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Ging angeschlagen ins Spiel und traf zwei Mal für die HSG Neuenhain/Altenhain: Daniel Hergl.

Handball

Neuenhain/Altenhain bezwingt den Tabellenführer TV Idstein

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Der Favoriten-Schreck HSG Neuenhain/Altenhain hat im letzten Spiel des Jahres noch einmal zugeschlagen. Im Heimspiel fügte der Tabellenneunte dem Spitzenreiter TV Idstein in der Bezirks-Oberliga Frankfurt die erste Niederlage überhaupt zu – 31:27.

Die TGS Langenhain war auch schon von der heimstarken HSG Neuenhain/Altenhain bezwungen worden und musste im ersten Rückrundenspiel in Ober-Eschbach nun nicht antreten. Weil die Gegner das Spiel wegen großer personeller Probleme verlegen wollten, keinen geeigneten Termin anbieten konnten, bekam die TGS Langenhain die Punkte kampflos zugesprochen. Auch die TSG Münster II und die HSG Hochheim/Wicker verabschiedeten sich erfolgreich aus dem Spieljahr 2018 und in die dreiwöchige Winterpause.

HSG Neuenhain/Altenhain – TV Idstein 31:27 (14:10). „Eigentlich wollten wir das Spiel verlegen, weil wir im Rückraum viele Sorgen hatten“, berichtete René Lenhardt. Der Neuenhainer Spielertrainer bekam vom Tabellenführer aber keine positive Rückmeldung und musste sich eine Rumpf-Mannschaft zusammenstellen. „Im Rückraum kam der kranke Chris Hanke rechtzeitig zurück, Daniel Hergl spielte trotz wenig Training und Knieproblemen, und David Casselmann konnte seine berufliche Verpflichtung doch schieben“, erklärte Lenhardt die doch nicht ganz so angespannte Personallage. „Vielleicht hat uns Idstein unterschätzt. Sie hatten jedenfalls keinen guten Tag“, meinte der Spielertrainer, der selbst sechs Treffer zum Vier-Tore-Sieg über den Klassenprimus beisteuerte. In der Altenhainer Kahlbachhalle erwischte Sebastian Bachmann hingegen einen überragenden Tag. Der Torwart entschärfte zahlreiche Angriffe des Favoriten im Alleingang und avancierte zum Matchwinner. Quasi das gesamte Spiel über trafen die Hausherren zuverlässig und entlasteten somit auch die eigene Deckung. „Wir sind selten mal in Gegenstöße gelaufen und waren diszipliniert über die komplette Spielzeit“, lobte Lenhardt seine Mannschaft. Auch als Idstein Mitte der zweiten Halbzeit im Begriff war, eine Aufholjagd zu starten, blieb die HSG Neuenhain/Altenhain stabil. „Beim 24:21 hätte der Gegner auf drei Tore rankommen können, verwirft dann aber einen Siebenmeter“, erinnerte sich der Heimtrainer an eine kritische Phase. Generell waren die dezimierten Main-Taunus-Handballer fast fehlerfrei und wirklich vier Tore besser als der TV Idstein. „Wir sind leider zu inkonstant. Sonst könnten wir in der Tabelle auch ganz woanders stehen“, stellte Lenhardt nach dem Coup gegen Idstein klar. Für die Restrunde 2019 ist mehr Konstanz also das oberste Gebot bei der HSG. „Wir werden personell nichts verändern und schauen, dass wir in Holzheim (27. Januar; Anm. d. Red.) da weitermachen, wo wir jetzt aufgehört haben.“

Neuenhain/Altenhain: Bachmann; Hanke 9/1, Lenhardt 6, Pursche 5, Paul, Casselmann je 4, Hergl 2, Richter 1, Wiechert, Clasen.

HSG Hochheim/Wicker – HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II 35:29 (18:14). Vor den Augen ihres zukünftigen neuen Trainers Martin Reuter verabschiedeten sich die Hochheimer in der heimischen Georg-Hofmann-Halle anständig in die Winterpause. Zwar lagen die Gäste aus Wiesbaden nach sieben Minuten mit 5:2 in Führung, ein 4:0-Lauf durch Matthias Ochs (2), Marc Podesta und Simon Seith veränderte aber das Bild – 6:5 (11.). Ab diesem Moment spielte nur noch das Heimteam und legte bis zur 19. Minute eine 12:6-Führung vor. Zur Pause stand es 18:14, und auch nach dem Seitenwechsel ließ Hochheim/Wicker nichts mehr anbrennen. Top-Werfer Philipp Kukula (9 Tore) legte zwei schnelle Tore zum 20:14 vor und machte so früh klar, wohin die Reise in den zweiten 30 Minuten gehen wird. Durch den Sieg distanzierte der Elfte die Wiesbadener bis auf sechs Punkte und darf nach dem Winter in der Tabelle eher nach oben als nach unten.

