Fabienne Gettwart blieb wie ihre Eschborner Teamkolleginnen im Einzel am gesamten Wochenende ungeschlagen. FOTO: marcel lorenz
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Fabienne Gettwart blieb wie ihre Eschborner Teamkolleginnen im Einzel am gesamten Wochenende ungeschlagen.

Tennis

Nun will Eschborn Zweiter bleiben

  • VonAlexander Wolf
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Der Regionalliga-Aufsteiger holt die Siege drei und vier

Main-Taunus. -Nach einem nahezu perfekten Wochenende durften die Damen von Tennis 65 Eschborn in der Regionalliga-Südwest den frühen Klassenerhalt feiern. Den Doppelspieltag mit einem Heimspiel gegen die TSG Heidelberg und der Neuauflage des Aufstiegs-Relegationspiels beim TC Ludwigshafen II beendete die Mannschaft von Archibald Pflug mit 4:0 Punkten und 17:1 Matches. Nun stecken sich die Eschbornerinnen höhere Ziele.

Tennis 65 Eschborn - TSG Heidelberg 9:0. Einen günstigeren Termin, um die Sponsoren von der eigenen Stärke zu überzeugen, hätten sich die Eschbornerinnen nicht aussuchen können. Im Heimspiel waren zahlreiche Gönner der Damen auf die Sandplätze an der Eschborner Hauptstraße gekommen und sahen eine Matchdemonstration ihrer Schützlinge. "Einige Sponsoren haben so reagiert, dass ihnen die Gegnerinnen sogar leidtaten", berichtete Archibald Pflug. Der Trainer attestierte den Heidelbergerinnen "Verbandsliga-Niveau und nicht mehr". Da hatten es Jessica Raith an Position sechs und Silvia Ambrosio als Nummer zwei in der ersten Einzelrunde sehr leicht. Beide feierten klare Zweisatz-Siege, und Ambrosio machte es gegen Laura Hartel extra-schnell, weil sie nach dem 6:0, 6:0 abreisen und an einem ITF-Turnier in Italien teilnehmen wollte. Einzig Jil Engelmann hatte im zweiten Satz gegen Carina Bremm Probleme. Nach dem 6:0 für die Eschbornerin drehte die Heidelbergerin auf und hatte bei 5:4 Satzbälle. "Jil konnte die abwehren und am Ende doch 7:5 gewinnen", freute sich Pflug. Der Coach attestierte auch seinen Spielerinnen in der zweiten Einzelrunde starke Leistungen. "Sarah Gronert hat richtig gut gespielt", kommentierte er das 6:0, 6:0 im Spitzeneinzel gegen Alexandra Filipov, "ihre Gegnerin meinte, dass sie nur in der Luft gelegen haben". Interessant war die Premiere von Zala Dovnik. Die Slowakin war bisher noch auf den Hartplätzen an ihrem US-College aktiv, konnte wegen Regens am Vortag des Heidelberg-Spiels nicht auf Sand trainieren und lieferte trotzdem ab. Gegen Amna Porca brauchte sie zwar fünf Matchbälle, stand beim 6:2, 6:3 aber als souveräne Siegerin da. Genauso klar liefen auch die Doppel. Carolin Nonnenmacher kam für Silvia Ambrosio ins zweite Doppel mit Fabienne Gettwart und siegte 6:2, 6:2 gegen Hartel/Bremm. Auch die anderen beiden Matches liefen glatt für Eschborn. So konnten sie Kräfte für das Spiel in Ludwigshafen sparen.

