsweise das Derby der Sportfreunde Friedrichsdorf gegen die Usinger TSG (20 Uhr) und das Heimspiel des 1. FC-TSG Königstein gegen den Tabellenzweiten SC Dortelweil (20.30 Uhr). Über allem steht aber die Partie des FC Neu-Anspach gegen den FSV Friedrichsdorf, die nicht nur das zweite Hochtaunus-Derby ist, sondern auch das Duell „Erster gegen Dritter“.

Wir wagen einen Vergleich der Top-Mannschaften vor dem heutigen Spitzenspiel (19.30 Uhr, Sportplatz Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße).

Der Saisonstart: Schon im August zeigte sich der FC Neu-Anspach in Torlaune. Im Kreispokal wurde B-Ligist SG Mönstadt/Grävenwiesbach mit 16:1 geschlagen. Eine Woche später gab es zum Start in die Gruppenliga gegen Königsstein ein 6:1. Die bestechende Frühform riss seitdem nicht ab. Nach sieben Partien hat der Tabellenführer 19 Punkte und 28:4 Tore auf dem Konto. Damit ist der FCNA nicht nur die einzig noch ungeschlagene Mannschaft der Liga, sondern auch das Team mit der gefährlichsten Offensive und der besten Defensive. Der FSV Friedrichsdorf liegt mit 16 Zählern in Lauerstellung, kam allerdings etwas schwerfälliger in die Spielzeit. Zum Auftakt gab es ein knappes 2:1 beim SV Gronau, gegen Königstein spielte man nur 2:2 und gegen die hochgehandelte FG Seckbach musste sich der FSV mit 1:2 geschlagen geben. Dazwischen lieferte sich das Taunus-Team mit dem Türk. SV Bad Nauheim ein nervenaufreibendes Spektakel, das mit 6:4 gewonnen wurde. Diese Partie wie auch die Torbilanz von 20:10 Treffern zeigt, dass der FSV die richtige Mischung aus Attacke und Abwehr noch nicht ganz gefunden hat.

Die Schlüsselspieler: Beim FCNA könnte man den Eindruck gewinnen, dass Rückkehrer Marco Weber (Usinger TSG) nie wirklich weg war. Mit 13 Treffern belegt der wuchtig-wendige Angreifer hinter dem Bad Nauheimer Stanley Ike Ugochukwu (17 Tore) den zweiten Platz der Torjägerliste. „Wenn er von Verletzungen verschont bleibt, dann wird er eine starke Runde spielen“, war sich Trainer Jörg Loutchan schon vor dem Saisonstart sicher. Weber bildet zusammen mit Keeper Mario Schreiber, Kapitän Lars Günther und dem dynamischen Spielmacher Niklas Kraus eine exzellente Achse. Beim FSV geht Abwehrchef und Spielführer Eric Bueno Oliva voran. Dahinter hat der Kader eine vergleichsweise flache Struktur. Franco Marino, Deniz Güven, Moritz Kulick und Adrian Bitiq (der heute allerdings fehlen wird) können an guten Tagen ihr Team jeweils mitreißen.

Das sagen die Trainer: „Wir wollen zu Hause natürlich gewinnen. Wohlwissend, dass das nicht so einfach wird. Friedrichsdorf hat eine gute Mannschaft mit Spielern im besten Fußballalter, die wissen, wie der Hase läuft“, betont Loutchan. „Wir wollen grundsätzlich jedes Spiel gewinnen. Aber Anspach ist zu Hause favorisiert. Sie haben top Einzelspieler, in Jörg Loutchan und Turan Pekdemir ein top Trainerduo, und die Neuzugänge funktionieren so, wie sie sich das wohl erwartet haben“, so FSV-Coach Metin Yildiz. Das Wetter wird wohl nasskalt, das Spiel verspricht dagegen heiß umkämpft zu werden.

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