Sie freuen sich, dass es wieder losgeht: Die Volleyballerinnen der HTG Bad Homburg, links der neue Trainer Kiyarash Maleki, starten in die Saison der Oberliga Hessen.	Foto: verein
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Sie freuen sich, dass es wieder losgeht: Die Volleyballerinnen der HTG Bad Homburg, links der neue Trainer Kiyarash Maleki, starten in die Saison der Oberliga Hessen.

Volleyball, Oberliga Hessen

Neuer Trainer ist für die HTG-Damen "wie ein Sechser im Lotto"

  • vonRobin Kunze
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Die Bad Homburgerinnen starten in die Oberliga-Runde. Wegen Corona musste das Team in der Vorbereitung mit widrigen Umständen klarkommen

Heute um 18 Uhr beginnt für die Volleyballerinnen der HTG Bad Homburg die neue Spielzeit. Zu Gast ist der Absteiger aus der Regionalliga dann beim Hünfelder SV. "Sie haben als Zweitplatzierte der Landesliga Nord die Chance zum Aufstieg bekommen und werden maximal motiviert sein", ist sich Kristin Bernius sicher. Das kann die Co-Trainerin der HTG aber auch von ihrem Team berichten. Die eigenen Reihen konnten trotz der widrigen Corona-Umstände gestärkt werden. Lisa Kreusel, Mareike Thomer und Vivia Minor musste man ziehen lassen, neu sind Susanne Hartwig, Janina Hecht, Eva Schwab, Fabienne Röll und Derya Gewiontek.

Insgesamt stehen 13 Spielerinnen im Aufgebot. Trainiert wird dieses seit Juni von Kiyarash Maleki, der nach dem Aufhören von Jens Völkel für den Club wie "ein Sechser im Lotto" (O-Ton Bernius) war. "Bedingt durch Corona war es enorm schwer, überhaupt einen Trainer zu finden, und wir sind sehr glücklich, dass er auf uns zugekommen ist und sich letztlich auch für uns entschieden hat", sagt Bernius, "er ist super motiviert und lebt den Volleyball." Mit dieser Einstellung konnte der 27-Jährige den Fokus in den vergangenen Wochen zumindest zeitweise auf den Sport lenken. Ganz aus den Köpfen bekam man die Ausnahmeumstände aber nicht. "Covid hat schon eine sehr große Hürde dargestellt", sagt Bernius. Sponsoren sind weggefallen, Vorbereitungsturniere mussten abgesagt werden und Training war - wenn überhaupt - nur unter einem beachtlichen organisatorischen Mehraufwand möglich.

"Kleine Vereine hatten es noch schwerer"

"Doch wir wollen uns da gar nicht beschweren, schließlich wurden wir als Abteilung sehr gut vom Hauptverein unterstützt. Zudem weiß ich, dass es viele kleinere Vereine viel schwerer hatten als wir", betont Bernius. So konnte die Mannschaft im August etwa ins Trainingslager in den Westerwald fahren, um dort intensive Übungseinheiten zu bestreiten und gleichzeitig als Team besser zusammenzuwachsen.

Nach dem Trainingslager konnte in Auerbach dank einer Ausnahmeregelung ein Sechserturnier ausgetragen werden. Die Teilnahme ermöglichte den "Schmetterlingen" der HTG zumindest etwas Spielpraxis, doch vergleichen mit einer regulären Vorbereitung lässt sich das alles nicht. Daher hält man derzeit auch nichts davon, große PIäne zu schmieden. "In diesem Jahr zu sagen, man will unter die ersten drei oder ins Vorderfeld, wäre müßig", meint Bernius. Zu viele Unwägbarkeiten birgt die Situation um den Coronavirus nach wie vor.

Angesetzt hat der Hessische Volleyballverband eine Spielzeit mit Hin- und Rückrunde. Angesichts von 13 (statt 10) Teams gibt es einen straffen Spielplan. Ausweichtermine gäbe es fast keine, bemängelt Bernius, die sich eine Einfachrunde gewünscht hätte. "Unser Ziel ist es in diesem Jahr daher, Spaß am Sport mit gewissem Biss zu haben und jedes Spiel, dass wir spielen dürfen, voll und ganz zu genießen", lautet das Credo. 

Die Fakten zum Team

Zugänge: Derya Gewiontek, Fabienne Röll (beide SKV Mörfelden), Eva Schwab, Janina Hecht (beide TG Naurod), Susanne Hartwig (TG Bad Soden II)

Abgänge: Lisa Kreusel (TuS Kriftel), Vivia Minor, Juliane Weissbecker

Kader: Anja Beyrich (MB), Ann-Katrin Liebe (L), Derya Gewiontek (D), Doreen Werner (D), Esther Peckelsen (MB), Eva Schwab (L), Fabienne Röll (Z), Franziska Edmaier (AA) , Janina Hecht (Z), Jelena Voegele (AA), Katharina Merz (MB), Louisa Kunz (AA), Susanne Hartwig (AA), Zsuzsanna Bender (MB)

Trainer: Kiyarash Maleki (seit Juni 2020)

Saisonziel: Coronafreie Saison mit Biss und Spaß

Meisterschaftsfavorit: Biedenkopf-Wetter-Volleys

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