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Nied macht Rückkehr in 1. Bundesliga perfekt

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Von: Alexander Wolf

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Heiko Roth startet nächste Saison weiter für Nied. FOTO: Lorenz
Heiko Roth startet nächste Saison weiter für Nied. © Marcel Lorenz

Meisterschaft in 2. Liga steht vorzeitig fest - Planungen für nächste Saison beginnen

Nied -Sie sind zurück. Dort, wo die Deutsche Billard Union sie nicht haben wollte. Mit einem 5:3-Sieg gegen den BC Landau und einem 4:4 gegen den BC München II haben die Dreiband-Billard-Spezialisten des BC Nied den Aufstieg in die 1. Bundesliga vorzeitig perfekt gemacht.

"Nachdem wir 2019/20 am grünen Tisch absteigen mussten, haben wir es jetzt zurückgeschafft. Das ist umso schöner", freute sich Wolfgang Dambowy über das zweite, hoffentlich volle Spieljahr 2022/23 in der deutschen Elite-Liga. Im August 2020 war über die Köpfe der Nieder hinweg entschieden worden, dass die Corona-bedingt abgebrochene Saison nur zur Hälfte gewertet wird. Obwohl die BCN-Herren in der Rückrunde fleißig Punkte für den sportlichen Klassenerhalt gesammelt und - anders als nach der Hinrunde - über dem Abstiegs-Strich gestanden hatten. Fast anderthalb Jahre später grüßt der BC Nied nun von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Süd und ist dort zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr zu verdrängen. "Als uns Robinson Morales quasi zugelaufen ist, hatten wir fast keine andere Wahl, als zu sagen, dass wir es mit dem Aufstieg nochmal probieren", benennt der BCN-Vorsitzende Dambowy den ersten personellen Knackpunkt vor der Saison 2021/22. Der Weltklasse-Spieler aus Kolumbien stellte zusammen mit dem Schweden Michael Nilsson auch am vergangenen Doppelspieltag ein unschlagbares Top-Duo. Nach acht Siegen aus den vorherigen acht Partien brauchte Nied nur noch ein Unentschieden, um die Erstliga-Rückkehr perfekt zu machen. Zusammen mit Heiko Roth und Patrick Sofsky peilten Morales und Nilsson gegen den Sechsten aus Landau trotzdem einen Sieg an. Gegen Gerhard Kostistansky hatte Morales mit durchschnittlich mehr als 1,4 Punkten pro Aufnahme (GD) ebenso wenig Probleme wie Nilsson mit seinem 1,48er-GD gegen Claus Maurer. Die 40:30- und 40:23-Siege brachten eine 4:0-Führung und die Gewissheit, dass für Roth und Sofsky nichts mehr passieren konnte. "Vielleicht war die Luft dann tatsächlich etwas raus", meinte der BCN-Vorsitzende. Dambowy wollte die Leistung von Roths Gegner Christian Bichler beim 34:40 aber nicht schmälern. Auch Sofsky sah gegen Philipp Hreczuch schon wie der Verlierer aus, schaffte mit dem Nachstoß aber noch das 40:40. "Als der Aufstieg klar war, haben wir uns abends schon das ein oder andere Getränk gegönnt", berichtete Dambowy von einer improvisierten Meisterfeier.

Diese zeigte gegen Absteiger München II bei Morales und Nilsson weniger Wirkung als bei Roth und Sofsky. Am Folgetag verloren die letztgenannten Spieler gegen Robertino Hermann (37:40) und Andreas Mölich-Zebhauser (35:37). Das Unentschieden sicherten Morales gegen Arnim Kahofer (40:23) und Nilsson gegen Karl Makik (40:26). "Wir wollen jetzt keinen Schlendrian einreißen lassen, auch wenn es weder für uns noch für die Gegner um etwas geht", stellte der BCN-Sprecher mit Blick auf die verbleibenden beiden Heimspiele gegen BC Hilden (9. April) und BBC Witten II (10. April) klar. Noch wichtiger als der standesgemäße Saisonabschluss ist für Wolfgang Dambowy bereits der Blick über die aktuelle Saison hinaus. "Wir haben schon am Wochenende Gespräche geführt und von Robinson Morales, Michael Nilsson und Rui Costa positive Signale bekommen." Ein kleines Fragezeichen steht nur noch hinter dem Spanier José Mas Canadell. "Er wird aber sicherlich auch für die 1. Liga zusagen." Dass Heiko Roth und Patrick Sofsky einen weiteren Anlauf in der höchsten, deutschen Spielklasse nehmen werden, sei "eh klar". awo

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