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Sieht ein bisschen aus wie ein Torwart, ist aber Oberstedtens Filigrantechniker Cevat Temur im Spiel gegen den FC Neu-Anspach II.

Kreisoberliga

„Nullfünfer“ kassieren noch das 2:2

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Die SG Ober-Erlenbach verpasst in der Fußball-Kreisoberliga die Chance, auf Platz zwei zu klettern. Schuld daran ist vor allem ein Schlitzohr des FV Stierstadt.

FC Neu-Anspach II – FC Oberstedten II 5:2 (0:0): Trotz des Sieges machte FCNA-Trainer Raffaele Parisi extremen Verbesserungsbedarf für seine Offensivabteilung aus: „Auch wenn die Gegner sich so hinten reinstellen, müssen wir das einfach besser machen“, ärgerte sich Parisi. Zwar respektiere er die Gründe für die defensive Spielweise der Gäste – als 2. Mannschaft habe man selbst auch häufig Probleme, adäquates Personal zu stellen – dennoch wollte er das nicht als Ausrede gelten lassen, behäbig zu agieren. Genau das sei aber vor allem im ersten Durchgang passiert. Und obgleich sein Team nach Wiederanpfiff dominierte, ließ es zwei Tore zu. Diese Nachlässigkeit wolle man ablegen, „am liebsten schon am Mittwoch gegen Weißkirchen“.

Tore: 0:1, 3:2 Maier (47., 85.), 1:1, 3:1, 5:2 Zamanyan (60., 68., 90.), 2:1 Hildago (64.), 4:2 Gümül (88.).

FV Stierstadt – SG Ober-Erlenbach 3:1 (2:0): Bestens gelaunt begutachtete Marco Hentsch den sich frisch im Umbau befindeten Kabinentrakt. Nicht nur, dass dank der Stadt Oberursel die Umkleiden nach 40 Jahren endlich einen neuen und bitter benötigten Anstrich bekämen, auch der etwas glückliche Erfolg über den Tabellenvierten gab ihm allen Grund zur Freude. „Ober-Erlenbach war uns schon überlegen“, gestand Stierstadts Sportliche Leiter. „Aber wir waren eben ziemlich effektiv und damit ziemlich erfolgreich.“ Allen voran Altan Sak verkörperte diese Effektivität, nachdem er zweimal im Gegenzug die Antwort auf eine Erlenbacher Großchance parat hatte: Erst hielt Marcel Dumann gegen Adrian Matuschewski stark, Sak vollstreckte im Handumdrehen zum 1:0 (30.). Dann schoss Mahbubi einen Strafstoß an den Querbalken, wieder traf Sak postwendend zum 2:0 (38.). Danach hatte der FV das Spiel im Griff. Tim Weidehoff vollendete machte per Konter den Deckel drauf (80.), erst dann traf Mahbubi für Ober-Erlenbach.

Tore: 1:0, 2:0 Sak (31., 38.), 3:0 Weidehoff (80.), 3:1 Mahbubi (83.).

Eintracht Oberursel – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 2:5 (1:2) : „Das war nicht unser Tag“, fiel das Urteil von Eintracht-Trainer Mehmet Cetin simpel aus. Zahlreiche Geschenke seiner Truppe sowie gut und gerne zwei Abseitsstellungen seien den fünf Gegentreffern vorausgegangen. Erst gab Verteidiger Arconada im eigenen Drittel den Ball mehr als bereitwillig her, dann leistete sich Torhüter Marc Burg einen Fauxpas der selteneren Art und nahm das Spielgerät ein zweites Mal wieder auf, nachdem er es bereits auf den Boden gelegt hatte. Der folgende indirekte Freistoß wurde unglücklich zum 0:2 abgefälscht. „Dann verlierst du auf kurz oder lang eben die Ordnung“, resümierte Cetin angesäuert.

Tore: 0:1 Kütt (18.), 0:2, 1:3 Hildebrandt (19., 48.), 1:2 Bohdal (44.), 1:4 Röske (70.), 2:4 Duddeck (72.), 2:5 Krawczyk (77.).

SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg – SGK Bad Homburg 2:2 (0:0): Wie es sich für ein gutes Stadtduell gehört, teilten sich die Teams letztlich die Punkte. „Wenn du in der 90. Minute noch die Führung machst und trotzdem nicht gewinnst, ist es eben dumm“, analysierte Trainer Ralf Haub nüchtern. „Und ein Verlust von zwei Punkten“, so Haub weiter. Die Berechtigung des Ertrages für die Gäste, wollte er dem Tabellenfünften aber nicht absprechen und nahm das Remis gelassen. „Wir können halt nicht alles gewinnen. Ich bin absolut zufrieden mit der Saison“, sagte Haub. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den großen Favoriten Sportfreunde Friedrichsdorf noch.

Tore: 1:0 Zouhir (61.), 1:1 Bankunye (81./FE), 2:1 Radu (90.), 2:2 Hamidi (90.).

SV Seulberg – Teutonia Köppern 0:0: Seulbergs Spielausschussvorsitzender Thomas Pflüger tat sich schwer, das Remis zu bewerten. Doch kam er auch nicht umhin, einzugestehen, das Köppern das klar bessere Team gewesen ist. Einzig Nick Voigt im Tor der Hausherren sei es zu verdanken gewesen, dass die Anzeigetafel zur Pause nicht schon ein 3:0 für die Gäste zeigte. Matthias Wohlgefahrt alleine bat den Seulberger Schlussmann mehrfach zum „Privatduell“ – und zog stets den Kürzeren. Auf der Gegenseite hätte Liberato Aiello das Nachbarschaftsderby beinahe auf den Kopf gedreht. Er traf aber das Aluminium (83.).

SF Friedrichsdorf – FC Weißkirchen 6:2 (2:0) : Vier der sechs SF-Treffer fielen nach Eckbällen. „Ich würde ja gerne sagen, dass wir die alle einstudiert haben, aber das wäre gelogen“, schmunzelte Enis Dzihic, Trainer der Hausherren, gut gelaunt. „Wobei man das vermutlich sowieso nicht kann, denn der Gegner besteht nicht aus Hütchen und Stangen. Da muss man Lösungen finden.“ Und das habe seine auf vier Positionen veränderte Truppe souverän gemeistert, meinte Dzihic. Die anderen beiden Treffer seien schön herausgespielt gewesen. „Was mich aber ärgert, sind die beiden unnötigen Gegentreffer“, erklärte er und revidierte gleich wieder: „Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau.“ Schließlich grüßen seine Sportfreunde von Platz zwei.

Tore: 1:0 Banchetto (1.), 2:0 Pulino (4.), 3:0 Strenkert (47.), 4:0 Schiffmann (52.), 5:0, 6:1 Aliaj (58., 72.), 5:1 (65.), 6:2 (84.).

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