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Bei Jerome Zey (SV RW Hadamar, rechts) läuft es wie am Schnürchen. Nach drei Toren in den letzten zwei Spielen sollen bestenfalls weitere Treffer gegen den FSV Fernwald folgen. 

Fußball-Hessenliga

Nicht wieder ein verrücktes 6:5

In der Fußball-Hessenliga biegen die meisten Vereine in die zweite Saisonhälfte ein. Der SV Rot-Weiß Hadamar erwartet am Samstag mit dem FSV Fernwald (Anstoß: 14.30 Uhr in Niederhadamar) das abgeschlagene Tabellenschlusslicht. 

VON PATRICK JAHN

Am 28. September endete für den SV Rot-Weiß Hadamar eine fünfteilige Serie nicht verlorener Spiele in der Fußball-Hessenliga mit dem 0:2 gegen Eintracht Stadtallendorf. Seit diesem Tag hat sich die Mannschaft von Trainer Stefan Kühne vorgenommen, eine neue Serie zu starten. Und: Es hat geklappt. Siebenmal hintereinander mussten die Hadamarer nicht gesenkten Hauptes vom Feld gehen. Genauer gesagt: Die Rot-Weißen stehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Tabelle sogar punktetechnisch noch besser als im Vorjahr.

Stefan Kühne meint: "Ich weiß, dass die Mannschaft letztes Jahr einen noch besseren Lauf vorzuweisen hatte. Wir sind einfach gut dabei und wollen jedes Spiel erfolgreich gestalten. Für dieses Ziel ziehen wirklich alle mit. Das ist schön zu sehen." Beim 2:1 vom letzten Samstag gegen den KSV Baunatal hatten die Fürstenstädter das Glück gepachtet, das weiß auch der Coach: "Wir hätten ein sicheres Spiel fast noch aus der Hand gegeben. In der zweiten Halbzeit hätten wir unsere Konter besser ausspielen müssen."

Beim Blick auf den kommenden Gegner, FSV Fernwald, muss im Hadamarer Lager niemandem angst und bange werden. Der souveräne Aufsteiger aus der Verbandsliga Mitte rangiert - sicherlich etwas überraschend - abgeschlagen mit sieben Zählern am Tabellenende. Trotzdem warnt Stefan Kühne: "Das ist wieder zu vergleichen mit Hanau oder Bad Vilbel. Ich erwarte - ähnlich wie beim verrückten 6:5 im Hinspiel - eine schwierige Partie, denn Fernwald verliert stets nur knapp. Genau deswegen fordere ich von meiner Mannschaft wie jede Woche Konzentration, Leidenschaft und Wille von der ersten Minute an." Derartige Spiele sind vor allem für Trainer meist schwierig vorzubereiten. Auch wenn niemand den Widersacher unterschätzen möchte, schleicht sich meist im Unterbewusstsein der Spieler der Schlendrian ein. "Ich muss den Jungs ganz klar sagen, dass das kein Selbstläufer wird. Schnell unterschätzt man solche Gegner, ich kann da aus Erfahrung sprechen", weiß der Ex-Profi.

Aus personeller Sicht müssen die Rot-Weißen auf Markus Neugebauer verzichten. Und das nicht nur wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Baunatal-Spiel, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass der zentrale Mittelfeldspieler bis Ende Januar wegen eines Auslandsaufenthalts nicht zur Verfügung stehen wird. Ansonsten ist mit Änderungen nicht zu rechnen.

Hand auf's Herz: Alles andere als ein weiterer Sieg käme schon einer Enttäuschung gleich. Vor dem Spitzenspiel nächste Woche beim FC Eddersheim wäre es von Vorteil, mit möglichst breiter Brust anzureisen. Deshalb sollten die Fürstenstädter ihre "Hausaufgabe" lösen.

Freitag:

Hessen Dreieich - VfB Ginsheim 20.00

FV Bad Vilbel - FC Hanau 93 20.00

Samstag:

Eintr. Stadtallendorf - TuS Dietkirchen 14.00

SV RW Hadamar - FSV Fernwald 14.30 (in Niederhadamar)

Türk Gü. Friedberg - Hessen Kassel 14.30

SC Waldgirmes - KSV Baunatal 14.30

SGB Fulda-Lehnerz - Viktoria Griesheim 14.30

Sonntag:

SV Neuhof - FC Eddersheim 14.45 RW Walldorf - SV Steinbach 14.45

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