Ergebnisse Einzel: Sarah Gronert - Alexandra Filipov 6:0, 6:0; Silvia Ambrosio - Laura Hartel 6:0, 6:0; Fabienne Gettwart - Nicole Musielak 6:1, 6:0; Jil Engelmann - Carina Bremm 6:0, 7:5; Zala Dovnik - Amna Porca 6:2, 6:3; Jessica Raith - Emina Porca 6:1, 6:2. Doppel: Gronert/Engelmann - Filipov/A. Porca 6:0, 6:1; Gettwart/Nonnenmacher - Hartel/Bremm 6:2, 6:2; Dovnik/Raith - Musielak/E. Porca 6:1, 6:2. Außerdem spielten: TV Reutlingen - TC Leonberg 2:7, Post Südstadt Karlsruhe - TC Bernhausen 1:8, SSC Karlsruhe - TC Ludwigshafen II 3:6.

TC Ludwigshafen II - Tennis 65 Eschborn 1:8. Weil Nastasja Schunk im U18-Finale in Wimbledon spielte und den TC Ludwigshafen trotz der Niederlage blendend repräsentierte und auch Sinja Kraus in Hamburg auf Turnierreise war, hatten die Eschbornerinnen leichteres Spiel. "Wir mussten trotzdem unser bestes Tennis spielen, um erfolgreich zu sein", ordnete Pflug den Erfolg ein. Nach der Anreise in Privat-Pkws zeigten die Main-Taunus-Damen, dass sie auch ohne Silvia Ambrosio erfolgreich sein können. Carolin Nonnenmacher überzeugte bei ihrem 6:2, 6:2-Erfolg gegen Cora-Lynn von Dungern ebenso wie der Rest des Teams. Jessica Raith hatte gegen Ludwigshafens Nummer sechs Lea Jakic hart zu kämpfen, siegte aber 4:6, 6:0, 10:4. Nicht nur an den hinteren, sondern auch an den vorderen Positionen ging es hoch her. Vor allem Jil Engelmann musste gegen Charlotte Keitel alles geben, um als Nummer drei mit 6:3, 7:5 zu triumphieren. Zala Dovnik wartete nach einem 0:3-Rückstand gegen Ludwigshafens Nummer vier, Hannah Amling einfach auf die Fehler ihrer Gegnerin und war mit 6:4, 6:2 erfolgreich. Da Sarah Gronert im Spitzenmatch gegen Selina Dal ihre beste Leistung in Eschborn abgeliefert und 6:1, 6:1 gewonnen hatte, stand es 6:0 nach den Einzeln. Da fiel Gronerts 0:6, 2:6-Niederlage mit der entkräfteten Engelmann gegen Dal/Amling nicht mehr ins Gewicht. Nachdem die anderen beiden Doppel für Eschborn gelaufen waren und der Klassenverbleib eingetütet war, formulierten Archibald Pflug und seine Mädels die Saisonziele neu. "Wir spielen noch bei Leonberg und dem SSC Karlsruhe und wollen unseren zweiten Platz am liebsten nicht mehr hergeben."

Ergebnisse Einzel: Selina Dal - Gronert 1:6, 1:6; Michelle Roth - Gettwart 3:6, 2:6; Charlotte Keitel - Engelmann 3:6, 5:7; Hannah Amling - Dovnik 4:6, 2:6; Cora-Lynn von Dungern - Nonnenmacher 2:6, 2:6; Lea Jakic - Raith 6:4, 0:6, 4:10. Doppel: Dal/Amling - Gronert/Engelmann 6:0, 6:2; Roth/von Dungern - Gettwart/Nonnenmacher 6:7, 6:7; Keitel/Jakic - Dovnik/Raith 7:5, 3:6, 7:10. Außerdem spielten: TV Reutlingen - SSC Karlsruhe 6:3, TC Bernhausen - TC Leonberg 9:0, TSG Heidelberg - Post Südstadt Karlsruhe 2:7. Tabelle: 1. Bernhausen 10:0 Punkte/38:7 Matches, 2. Eschborn 8:2/33:12, 3. Leonberg 6:4/24:21, 4. Ludwigshafen II 6:4/23:22, 5. Post Südstadt Karlsruhe 4:6/17:28, 6. Reutlingen 4:6/20:25, 7. SSC Karlsruhe 2:8/17:28, 8. Heidelberg 0:10/8:37 . awo

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