Nur schwer zu bremsen: Bad Homburgs Top-Scorerin Nerea Garmendia Odroziola.
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Nur schwer zu bremsen: Bad Homburgs Top-Scorerin Nerea Garmendia Odroziola.

Basketball, 2. Bundesliga Süd

Neunter Sieg der Bad Homburg Falcons wirdzur "One-Women-Show"

  • vonGerhard Strohmann
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Die Basketballerinnen der HTG bleiben nach einem knappen Sieg in Heidelberg im Titelrennen. Trainer Brown warnt vor der Abhängigkeit von einer Spielerin.

Heidelberg -Das Rennen um die Meisterschaft in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen bleibt ein Zweikampf zwischen den QOOL Sharks Würzburg und den Falcons Bad Homburg, die sich auch am Wochenende keinen Ausrutscher erlaubt haben. Während die Würzburgerinnen die Hürde bei Jahn München mit 74:61 nahmen, setzten sich die Falcons bei den SNP BasCats Heidelberg II mit 70:66 durch.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison machte aufseiten von Bad Homburg Nerea Garmendia Odroziola den Unterschied aus. Die 32-jährige Spanierin lieferte eine Gala. Mit 24 Punkten und 16 Rebounds (davon 12 unter dem eigenen Korb) stand sie in der Statistik der Partie in zwei entscheidenden Kategorien mit einem zweistelligen Ergebnis zu Buche.

"Wir sind zurzeit zu sehr von Nerea abhängig", hat Falcons-Coach Jay Brown daher aber auch eine Schwachstelle beim Tabellenzweiten erkannt. Wegen des Fehlens von Gergana Georgieva, Lisa Marie Kämpf und Zoe Jankovsky mangelte es seiner Mannschaft in Heidelberg zwar an Erfahrung, aber das allein ist nur eine unzureichende Erklärung für die "One-Woman-Show".

"Wir müssen die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen und uns bezüglich der Aggressivität durch intensives Training auf das Level von Heidelberg begeben", hatte Brown Respekt vor der forschen Spielweise der Gastgeberinnen gewarnt, die den Falcons mit ihre Gangart lange Zeit den Schneid abkauften. Bestes Beispiel war das dritte Viertel, das sich nach einer 42:35-Pausenführung der Falcons zu einer Basketball-Schlacht entwickelte. Nach 10 effektiven Spielminuten hatte der Tabellenzweite diesen Abschnitt mit 8:7 für sich entschieden. Ein derart mageres Ergebnis ist in diesem Leistungsbereich selten. Vor allem dank Nerea Garmendia Odroziola lagen die Gäste vor dem letzten Viertel mit 50:42 (26:21, 16:14, 8:7) vorn und konnten es sich deshalb erlauben, Heidelberg bis zur Schluss-Sirene noch auf 66:70 herankommen zu lassen. Neben Garmendia Odriozola waren Spielmacherin Haley McDonald (19) und Ana-Maria Kammer (13) zweistellig erfolgreich, wobei dieses Trio somit allein 80 Prozent aller HTG-Punkte verbuchte.

Das nächste Zweitligaspiel bestreiten die Bad Homburgerinnen am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr gegen den Tabellenelften DJK Don Bosco Bamberg.

Falcons Bad Homburg: Garmendia Odroziola (24), McDonald (19/4), Kammer (13/1), Gregor (8), Gray (6), Koopmann, Steinhoff, Rhein, Johanns; nicht eingesetzt: Heubel und Bokemeyer.

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