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Hoch das Bein: Felix Eich (SV Gronau, links) schlägt Sebastian Grassler (SG Ober-Erlenbach) den Ball vor der Nase weg.

Fußball, Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West

Nicht Fisch, nicht Fleisch: SG Ober-Erlenbach startet mit 0:0 gegen den SV Gronau

Die SG Ober-Erlenbach kommt in der Aufstiegsrunde gegen den SV Gronau nicht über ein 0:0 hinaus. Für den Einzug in die Gruppenliga braucht es jetzt Schützenhilfe.

Um es vorwegzunehmen: Weder die SG Ober-Erlenbach noch der SV Gronau präsentierten sich gestern in Gruppenliga-Verfassung. Dass die erste Begegnung in der Aufstiegsrunde wenig Ansehnliches bot, hatte viele Gründe. Ein wichtiger: die Platzwahl.

Die Gastgeber entschieden sich für den kleinen Kunstrasenplatz. Das hatte bereits vor dem Anpfiff Auswirkungen. Die 300 Zuschauer drängten sich entlang des Spielfeldes und mussten von Schiedsrichter Müller vor und während der Partie von den Seitenlinien verwiesen werden. Zudem sorgte der hitzereflektierende Kunststoff bei hohen Temperaturen für ein wahrlich unangenehmes Spielklima. „Die Entscheidung pro Kunstrasen war nicht im Sinne des Spiels“, merkte Gronaus Trainer Florian Schwing an, „Fußball ist ein Rasensport.“

Die SGO bestand aber auf dem gewohnten Geläuf, auf dem sie seit einiger Zeit so gut wie alle Heimspiele austrägt. Und wenn der Ball dann mal rollte, war es zunächst auch die SGO, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückte. Ober-Erlenbach spielte zielstrebiger und präziser und nutzte die (begrenzte) Breite des Feldes besser. Von einer überzeugenden Leistung lässt sich dennoch nicht sprechen. SGO-Coach Philippe Chakour: „Wir waren feldüberlegen, aber nicht wirklich gut.“

Hochkarätige Chancen waren in einem von Zweikämpfen bestimmten Spiel Mangelware. Allerdings erfolgte in der zweiten Hälfte eine Szene, die für Gesprächsstoff sorgte: In der 61. Minute kam Benedikt Seitz nach einer Ecke zum Kopfball, den SV-Keeper Maurice Gruchot möglicherweise erst hinter der Torlinie parierte. Abschließend lässt sich dies nicht aufklären, Referee Müller ließ jedenfalls weiterspielen, sein Assistent gab kein Signal.

Gronaus beste Möglichkeit ergab sich in der 86. Minute. Nach einem langen, hohen Ball aus dem Mittelfeld erwischte Gronau die Viererkette der Gastgeber auf dem falschen Fuß, so dass Marco Greco zwölf Meter frei vorm Tor auftauchte. Der Angreifer brauchte jedoch einen Tick zu lange, um sich und das Spielgerät zum Gehäuse auszurichten, weswegen ein Verteidiger aufschließen konnte. Der Abschluss aus vollem Lauf ging drüber. Trotzdem war Schwing nach dem Spiel einigermaßen zufrieden: „Wir konnten uns das Unentschieden erkämpfen und haben es am letzten Spieltag selbst in der Hand.“

An Pfingstsamstag (17 Uhr) empfängt Gronau die SG Westend Frankfurt, bei der die SG Ober-Erlenbach bereits am Mittwoch (19.00) antritt. „Das Spiel müssen wir gewinnen und dann schauen, wie es zwischen den anderen beiden ausgeht“, sagt Chakour, „unter Umständen steigen ja sogar die zwei Besten aus dem Dreiervergleich auf.“ Dazu müsste allerdings die FG Seckbach in die Verbandsliga Süd aufrücken. Das erste Aufstiegsspiel bei JSK Rodgau ging gestern für Seckbach daneben – 1:2.

SG Ober-Erlenbach: Franke – Hecimovic, F. Grassler, T. Pottmeyer, Paszun, S. Grassler, J. Grassler, Seitz, M. Pottmeyer, Matuschewski, Ragge. SV Gronau: Gruchot – Okuducu, Zola, Pereira, Greco, Dechant, Trepohl, Felix, Pintol, Ochere, Flachsel. Gelb-Rot: Matuschewski (90.+2/gefährliches Spiel).

ROBIN KUNZE

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