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Enis Bunjaki, Eintrachts doppelter Torschütze, setzt sich in dieser Szene gegen Johannes Stingel resolut, allerdings nicht ganz regelgerecht durch.

Eintracht-U19

Nichts für schwache Nerven

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Die A-Jugendfußballer von Eintracht Frankfurt trieben es am drittletzten Spieltag der U19-Bundesliga Süd/Südwest auf die Spitze, was Spannung und Nervenbelastung im Abstiegskampf angeht.

An die 300 Zuschauer, allen voran die mitzitternden Verantwortlichen des Leistungszentrums, erlebten den puren Fußball-Wahnsinn. Mit 0:2 lag das Team von Trainer Alexander Schur gegen den direkten Konkurrenten 1860 München zurück, am Ende hieß es 3:2 (0:1) für die selbst ein bisschen fassungslosen Riederwälder.

Als Schur im Herbst den glücklosen Daniyel Cimen ablöste, sah es nicht gut aus für die Eintracht. Doch mit nun sieben Siegen aus elf Spielen kletterten die Frankfurter vom 13. bis auf den neunten Tabellenplatz und haben zwei Spieltage vor Saisonschluss fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

1860 München lag vor der Partie am Riederwald nur einen Zähler zurück. Der Druck war also relativ gleichmäßig auf beide Mannschaften verteilt. Die Eintracht hatte durch Luca Waldschmidt die erste Chance, der jedoch ebenso an Münchens Schlussmann Maximilian Engl scheiterte (10.) wie kurz darauf Ilias Becker (18.). Dann traf Waldschmidt den Pfosten (25.). Das erste Tor fiel auf der Gegenseite. Eric Weeger nutzte die Verwirrung im Eintracht-Strafraum eiskalt aus und markierte das 1:0 (40.).

Die Gastgeber machten weiter das Spiel, 1860 das nächste Tor: Moritz Heinrich traf per Direktabnahme zum 2:0 (57.). Und dann konnte selbst Schur nur noch über seine Mannschaft staunen: „Sie waren weder ängstlich noch verkrampft, sondern haben immer wieder mutig den Weg nach vorne gesucht.“

Und das wurde belohnt. Enis Bunjaki legte auf, Ilias Becker verkürzte auf 1:2 (65.). Zwei Minuten später spielte Waldschmidt Becker an, der auch das 2:2 markierte. In der 79. Minute setzte die Eintracht noch einen obendrauf. Nach Waldschmidts Schuss konnte Engl den Ball nicht festhalten, Bunjaki war zur Stelle und staubte zum 3:2 ab. Kurz vor Schluss hielt Eintracht-Torwart Yannick Zummack mit einer Glanzparade gegen Mustafa Duman den Sieg fest. „Wie die Mannschaft dieses Spiel noch gedreht hat, ist einfach unglaublich“, jubelte Schur.

(rst)

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