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Das ist der Neue

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Positive Körpersprache: Trainer Kazimir Balentovic, hier noch in Diensten der SG Bruchköbel.	Foto: Scheiber
Positive Körpersprache: Trainer Kazimir Balentovic, hier noch in Diensten der SG Bruchköbel. Foto: Scheiber © Patrick Scheiber (Scheiber)

Ein 44-jähriger Kroate ist das neue Gesicht bei den Oberurseler Handballern. Der neue Coaches hat eine eindeutige Mission.

Ganz in Ruhe wollte Kazimir Balentovic eigentlich seine neue Mannschaft studieren. Dass der Trainer die Handballer der TSG Oberursel zur neuen Saison übernimmt, darüber hatte er sich mit Abteilungsleiter Jochen Krusch sowie Männerwart und Interimscoach Carsten Saam schnell verständigt. Dann schaute sich der 44-jährige Kroate das Spiel gegen die TG Friedberg an – und nach der 29:33-Pleite gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf wurde aus dem Perspektivtrainer ratzfatz ein „Feuerwehrmann“. Der Verein verpflichtete Balentovic still und leise, als ob die Konkurrenz überrascht werden solle. Er saß bereits beim 26:29 in Eddersheim auf der Bank und soll die TSGO in den noch fünf Partien vor dem Sturz in die Bezirksoberliga bewahren.

„Mir war klar, dass ich sofort anfangen muss“, erzählt der frühere Rückraumspieler, der im Trikot des BSC Kelsterbach, VfL Goldstein, seinem Heimatverein TG Dörnigheim (heute HSG Maintal) und SG Bruchköbel einst viele Tore warf. „Wir müssen erst einmal den Klassenerhalt schaffen, was sehr wichtig für die Zweite Mannschaft (siehe Bericht unten ) und die Jugend ist. Über mehr brauchen wir uns jetzt erst mal gar nicht zu unterhalten“, sagt Balentovic. Nach erfolgreichen Jahren als Coach in Bruchköbel hatte der Dörnigheimer zu dieser Saison beim Süd-Landesligisten HSG Maintal angeheuert, nach Überwerfungen mit dem Vorstand, wie er selbst sagt, aber schon im Dezember wieder aufgehört.

Für die TSGO wurde Balentovic ein interessanter Trainerkandidat, nachdem der eigentliche Interimscoach Carsten Heil nach dem Rücktritt von Detlef Ernst aus beruflichen Gründen wieder aufgehört hatte. Nach einem Sieg aus fünf Spielen unter dem nächsten Aushilfscoach Saam folgte nun der erfahrene Kroate. Und der scheint zu wissen, wo er ansetzen muss.

Dritte Einheit kommt

„Zwei Trainingseinheiten pro Woche sind zu wenig, wir wollen nun eine weitere Einheit für den konditionellen Bereich einrichten“, sagt der neue Übungsleiter. Erfreut sei er gleich über die Trainingsbeteiligung gewesen. 18 Spieler, das konnte sich sehen lassen. Den Hebel möchte er in der Abwehrarbeit ansetzen. „Wir müssen stabiler werden, zu mehr Toren über Tempogegenstöße kommen, so wie früher, das hat die Mannschaft ausgezeichnet“, sagt Balentovic. Außerdem hat er zu viele Einzelaktionen im Angriff ausgemacht, obwohl es genügend Spielzüge gebe.

Optimismus strahlte der neue Mann auf der TSGO-Bank sogleich aus. Der Klassenerhalt? Mit dem Kader? „Den werden wir schaffen, wenn uns Krankheiten oder Verletzungen keinen Strich durch die Rechnung machen.“ rem/fiu

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