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Der 1.FC-TSg Königstein besiegt den SF Friedsrichsdorf mit 2:0.

Fußball, Gruppenliga

Neuling Königstein schlägt den nächsten Mitfavoriten

Der 1. FC-TSG Königstein hat am Wochenende den einzigen Sieg der sechs Gruppenligisten aus dem Hochtaunus gefeiert.

Spvgg Oberrad – 1. FC-TSG Königstein 2:3 (1:3). Mit dem zweiten Sieg im vierten Saisonspiel fand Königstein einen versöhnlichen Abschluss der „englischen Woche“. Und diesmal absolut verdient, wie Till Sommerfeld, seinerseits Sportlicher Leiter beim 1. FC-TSG, nach dem nächsten Erfolg gegen einen Titelanwärter resümierte. „Wir waren auf Augenhöhe. Anders als gegen Seckbach“, analysierte Sommerfeld und bezog sich damit auf den Heimsieg unter der Woche, bei dem man „Schweine-Glück“ (Sommerfeld) gehabt habe. Ganz anders im Frankfurter Süden: Eine gut organisierte Defensive und ein schnelles Umschaltspiel waren das Rezept für den Sieg – zusammen mit der Kaltschnäuzigkeit von Mittelfeldmann Wayne Schäfer. Erst verwandelte er nach einem Basanisi-Freistoß (21.). Kurz vor der Pause sah er dann, dass Schlussmann Saula zu weit vor seinem Kasten stand und bestrafte ihn prompt. Oberrad kam auch nach einem „beinahe tollkühnen“ (Sommerfeld) Strafstoß nicht mehr in Schlagdistanz.

Tore: 0:1, 1:3 Schäfer (21.,45.), 0:2 Da Silva (23.), 1:2, 2:3 Ilke (41., 89./FE). rku

SKV Beienheim – FC Neu-Anspach 2:0 (0:0). „Das Quäntchen Glück, das uns im letzten Spiel auf die Siegerstraße gebracht hatte, hat uns heute einfach gefehlt“, fasste FCNA-Übungsleiter Rico Henrici die Partie nüchtern zusammen. Über gut 86 Minuten habe sein Team – bestückt mit nicht weniger als sechs Akteuren, die vor kurzem noch in der U 19-Verbandsliga aufliefen – prima mitgehalten und einem erfahrenen Gruppenliga-Team die Stirn geboten. Dann riss die Anspacher Glückssträhne und mit ihr auch mutmaßlich eines der Bänder im Knie von Mario Schreiber: Beim Herausstürmen blieb der Schlussmann im trockenen Rasen hängen und musste verletzt raus.

Das Wechselkontingent bereits vollständig ausgeschöpft, streifte sich Verteidiger Julian Paul aushilfsmäßig das Torwarttrikot der Gäste über, die in Unterzahl zu Ende spielen mussten. Dem voraus war das 1:0 für Beienheim infolge eines herben Abstimmungsfehlers der Anspacher Defensive (86.) gegangen. Das 2:0 in der Nachspielzeit war laut Henrici nur noch Makulatur. Hadern wollte der Trainer mit seiner Mannschaft nicht.

Tore: 1:0 Hirzmann (86.), 2:0 Michalak (90.). rku

FC Oberstedten – FG Seckbach 1:5 (0:2): Erst setzte der FCO ein Ausrufezeichen, doch dann ging die Partie deutlich verloren. „In den ersten 40 Minuten haben wir unsere beste Saisonleistung gezeigt“, berichtete Manager Rüdiger Rau, „aber leider gehören die restlichen 50 Minuten auch zur Partie.“ Zunächst sorgten die Gastgeber für Torraumszenen und hielten die hoch gewetteten Seckbacher gleichzeitig vom eigenen Kasten fern. Kurz vor dem Pausenpfiff führten aber zwei individuelle Fehler innerhalb von zwei Minuten zu zwei Gegentreffern: Ein Stellungsfehler begünstigte das 0:1 durch Milad Wardak (43.), und ein Fehlpass in der eigenen Vorwärtsbewegung ermöglichte Dominik Tischner das 0:2 (45.). Unmittelbar nach der Pause wurde Ali Wardak gut eingesetzt und bestrafte eine weitere Unachtsamkeit der Stedtener. „Danach war das Spiel bei den hohen Temperaturen gelaufen“, erklärt Rau.

Tore: 0:1, 0:4 M. Wardak (43., 62.), 0:2 Tischner (45.), 0:3 A. Wardak (48.), 1:4 Özdemir (74.), 1:5 May (80.). rk

SC Dortelweil – FSV Friedrichsdorf 1:1 (1:1): Zweimal musste der FSV in dieser Woche ran, zweimal blieb man sieglos. Beim SC Dortelweil spielte das Team wie am Mittwoch in Oberstedten remis, weil die Chancenverwertung erneut mangelhaft war. „Insgesamt eine verlorene Woche für uns“, ärgerte sich Metin Yildiz. Immerhin sah der Trainer, wie seine Elf einen frühen Rückstand noch ausglich. In der 11. Minute ging der Ball auf der rechten Außenbahn an Christian Wiemann verloren. Dieser zog schnurstracks in den Friedrichsdorfer Sechzehner, wo er den Ball zum 1:0 versenkte. Eine knappe Viertelstunde später wurden die Friedrichsdorfer für ihr Gegenpressing belohnt. Youngster Roberto Gjuraj eroberte das Spielgerät in des Gegners Hälfte und setzte Francesco Marino in Szene. Der Stürmer glich aus, doch danach passierte nichts mehr so viel. Der FSV verlor in der 81. Minute noch Patrick Bussian (Gelb-Rot wegen Reklamierens). Dem Schiedsrichter stellte Yildiz kein gutes Zeugnis aus. rk

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