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Maxim Neil Stephens (MTV Kronberg, rechts).

Basketball, Regionalliga

Neuseeländer haben beim MTV Kronberg schon Tradition

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Im letzten Heimspiel (69:71 gegen Crailsheim) heißt es Abschied nehmen. Ein neuseeländische Gastspieler trug seinen Teil zu Kronbergs Top-Bilanz in der 4. Liga bei. Sein persönliches Ziel verfehlte er allerdings.

Für eine basketballverrückte Familie vom anderen Ende der Welt schloss sich im Taunus ein Kreis. Der Neuseeländer Maxim Neil Stephens absolvierte zum Rundenfinale der 1. Regionalliga gegen die Crailsheim Merlins (69:71) sein letztes Spiel für den MTV Kronberg. Seit Januar hat der 18-Jährige bei Familie Mangold in Kronberg gelebt, wobei der Kontakt zwischen den Mangolds und den Stephens schon seit 30 Jahren besteht. 1989/90 spielten Papa Neil Stephens und Stefan Mangold gemeinsam beim MTV – damals in der 2. Bundesliga.

Seitdem haben sich die befreundeten Sportler nicht aus den Augen verloren und die Familien in ihren globalen Austausch mit einbezogen. Tabea Mangold beispielsweise hat 2014 ein Auslandsjahr in Neuseeland verbracht. Jetzt erfolgte der Gegenbesuch von Maxim, einen von drei Kindern der Stephens-Family. Von Stephens junior hat auch die Mannschaft des MTV Kronberg profitiert. Mit 73 Punkten in elf Spielen hat er zur großartigen Bilanz der Crnjac-Truppe in der Rückrunde beigetragen. Er hat in den vier Monaten in Kronberg Männer-Basketball kennengelernt, an der Altkönigschule am Englisch- und Sportunterricht teilgenommen, war an den Schülerwiesen täglich drei Stunden im Fitness-Studio des Vereins und absolvierte zahlreiche individuelle Wurftrainingseinheiten.

Ein Ziel blieb für den jungen Neuseeländer allerdings unerreicht. „Er wollte in seiner Zeit in Deutschland 15 Kilo zunehmen“, plauderte Gast-Mama Anja Mangold, ebenfalls eine ehemalige Basketballerin, aus dem Nähkästchen. „Aber es sind nur 7 Kilogramm Muskelmasse geworden“, fügte sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Für Kronbergs Trainer Miljenko Crnjac ist Stephens nicht nur wegen des personellen Notstands ein höchst willkommener Neuzugang gewesen: „Der Junge hat einen sehr guten Basketball-IQ mit einem tollen Gespür für Rebounds. Er hat sich in den Wochen bei uns hervorragend entwickelt und wenn er in Sachen Physis zulegt, steht einer Profikarriere nichts mehr im Weg.“ Nach dem Spiel gegen Crailsheim, in dem er sich am Knie verletzte, hieß es Koffer packen und Abschied nehmen für Maxim Neil Stephens, der nach einem Zwischenstopp in Amsterdam ans andere Ende der Welt zurückfliegen wird.

In wenigen Tagen bricht er mit dem Junior Tall Black Team (Neuseelands U-19-Nationalteam) zu einer Reise nach China auf. Vom 29. Juni bis 7. Juli wird er dann an der U-19-WM in Kreta teilnehmen. Beim Eröffnungsspiel zwischen Neuseeland und den USA werden mit Papa Neil Stephens, Stefan Mangold und Bernd Kimpel auch drei Basketball-Größen aus den Hoch-Zeiten des MTV Kronberg auf der Tribüne mitfiebern.

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