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Noch halten sie sich bei DJK Bad Homburg bedeckt . . .

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Von: Wolfgang Bardong

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In der Winterpause von der DJK zum FC Neu-Anspach „gesprungen“: Allrounder Julian Paul (rechts).
In der Winterpause von der DJK zum FC Neu-Anspach „gesprungen“: Allrounder Julian Paul (rechts). © Heiko Rhode

DJK Bad Homburg blickt auf veränderten Personalstand und in eine spannende Zukunft. Ist eine Kooperation mit einem bisherigen Gruppenligakonkurrenten geplant?

Bad Homburg -Wo führt der Weg der DJK Bad Homburg hin? Mit bereits acht Zählern Rückstand zu Relegationsplatz 12 (FSV Friedrichsdorf) überwintern die Schützlinge von Trainer Gennaro Grazioso in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West. Das Abstiegsgespenst ist seit Saisonbeginn mit Dauerkarte am Kirdorfer Wiesenborn zu Gast. Zum rettenden Ufer wird es für alle Beteiligten ein kräftezehrender Weg sein.

Personell war die Winterpause für den neapolitanischen Coach der DJK von einem Kommen und Gehen geprägt. „Er wird uns auch nach der Saison definitiv erhalten bleiben - ganz egal, wie es für uns in der Gruppenliga ausgeht. Ich stehe zu meinem Wort“, versichert Jennifer Fitzner, 2. Vorsitzende der DJK. Und sie fügt energisch hinzu: „Gennaro und die DJK, wir haben uns gesucht und gefunden, sind zu einem starken Team geworden. Und das bleiben wir auch nach dieser Runde.“

In diesem Zusammenhang sei auf die sich hartnäckig haltende und weit verbreitete Einschätzung verwiesen, ab der neuen Runde würden DJK Bad Homburg und Sportfreunde Friedrichsdorf (SFF) - in welcher Form auch immer - zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen. Holger Krieg, Kirdorfer Unternehmer und Vorsitzender der SFF, hatte bereits vor einem Jahr den Versuch unternommen, eine Kooperation einzuleiten. Nun auf ein Neues? Eine Aufklärung zu diesem Thema erhält man aktuell von beiden Seiten keine. Sportfreunde und DJK halten sich (noch) bedeckt.

Blicken wir also aus der spekulativen Zukunft zurück auf die Fakten der Gegenwart. Herbster Verlust für den DJK-Kader ist gewiss Julian Paul. „Sein Abgang stimmt mich absolut traurig“, bekennt Jennifer Fitzner. Der Wechsel des im Rahmen der Kirdorfer Weihnachtsfeier zum „Spieler des Jahres“ gewählten Abwehrmanns mit Offensivqualitäten (sechs Saisontore) zum Gruppenliga-Spitzenreiter FC Neu-Anspach gleich laut Fitzner „wie eine Ohrfeige für uns“. Zunächst sei Paul bei der Usinger TSG im Gespräch gewesen, bis er sich dann für eine „Back-to-the-roots-Rückkehr“ entschied, hatte Julian Paul doch schon als A-Jugendlicher das Anspacher Trikot übergezogen.

Jetzt muss ein neuer „Gute-Laune-Bär“ her

Ihre Zelte bei der DJK abgebrochen haben während der Winterpause neben Paul noch vier weitere Kicker, die zuletzt allerdings nicht respektive kaum mehr in der 1. Mannschaft zum Einsatz gekommen waren: Gabriel Bisignano und Jan-Philipp Mäuser wechseln in die Kreisoberliga zur abstiegsbedrohten 2. Mannschaft der Sportfreunde Friedrichsdorf. Für Mäuser, der demnächst Vaterfreuden entgegensieht und aus diesem Grunde ohnehin kürzertreten wollte, ist es als ehemaliger „Sportfreund“ ebenfalls eine Rückkehr in bekannte Gefilde.