Hochheim/Wicker: Scholz, Steinke. Kukula 9, Ochs 8, Fuchs, Seith je 6, Podesta, Kossler je 3, Helbig, Hofmann, Hacker.

HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten – TSG Münster II 27:29 (12:13). Die Gäste starteten mit Tobias Bröscher, Dominik Reindl und Marcel Ritzinger gut in die Partie. Die 3:1-Führung nach fünf Minuten hielt aber nur zehn Minuten. Dann leistete sich die Oberliga-Reserve aus dem hiesigen Kreis zu viele Fehler und wurde von den Steinbachern hart bestraft – 6:10 in der 20. Minute. In der abwechslungsreichen Partie gehörte dem Gästeteam von Jochen Wichert die Schlussphase in Halbzeit eins und die 13:12-Pausenführung. Diese verteidigte das heimische Team auch nach dem Seitenwechsel wacker. Nach hart umkämpften 15 Minuten zum Start in Halbzeit zwei setzten sich Wicherts Schützlinge entscheidend ab. Das 23:20 in der 51. Minute war so etwas wie die Entscheidung. Am Ende musste Münster II zwar zittern, ging aber als verdienter Sieger aus der Altkönigsporthalle. Bereits am 20. Januar geht es für das Team mit dem Derby gegen Langenhain weiter.

Münster II: Sieber, Seng; Bröscher, Reindl je 7, Gonzalez 5, Frank 4, Biringer 3, Ritzinger, Frieman, Bauer je 1.


Eddersheim beherrscht Niederhofheim/Sulzbach beim 35:29

Im Derby der Handball-Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt nutzte die TSG Eddersheim ihren Heimvorteil in der Sporthalle am Karl-Eckel-Weg aus und besiegte die formstarke MSG Niederhofheim/Sulzbach überraschend deutlich mit 35:29 (19:14).

Schon in der Anfangs-Viertelstunde demonstrierte das Team von Trainer Klaus Fischer Stärke. Auf der anderen Seite kam das Selbstvertrauen aus drei Siegen in Serie bei den Gäste aus Niederhofheim und Sulzbach nicht zum Tragen. „Wir haben den Start komplett verschlafen“, ärgerte sich Gäste-Sprecher Alexander Foehse über das 4:9 nach zwölf Minuten. Nach 16 Minuten führte Eddersheim sogar mit 12:5. „Wir standen in der Abwehr nicht gut und hatten im Angriff große Probleme, um überhaupt zum Torerfolg zu kommen“, monierte Foehse. Zwar bäumten sich die Gäste bis zum Seitenwechsel auf und verkürzten den Rückstand von zwischenzeitlich zehn Toren (7:17 in der 22. Minute) auf fünf Tore – 14:19.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte aber vor allem die TSG Eddersheim. Immer wenn die Spieler der Gäste auf dem Weg zurück ins Spiel waren, hatte die TSG Eddersheim mit seinen Top-Torschützen Niklas Schmidt (10 Tore) oder Kevin Pappisch (7) eine gute Antwort parat.

„Nachdem wir es in der ersten Halbzeit verpasst hatten, den Sack schon zuzumachen, sind wir in der zweiten Hälfte wieder gut reingekommen und waren vor allem in unserer 6:0-Deckung mit Marc Sacher auf der rechten Halbposition sehr stabil“, analysierte Fischer.

Mit einem Punktestand von 14:14 rangieren seine Eddersheimer nun im Mittelfeld der Tabelle und stehen nur einen Platz schlechter da als der Sechste aus Niederhofheim/Sulzbach. „Wir wollen im neuen Jahr vor allem den Auswärtsfluch beenden, dann können wir in der Tabelle noch viel Boden gutmachen“, beendete der Eddersheimer Coach seine Ausführungen.

TSG Eddersheim – MSG Niederhofheim/Sulzbach 35:29 (19:14). Eddersheim: Tillmann, Daniel Pakula; Schmidt 10/4 Tore, Pappisch 7/1, Maus 5, Diefenhardt 3, Macek, Sacher beide 2, Lange, Wittig, Losch alle 1, Bächler. Niederhofheim/Sulzbach: Gehring, Noll; Hoß 11/6 Tore, Schana 9, Mund 4, Brand 2, Foehse, Watkowiak, Herweh alle 1, Barth, Gissel, Trubljanin, Schmidt

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