Billard-Club Nied

Nied holt weitere drei Punkte

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Am vergangenen Doppelspieltag stellten die Dreiband-Spezialisten des Billard-Clubs Nied ihre Klasse unter Beweis.

In der 2. Bundesliga, Gruppe B, bekam es die Mannschaft von Wolfgang Dambowy auswärts mit den Spitzenteams von den Billardfreunden Mannheim und mit St. Wendel zu tun. Das 4:4 im ersten Spiel beim Tabellenvierten Mannheim war für Secundino Cid und seine Mitspieler eine gefühlte Niederlage. Am Folgetag besiegte das Main-Taunus-Team den Tabellendritten St. Wendel mit 6:2.

„Das war ein verrücktes und spannendes Wochenende“, meinte der Vorsitzende Dambowy. Vor allem das Spiel in Mannheim hatte viele Höhen und Tiefen. Secundino Cid und Efstratios Stavrakidis gingen zuerst an die Tische. Mit beeindruckendem Tempo schaffte Stavrakidis gegen Bohrer eine schnelle 15:4-Führung. Dann ging ihm das Stoß- und Ballgefühl etwas verloren, so dass sein Gegner über 18:21 nach der Pause sogar die Führung übernahm. Dass Stavrakidis ein Kämpfer ist, bewies er in der Schlussphase der Partie. Mit Taktik und Nervenstärke spielte er sich zurück und triumphierte mit 40:37. Auch Cid hatte mit Kessler einen mental starken Gegner. Das Nieder Urgestein bot beim 40:31-Sieg aber all seine Routine und Klasse auf. Die 2:0-Führung konnten die Gäste aus Nied nicht ins Ziel retten. Patrick Sofsky und der Portugiese Rui Costa versuchten gegen ihre Gegner Cetin Duran und Armin Kahofer alles, zogen am Ende aber jeweils den Kürzeren. An Durans Start-Ziel-Sieg gegen Sofsky war beim 40:30 nicht zu rütteln. Costa hatte den Sieg aber auf dem Queue. Zwar startete sein Gegner Kahofer wie die Feuerwehr und führte schnell mit 21:6. Dann hatte sich Nieds Techniker aber an die alten Bälle und das alte Tuch auf dem Tisch gewöhnt, so dass er über ein 21:33 mit 38:33 in Führung ging. „Das war an Spannung kaum zu überbieten“, berichtete Dambowy von Costas beiden vergebenen Matchbällen. Die letzte und entscheidende Wende schaffte Kahofer, der die letzten vier Punkte zum 40:39-Sieg machte.

Bei einem guten Abendessen analysierten die Nieder die verschenkten Punkte in Mannheim und gingen mit freiem Kopf ins Spiel beim BC St. Wendel. Zwar musste Cid gegen Werner Herges eine ärgerliche 38:40-Niederlage verdauen, seine Mitspieler wetzten die Scharte aber aus und sorgten mit drei Siegen für den 6:2-Erfolg. Den Anfang des Triumphmarschs machte Stavrakidis gegen Stefan Hirt. Bis zur Pause lag er noch mit 7:21 zurück. Dann fand er aber zu seinem sicheren Spiel und ging als klarer Sieger von Tisch drei – 40:30. Sofsky spielte gegen Paul Call eine ausgeglichene Partie. Selbst Sechs-Punkte-Führungen waren in diesem Duell auf Augenhöhe keine Sieg-Garantie. Am Ende setzte sich aber die starke Konzentration und der Wille des Nieders durch – 40:38. Mit dem unglücklichen 38:40 vom Vortag im Hinterkopf ging Costa ins Duell mit Lutz Schwab. Wieder lief der Portugiese bis zur Pause einem Rückstand hinterher. Mit 17:21 war er aber schon in Schlagdistanz. Nachdem er sich für die zweite Spielhälfte neu eingestellt und konzentriert hatte, kam er zu einem ungefährdeten 40:30-Sieg. „Da hat er dann gezeigt, warum er in der Weltspitze mitspielen kann“, lobte Dambowy seinen Spitzenspieler.

Auch die gesamte Nieder Mannschaft zeigte am Wochenende, dass sie in der 2. Liga für mehr bestimmt sein kann, als bloß für den Kampf gegen den Abstieg. Knüpft der neue Tabellenfünfte am 18. und 19. Februar in den Spielen gegen Spitzenreiter Hilden und Duisburg an die starke Leistung vom Wochenende an, dürfte sich diese Tatsache auch noch mehr in der Tabelle niederschlagen.

(awo)

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