Zu viel Aufwand in der Gruppenliga - das war die Einschätzung von Samuel Bähre. Der beruflich als Physiotherapeut und Personal Trainer tätige Kicker - von Fitzner als „unser Gute-Laune-Bär und Mann für gute Mucke in der Kabine“ bezeichnet - wird nach der Winterpause für den ehemaligen Landesligisten Germania 94 Frankfurt (aktueller Spitzenreiter der Kreisliga A Frankfurt, Gr. 2) kicken. Und Benjamin Zeisel, vor einem Vierteljahr Papa geworden, muss beruflich bedingt Abstriche machen. Zeisel tauscht das Gruppenliga-Trikot der DJK Helvetia gegen den Dress des momentanen Tabellenzweiten der Kreisliga B Frankfurt (Gr. 1), DJK Schwarz-Weiß Griesheim.

Wenn damit auch Gennaro Graziosos Kader fünf Abgänge verkraften musste, so ist das Team dennoch nicht geschrumpft. „Wir mussten handeln - und wir haben gehandelt“, verweist Fitzner auf folgende Verstärkungen, die mit dazu beitragen sollen, „dass wir diese schwierige Saison noch zu einem guten Ende führen und wir die Liga ab Februar von hinten aufzurollen beginnen“.

Da Schlussmann Bugra Dursun aufgrund eines Meniskusschadens noch für mehrere Monate ausfallen wird, holten die DJKler mit Sotirios Basis einen weiteren Keeper an Bord, der zuletzt für Kreisoberligist Türkgücü Frankfurt aktiv war und zuvor unter anderem bei Vatanspor Bad Homburg gespielt hatte. „Soto“, wie der gebürtige Grieche gerufen wird, soll zusammen mit Felix Martini ein zuverlässiges Tandem auf der Torhüter-Position bilden.

Vorschusslorbeeren für Neuzugang Mark Hohmann

Um den Abgang von Julian Paul einigermaßen abzufedern, verpflichtete die DJK den zuletzt beim FC Weißkirchen aktiven Mark Hohmann. Über die Stationen FSV Frankfurt II und Germania Ober-Roden war der Defensivallrounder schon vor sechs Jahren einmal ins DJK-Trikot geschlüpft, ehe er über die weiteren Stationen Sportfreunde Friedrichsdorf und FC Weißkirchen nun wieder zurück an den Wiesenborn fand.

Die Offensive verstärken soll Mohammad Touri, der seit vergangenen Gruppenliga-Zeiten beim aktuellen Kreisoberliga-Schlusslicht TSV Vatanspor Bad Homburg aktiv war.

Bis zur Fortsetzung der Gruppenliga-Runde, das der DJK am 26. Februar (15.30 Uhr) das brisante Kellerduell beim tabellarischen „Hintermann“ SG Ober-Erlenbach beschert, bestreiten die Kirdorfer drei Vorbereitungsspiele, allesamt am Wiesenborn: am 29. Januar gegen den FC Turabdin Babylon Pohlheim (der Tabellenneunte der Verbandsliga Mitte wird aktuell von Grazioso-Vorgänger Ibrahim Cigdem trainiert), am 5. Februar gegen TuRa Niederhöchstadt sowie am 12. Februar gegen den FC Weißkirchen.

Die 2. Mannschaft der DJK, die nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga nun als Tabellenelfter der Kreisliga A in die B-Liga durchgereicht zu werden droht, testet sogar vier Mal bis zur Rundenfortsetzung: am 5. Februar gegen Viktoria Preußen Frankfurt, am 12. Februar gegen den SC Riedberg II, am 19. Februar gegen den SV Assenheim sowie am 26. Februar gegen Nachbar TSV Vatanspor Bad Homburg.

Auch die Ib der DJK meldet mit Rückkehrer Daniel Diehl (zuletzt bei der SGK Bad Homburg aktiv) und Abel Tolawak (SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg II) Verstärkung für den Kampf um den Klassenverbleib.

FSV Frankfurt kommt zum „Spiel gegen Rassismus“

Schon jetzt sei auf ein höchst interessantes Spiel hingewiesen, das am Dienstag, 14. März, um 19 Uhr am Kirdorfer Wiesenborn angepfiffen wird.

Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ wird sich dann eine aus Spielern der DJK Bad Homburg, SGK Bad Homburg, SG Ober-Erlenbach, TSV Vatanspor Bad Homburg und SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg gebildete kurstädtische Auswahl mit dem FSV Frankfurt, dem Tabellenachten der Regionalliga Südwest, messen.

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