Kopfballduell zwischen Oliver Schmidt (SC Waldgirmes, links) und dem Dietkircher Marco Müller.
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Kopfballduell zwischen Oliver Schmidt (SC Waldgirmes, links) und dem Dietkircher Marco Müller.

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

Nicht Fisch, nicht Fleisch: Dietkirchen kassiert 2:2 in Überzahl

In der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, hat der TuS Dietkirchen beim 2:2 gegen den SC Waldgirmes im Endeffekt einen wertvollen Zähler geholt, auch wenn es durchaus drei Punkte hätten werden können. In Überzahl kassierte die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer den 2:2-Ausgleich.

TuS Dietkirchen – SC Waldgirmes 2:2 (1:1). Die Elf vom Reckenforst kam in der Anfangsphase so gar nicht ins Rollen. Waldgirmes wirkte spritziger und wacher, während der TuS vor allem in der Defensive schläfrig war und bei zweiten Bällen meist den Kürzeren zog. Nach vier Minuten verpasste Lucas Hartmann auf Koyuncu-Vorarbeit per Grätsche das 0:1, das dann aber nicht lange auf sich warten ließ: Max Schneider nagelte das Spielgerät aus 25 Metern gnadenlos und sehenswert in den linken Torwinkel (9.).

Dietkirchen brauchte 25 Minuten, um sich in der Offensive anzumelden. Dann setzte Maximilian Zuckrigl mit einem 22-Meter-Schuss die erste Duftmarke. Die erste richtig dicke Chance ergab sich nach feiner Flanke von Niklas Schmitt für Dennis Leukel, dessen Kopfball hauchdünn am linken Pfosten vorbeiflog (31.). Der SCW ließ gegen Ende des ersten Abschnitts nach und kassierte prompt den Ausgleich: Dennis Leukel spielte Marco Müller frei, der keine Mühe hatte, die indisponiert wirkende Abwehr auszuwackeln und zum 1:1 zu vollstrecken (41.). Und fast wären die Schwarz-Roten sogar noch vor der Pause in Front gegangen, doch Torwart Maik Buss rettete gegen den aus spitzem Winkel abschließenden Robin Dankof (44.).

Nach Wiederbeginn wurde Dietkirchen merklich stärker und hatte das 2:1 auf dem Schlappen, als Lukas Hautzel aus 20 Metern abzog, SC-Keeper Maik Buss die Kugel nach vorne abwehrte, dann aber von Marco Müller angeschossen wurde (50.). Dann war es Max Zuckrigl, der aus 18 Metern zentral knapp verzog (59.). Der TuS wollte zuweilen ein bisschen zu viel und wirkte bei Waldgirmeser Gegenstößen zeitweise zu offen. Das hätte sich beinahe gerächt: Lucas Hartmann hatte von links geflankt, Natnael Tega kam am zweiten Pfosten zum Abschluss, doch Torwart Max Gotthardt reagierte prächtig (64.). Apropos Tega: Der Offensivakteur leistete sich kurz danach eine Grätsche von hinten in die Beine Robin Dankofs und bekam völlig zurecht die Rote Karte (69.).

Dann die verrückte Schlussphase: Zunächst verwandelte Dennis Leukel mit seinem fantastischen Treffer aus der Luft nach Flanke von Moses Nickmann den Reckenforst in ein Tollhaus (78.), dann war es auf der Gegenseite Lucas Hartmann, der artistisch ins lange Eck erfolgreich war – 2:2 (84.). Und nur 120 Sekunden danach bediente Max Schneider den Torschützen mit starkem Pass durch die Gasse, doch Hartmann schoss freistehend rechts vorbei (86.) – durchatmen. Quasi mit dem Schlusspfiff wäre Joshua Enobore beinahe ein fulminantes Eigentor unterlaufen, doch Torhüter Maik Buss hielt den am Ende gerechten Punkt für den SCW fest (90.).

„In der ersten Halbzeit waren wir nicht griffig genug und hatten irgendwie eine Blockade“, meinte Thorsten Wörsdörfer, der insgesamt aber zufrieden war: „Nach dem Tor zum 2:1 sind wir zwar ein bisschen unkoordiniert geworden, Waldgirmes hat aber nun mal eine gute Mannschaft mit starken Einzelspielern. Die Jungs haben gut gespielt, wollten dann ein bisschen zu viel, und hintenraus haben ein Stück weit die Körner gefehlt. Wir haben gut gefightet, und der Punkt tut uns gut.“ PATRICK JAHN

Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann, Schmitt, Böcher, Müller (82. Mink), Hautzel, Kratz, Leukel, Dankof, Zuckrigl, Bergs – Waldgirmes: Buss, Erler, Schmidt, Golafra, Tega, Koyuncu, Hartmann, Schneider (87. Stephan), Enobore, Ciraci, Cinemre (73. Erben) – SR: Losinski (Immenhausen) – Tore: 0:1 Max Schneider (9.), 1:1 Marco Müller (41.), 2:1 Dennis Leukel (78.), 2:2 Lucas Hartmann (84.) – Rot: Natnael Tega (W./69., grobes Foulspiel) – Zuschauer: 200.

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