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Die Goldsteinerin Nahomi Yosef (links) setzt sich gegen die Kriftelerin Michelle Huber durch.

Handball

Nied erobert den Platz an der Sonne

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Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der SG Nied setzten sich zum Rückrundenstart an die Spitze der Tabelle.

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der SG Nied setzten sich zum Rückrundenstart an die Spitze der Tabelle.

Die Mannschaft von Trainer Jens Schulz besiegte den SV Bad Camberg gleich zwei Mal und grüßt von Rang eins.

SG Nied – SV Bad Camberg 26:10 (15:3), Bad Camberg – SG Nied 12:28 (7:12). „Wir hatten drei Wochen, um uns auf dieses Wochenende vorzubereiten“, erklärte Jens Schulz. „Weil es in Bad Camberg beim Stand von 13:13 in die Halle geregnet hat, wurde diese Partie abgebrochen“, erinnerte Schulz daran, warum ein Doppelspieltag angesetzt war. Für die zwei Partien gegen den gleichen Gegner setzte der Trainer auf „psychologische Kriegsführung“: „Ich habe meinen Mädels gesagt, dass wir das erste Spiel so angehen müssen, dass es das wichtigste der ganzen Saison ist. Dann könnten uns im Sonntagsspiel 70 Prozent genügen.“ Dieser Plan ging auf. Dank starker Abwehr erlaubten die Gastgeberinnen dem Tabellenachten nur drei Gegentore in der ersten Hälfte. Nach dem Seitenwechsel kassierte Nied in 17 Minuten nur zwei weitere Treffer – 23:5. „Gloria Lechner hat acht Siebenmeter gehalten“, nannte Schulz einen Faktor, der zum 26:10 führte. Diese Tugenden gingen dem Spitzenreiter im zweiten Aufeinandertreffen ab. „Da waren wir in der ersten Halbzeit schwächer“, gab Schulz zu. Der Trainer redete seinen Spielerinnen gut zu, die in der zweiten Hälfte wie ein Tabellenführer spielten und den Durchgang mit 16:5 gewannen. „Platz eins ist eine schöne Momentaufnahme“, erklärte Schulz, „es ist aber schwierig zu sagen, wer von den drei Teams am Ende oben stehen wird. Wir müssen so konstant weiterspielen, dann könnte es etwas werden“.

Nied, 1. Spiel: Tamas, Hees je 7, Otto 3, Khalil, Walter, Mötschlmayer je 2, Welcher, Bauer, Hesse. 2. Spiel: Otto, Tamas je 5, Walter, Hesse, Hees, Welcher je 4, Khalil 2.

TSG Niederhofheim – HSG Sindlingen/Zeilsheim 19:31 (12:14). Die favorisierten Gäste erspielten sich in der ersten Hälfte zahlreiche Tempogegenstöße und freie Chancen. „Wir haben aber nicht getroffen“, meinte Jennifer Walter. Sindlingens beste Werferin lobte auch die Niederhofheimer Torfrau Sarah Zimmermann. In Hälfte zwei machten es die Gäste besser. „Wir haben unsere Abwehr stabilisiert und sind Tempogegenstöße gelaufen. Zudem hat der Gegner konditionell abgebaut“, erklärte Walter. Teuer bezahlt wäre dieser Sieg, wenn sich die Knieverletzung von Nina Cantarero als schlimmer herausstellt. „Wir hoffen, dass es nur ein Außenbandriss ist“, meinte Walter. Ein weiterer Kreuzbandriss nach der gleichen Verletzung von Saskia Winter im November wäre ein herber Rückschlag.

Niederhofheim: Richter 5/2, Klein, Forster je 3, Galesci, Eissfeldt je 2, Sevinc, Emanuel, Mollath, Becker. Sindlingen/Zeilsheim: Walter 10/6, Pickel, Kutscher je 4, Weihe, Dindar je 3, Cantarero, Wirtshofer, Bocklet je 2, Schultheiß.

TuS Nordenstadt – HSG MainHandball 24:18 (14:10). „Eigentlich ist das Spiel nicht schlecht gelaufen“, meinte Daniel Rossmeier. Der Trainer war mit der Leistung seines Teams 40 Minuten „sehr einverstanden“. In der Anfangsphase hielten die Gäste gut mit. Dann riss der Faden, und Nordenstadt setzte sich auf 12:9 ab (26.). „Da haben wir nicht gut verteidigt. Das war ein Blackout“, ärgerte sich Rossmeier. Beim 10:14-Pausenrückstand hatte der Vorletzte alle Möglichkeiten. „Auch da hatten wir aber wieder zehn unkonzentrierte Minuten“, schilderte Rossmeier den Start. Nach Annika Schneiders 11:14 klappte gar nichts mehr und die Gastgeberinnen zogen auf 17:11 davon. „Wenn wir uns die 20 Minuten Blackout sparen und unsere Fehler abstellen, können wir erfolgreich sein“, sagte Rossmeier.

MainHandball: Walther 6/2, Schmunk 4, Peci, Schneider je 2, Packheiser, Hahn, Lopes, Sterker.

TV Hattersheim – TG Kastel 17:20 (8:11). Nach der frühen 4:2-Führung baute das Team von Stephan Unger ab. Selbst als der Trainer in einer Auszeit beim Stand von 6:7 (21.) versuchte, dies zu korrigieren, blieb Besserung aus – 6:11 (28.). Mit 8:11 gingen die Hattersheimerinnen in die Pause und kamen nicht gut aus der Kabine – 9:14 (34.). Sie gaben sich aber nicht auf. Als Elena Rödelbronn beim Stand von 12:14 die Rote Karte sah (36.), war’s das jedoch.

Hattersheim: Heim 8/1, Neisius 5, Langner 3, Lorenz.

(awo)

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