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Nun kommen die Füchse Berlin

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Von: Volker Hofbur

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Er war wieder einer der Matchwinner: Paul Ohl (rechts) traf 14 Mal für die TSG Münster. FOTO: marcel lorenz
Er war wieder einer der Matchwinner: Paul Ohl (rechts) traf 14 Mal für die TSG Münster. © Marcel Lorenz

Die TSG Münster steht im Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft

Münster -Die A-Jugendhandballer der TSG Münster stehen im Achtelfinale um die deutschen Meisterschaften. Nach dem 32:30 im Hinspiel gegen den HC Düsseldorf setzten sie sich dort vor mehr als 200 Zuschauern mit 38:34 (18:16) durch und haben damit die Bundesliga-Qualifikation für die kommende Saison sicher. Und noch besser: Im Achtelfinale wartet mit dem Titelfavoriten und Vorjahresmeister Füchse Berlin am Samstag (19 Uhr, Eichendorffhalle) ein echter Knaller. Die Vorfreude bei den Münsterern ist jedenfalls groß. Die Berliner hatten sich gegen den EHV Aue mit 36:21 und 39:17 durchgesetzt. Die Münsterer sind neben der JMSG Melsungen/Cörle/Guxhagen das einzige hessische Team, das die zweite Runde erreicht hat.

In Düsseldorf spielten die Münsterer von Beginn an sehr couragiert, gingen das vom Gastgeber eingeschlagene Tempo voll mit. Düsseldorf wollte den Wechsel der Münsterer vom Angriff in die Abwehr nutzen, doch die Mannschaft von Trainer Tim Dautermann hatte stets eine Antwort parat und setzten sich erst auf 10:7 und dann auf 15:12 ab. "Wir haben dann mit unseren Abwehrformationen variiert, um sie vor zusätzliche Probleme zu stellen", berichtete Dautermann, der sah, wie seine Mannschaft sich nach dem zwischenzeitlichen 11:11-Ausgleich auf 15:12 absetzte und diese Führung im ganzen Spiel nicht mehr abgeben sollte. Mit einer 18:16-Führung gingen die Gäste in die Pause. Damit war absehbar, dass die Düsseldorfer bereits mit drei Toren Unterschied gewinnen und somit fünf Tore aufholen mussten, da Münster mehr Auswärtstore schießen würde.

In den ersten elf Minuten der zweiten Hälfte machten die Münsterer alles klar. Düsseldorf merkte man den zunehmenden Druck an, denn sie fanden in dieser Phase keine spielerischen Mittel mehr, zumal sich auch der Münsterer Torhüter Gustav Hein steigerte. Münster schaffte es, sich mit Tempogegenstößen und konsequenten Positionsangriffen auf 26:17 abzusetzen (41.). Das war die Entscheidung. "Sie haben sich überrollen lassen. Da war keiner, der bei Düsseldorf zum emotionalen Leader geworden ist", berichtete Dautermann, "wir haben dagegen konsequent getroffen". Ab der 49. Minute versuchte es der Gastgeber mit einer Manndeckung und kamen mit vier Toren in Folge auf 30:34 heran (55.). "Da haben wir zu viele Bälle weggeschmissen, müssen den Ball länger halten und ins Zeitspiel kommen", übte Dautermann Kritik, "wir dürfen uns nicht das hektische Spiel aufzwingen lassen". Mit zwei Auszeiten in dieser Phase gelang es ihm, seine Spieler zu beruhigen. Das wirkte, zumal es seiner Mannschaft gelang, den Abstand bei vier Toren zu halten. Und so brachten es die Münsterer souverän zur Freude der 40 eigenen Anhänger ins Ziel. Die Gäste feierten anschließend, auf der Busfahrt und später mit den Fans in der Münsterer Vereinsgaststätte.

Münster: Gustav Hein, Marius Knop; Paul Ohl 14/1, Lars Zelser 8, Philip Würz 6, Tom Klein 5, Lennart Liebeck 2, Dominik Winzer Manso, Sören Kilp, Vincent Wäse je 1, Julius Hagenah, Simeon Jökel, Albert Kausch, Rafael Lodders. vho

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