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Trainer Jörg Loutchan

Fußball, Gruppenliga

FC Neu-Anspach: Loutchan legt los

Nach dem Rücktritt von Rico Henrici musste sich der FC Neu-Anspach etwas überlegen. Der neue Trainer hat eine einfache Rechnung für den Ligaverbleib.

Als sich diese Zeitung vor einigen Wochen bei Michael Caspari über die spielfreie Zeit zum Jahreswechsel erkundigte, da machte der Manager des FC Neu-Anspach keinen Hehl aus seinem Gemütszustand. „Die Winterpause ist immer ein bisschen trist und schwierig“, lautete seine Antwort, „aber wenn dann sonntags wieder gespielt wird, macht es auch wieder Spaß.“ Dreimal trat der FCNA seitdem in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West an. Alle drei Spiele gingen verloren.

Damit konnte in Summe seit dem 7. Oktober nicht mehr gewonnen werden. Am Rosenmontag verkündete dann Trainer Rico Henrici seinen sofortigen Rücktritt. Caspari half selbst auf der Bank aus – und erlebte ein 0:3 bei Abstiegskandidat Olympia Fauerbach. Kein Wunder also, dass Spaß bei ihm noch nicht wirklich aufkommen wollte.

Zumindest die Trainerfrage konnte nun gelöst werden. Jörg Loutchan, der die Mannschaft im Sommer übernehmen sollte, tritt schon am heutigen Donnerstag sein Amt an. „Das ist die Ideallösung“, freut sich Caspari. Ursprünglich hatte Loutchan ein Engagement noch in dieser Saison ausgeschlossen, weswegen parallel auch andere Übergangslösungen abgeklopft wurden. „Da wir noch einen relativ guten Namen haben, wäre es wohl kein Problem geworden, einen guten Trainer zu bekommen“, verrät Caspari. Das Problem: Die entsprechenden Kandidaten hätten nur zugesagt, wenn die Beschäftigung über den Sommer hinaus fortgesetzt worden wäre.

Caspari: „Es wird immer verrückter“

Letztlich gab Loutchan sein Okay. Der Austausch verlief etwas anders als gedacht. Der Coach war für anderthalb Wochen im Urlaub. „Deswegen haben wir zwischen Deutschland und Dubai hin und her kommuniziert“, sagt Caspari schmunzelnd, „es wird ja immer verrückter.“ Immerhin versicherte der neue Übungsleiter, er habe ein gutes Gefühl bezüglich der Restrunde. Aktuell liegt der FCNA nur noch drei Zähler vor der Abstiegszone. „Er hat mir gesagt, er habe keine Bedenken, das Schiff wieder in ruhigere Bahnen lenken zu können“, berichtet Caspari, „das hat dann auch mich beruhigt.“ Drei der verbleibenden acht Partien, so sieht die Rechnung aus, müsse man gewinnen, dann ginge man schadlos aus einer „grauenvollen Runde“ und könne 2019/20 angreifen.

Im Derby gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15 Uhr) wird der FCNA unter Loutchan versuchen, den ersten dieser Dreier einzufahren. „Jörg ist ein absoluter Fachmann, aber wir erwarten jetzt keine Wunderdinge“, beteuert Caspari, „eventuell hilft ja schon eine neue Ansprache. Er hat die verrückten Monate nicht mitgemacht und ist daher unbelastet.“

Parallel tritt in der Gruppenliga der TuS Merzhausen beim FC Kalbach an, die DJK Bad Homburg empfängt die Spvgg. Fechenheim und der FSV Friedrichsdorf ist zu Gast bei der FG Seckbach. Bereits am morgigen Freitagabend spielt der FC Oberstedten beim Tabellenzweiten Spvgg. Oberrad (20 Uhr).

ROBIN KUNZE

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